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QUASTER im Interview mit dem Fanclub am 19.11.2017

in Quaster: Soloprojekt - Ich bereue nichts 25.11.2017 14:14
von anhi1962 | 2.262 Beiträge | 4833 Punkte

Im Hotel Kreller in Freiberg fand am Tag nach dem "QUASTER, Family & friends"- Konzert das zweite QUASTER-Fanclubtreffen statt, bei dem der Musiker sich den Fragen seiner Fans stellte. Hans-Christoph Götze @hcg-aue führte das Interview. Neben ihm stehen QUASTER, Kimmy und Frank SCHATTEN Toeffling. Zunächst erklärt Hans-Christoph, das im Vorfeld 35 Fragen eingegangen sind, aus denen er wegen der begrenzten Fragezeit die interessanteren ausgewählt und in Rubriken aufgeteilt hat.

(Den Berliner Dialekt habe ich umgeschrieben, daher gibt es im Text kein "icke", "och", "wat", "dat" usw.)

Meistgestellte Fragen:

- Wie bist Du zu Deinem Spitznamen gekommen? - (lacht) - SPASS!!! (allgemeines Gelächter)

-Wie bewegend war für Dich das letzte (Puhdys)-Konzert?

QUASTER: Das letzte Konzert der Puhdys war eher weniger bewegend, weil wir alle hochkonzentriert waren. Weil: Wir wussten ja, es wird mitgeschnitten. Und wir haben uns so motiviert, das wir also unseren Job machen, ohne möglichst oft in die Sch... zu greifen. Und weil wir ja wussten, es wird bei so ´nem Livealbum, es wird mitgeschnitten, ja, das immer sehr schwer, da kannste auch nicht ausbessern, weil ja über alle Mikrofone, die auf der Bühne sind, ko mmt ja immer alles. Und irgendwo hörst Du immer, wenn Du jetzt ´was verändern würdest, würdest Du das immer hören. Deswegen haben wir uns sehr konzentriert und bemüht, alles so zu machen, das es - Und dann wussten wir natürlich, das auch die Show ja noch weitergeht mit den Rocklegenden und da war das alles Spaß an der Freude und halbes Leid.

- Wie ist die tiefe Freundschaft zwischen Dir und Schatten entstanden?

QUASTER: Es ist hier (in Freiberg) entstanden im, im Stadt.. wie heißt das... der Stadt - garten (zu Schatten gewandt) wie heißt das? In der Stadtwirtschaft. Wir haben hier auch, ich weiß nicht, schon seid ewigen Zeiten, sind wir ja hier zugange in Freiberg. Und auch die Stadwirtschaft gehörte zu unseren regelmäßigen Aufenthaltsorten. Und da haben wir dann gesessen und unser Schächtelchen Bier getrunken, was ja ganz gut schmeckt. Und da war immer der Henry mit. Der Henry ist der Freund von MASCHINE und von den Puhdys auch, insgesamt. Und der und sein und der beste Freund vom Schatten beziehungsweise der Schatten der beste Freund von Henry. Und als der Henry mal alleine da war, Hab´ich ihn gefragt: " Sag mal, wo ist denn Dein Schatten?" Und seitdem war er der Schatten. Und da haben wir ihn kennengelernt und dann haben wir uns auch näher kennengelernt. Und haben festgestellt, das wir doch sehr ähnlich ticken, so mit der ganzen - (alle Lachen). Und da ist diese Sache entstanden. Ich wüsste eigentlich auch überhaupt nicht, für die andere Show, die ich ja mache, "Ich bereue nichts", wen ich da nehmen sollte. Ich glaube, da gibt es überhaupt keinen, den man da nehmen kann, der das so macht wie er. (Einwurf Schatten: Und ich war jung und brauchte das Geld. - (Gelächter)

Nächste Rubrik: Fragen zu den Songs

- Erinnerst Du Dich an das Rehleingedicht aus dem Jahr ´77, welches MASCHINE auf der Musikladen-DVD aufsagt? Wer hatte damals die Idee, dieses aufsagen zu lassen?

QUASTER: Nee, wir ham, dat hatte sich - gar keener die Idee. Wir haben damals immer als Ansagen, immer, wenn Umbaupausen auf der Bühne waren oder wenn irgendwas passiert ist auf der Bühne, hat irgeneiner die Initiative irgendwann mal durch Zufall ergriffen und irgendwelche Ka.. erzählt. Und das ist dann zum Markenzeichen geworden, Wir haben dann teilweise Ansagen gemacht, so völlig sinnlos - an bestimmten Stellen, und das ist wahrscheinlich so ein Kontrast, wenn Du vorher Krawall machst, Rock´n Roll, und dann plötzlich erzählt einer: " Die Rehlein beten zur Nacht.Hab acht. Halb acht. Acht. Halb neun, halb zehn, halb elf, halb zwölf. Zwölf!Die Rehlein beten zur Nacht, hab acht. Sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein." (Großes Gelächter und Applaus)

- Es gibt in den Tiefen des Puhdys-Archivs sicher noch unfertige Songs, die in der Schublade vor sich hinschmoren. Wir meinen da nicht nur die Songs von MASCHINE, sondern auch unfertiges Material von Dir und den anderen Kollegen. Was wird daraus? Strebst Du an, sie eventuell nochmal zu veröffentlichen?
QUASTER: Also, meine auf jeden Fall, die bei mir im Studio sind. Also, da habe ich auch schon die Ideen, was passiert. Es ist ja auch viel jetzt auch in, bei dieser Show sind ja viele Titel dabei, die in Vergessenheit geraten waren, die ich gesungen habe damals - und heute ja auch noch. Von 1987 sind zum Beispiel zwei Nummern dabei. Und da gibt es, da habe ich soviel gefunden, was man wieder machen könnte und was man umarrangiert. Eine Bereicherung wäre auch ein Konzert, aber die Frage ist natürlich, ob die Möglichkeit besteht, überhaupt dieses Konzept weiter durchzuziehen. Weil ja, es ist sehr schwer, ebend die Leute alle immer zusammenzukriegen zu bestimmten Zeiten, die Techniker zusammenzukriegen, das Material zusammenzukriegen. Wenn es sich nicht entwickelt, das wir mal eine Tournee machen könnten, ist es fast zu kompliziert, eine Band überhaupt noch am Leben zu erhalten.

- (Mia) Aegerter schrieb den Text für "136 Rosen" und "Ich bereue nichts". Von wem ist die Musik?
QUASTER: Die Musik und die Texte sind beides von Mia Aegerter, das ist eine Schweizerin, Singer-Songwriterin, die in Berlin lebt, und ist auch Schauspielerin. Und die hat, sollte, hatte den Auftrag von Rolf, der ja unser Manager war, Rolf Henning, die hatte den Auftrag, fütr die Rocklegenden, für die ersten Rocklegenden damals vor, ich weiß garnicht wann das war - ist ja nun auch schon alles ewig her, die erste Rocklegenden-Geschichte, es ist jetzt schon die dritte die jetzt kommt. Und für die erste Rocklegendengeschichte sollte sie für die PlatteThemen machen, die wir dann als Bands machen, also als Gemeinschaftsproduktion. Ja, und denn, diese Titel wurden abgelehnt außer Karat. Karat hat eine Nummer von ihr, Aegerter, gemacht auf der ersten Platte, wenn man sich die mal anhört, wird man die finden, steht ja auch druff. (gemeint ist "Vom gleichen Schlag", der Verfasser) (Einwurf Hans Christoph: Werr lesen kann, ist klar im Vorteil. , Gelächter) Ja, und da sind zwei Songs übrig geblieben. Und ich habe ja zu, gerade zu dem Thema des eines Songs eine persönliche Beziehing, zu dem wo der Peter Fechter erschossen wurde. Der wurde ja in unmittelbarer Nähe meines Lehrlings- ääh Lehrwerkstatt , naja is ja keine Werkstatt - meines Lehrlingsbetriebs, wo ich gelernt habe, meines Ausbildungsbetriebs - wurde der ja erschossen. Das wurde gesehen sogar von den Fenstern. Und da war das natürlich ein Ausnahmezustand im Betrieb, mit: Die Ingenieure wollten dem Parteisekretär auf die Schnauze hau´n. Und der hat sich eingeschlossen, hat die Polizei geholt usw. Also, es war ein Riesenbamboriumum, wir kamen uns vor, wir hatten ´n Schwein, das wir nicht noch verhaftet wurden. Und die haben uns dann verboten, an die Fenster zu gehen in die Büros, wo wir gearbeitet haben. Die haben uns dann verboten, auf die Gänge zu gehen, standen überallhin Kasernierte und haben aufgepasst. Dann sind wir nach Feierabend dann durch den Keller ebend dann auf ´ner anderen Seite herausgeleitet worden, wo sie denn meinetwegen die Heizer reinkommen. Und das war für mich natürlich ein einschneidendes Erlebnis und hat natürlich - sie (Aegerter) hat natürlich dieses Thema angesprochen mit den 136 Rosen, da habe ich gesagt, diesen Titel, den musst Du machen. Dann haben den produziert, und habe gedacht, vielleicht kommt der ja doch noch auf die CD rauf. Aber er ist nicht drauf gekommen und da habe ich gesagt: Dann machste das alleine. - Und dann hatte sie natürlich den zweiten Titel noch und der passt ja auch wie die Faust auf´s Auge zu mir mit "Ich bereue nichts". Und da habe ich den natürlich auch gemacht und diese Single produziert. Und da bin ich ganz froh, das ich das gemacht habe. Ich finde die beiden Titel ganz toll. (großer, zustimmender Applaus)

Kommen wir zu den Auftritten

- Ist das viele proben, die Auftritte usw nicht eine starke Belastung auf die Dauer für Dich?
QUASTER: Na, für mich nicht, weil: Ich probe ja gerne, ist ja so - ich übe gerne. Aber es gibt natürlich andere in dieser Band jetzt, die in tausend Bands spielen. Ob ich den Uwe nehme, ob ich den Dominik nehme - der Dominik, der jatzt bei uns Keyboard spielt, der hat jetzt die ganze Woche von Montags morgens bis abends, also immer von morgens bis abends geprobt. Und zwar ist der jetzt im Theater des Westens bei dem Musical "Ghost" der musikalischer Direktor und muß sich das komplette Musical aufdrücken aus dem Kopf und so weite und der hat den Kopf voll - verstehste? Und sodas das im Grunde genommen das sehr schwer ist, die Leute zusammenzukriegen. Der ist auch dazu - wir haben ja geprobt vor 14 Tagen auf´m Montag, da kam er auch erst abends nach der Probe dann an und dann haben wir noch geprobt bis nachts um elfe. Aber das war das einzige mal. Also, die Leute sind einfach auch dazu nicht zusammenzukriegen. Also, es ist ganz, ganz schwer. - Der Heinz, der macht Musikunterricht, Schlagzeugunterricht, mittwochs, äh, dienstags, mittwochs, hat auch nur montags Zeit. Bimbo macht seine - ist im Knast, macht seine (Gelächter) - ist als Musiktherapeut mit Schwerverbrechern unterwegs, also - sodaß das alles sehr, sehr schwer ist.Wie gesagt, ´ne Band ist schwer zu machen. Und dann kommt die ganze technische Geschichte dazu, um das alles perfekt zu machen. Das bedarf eben einer ganz konsequenten Einarbeitungszeit, sodaß jeder Handgriff sitzt und das muß alles - und das ist sehr, sehr schwer umzusetzen auch jetzt. Ja, also das - wenn da, sich das nicht so ergibt, das mal ´ne richtige Tournee zusammenkommt, wo man dann wirklich mit ´ner Firma zusammenarbeiten kann, die das dann regelmäßig eintütet, wo wir dann immer richtig die Show proben mit dem passenden Equipment, wo die dann aufbauen, wo man damit nichts zu tun hat, dann funktioniert das einfach, dann läuft es. Aber solange das so nicht ist, und bei jeder, bei jedem Konzert oder bei jeder Mugge ist das anders - ist ein anderes Equipment, andere Techniker vielleicht noch und so weiter, dann ist es sehr schwer, da ´ne gewisse Qualität aufrecht zu erhalten.

- Von welcher Marke ist Deine Lieblingsgitarre und welchen Wert hat sie? Weißt Du das überhaupt?
QUASTER: Naja, ich soll eine Gitarre haben, die so ungefäht 15.000 $ wert ist. Ist eine Akustikgitarre. Aber, naja, Du weißt ja, wenn Du jetzt irgendwie in Schwierigkeiten bist und willst was verkaufen (lacht), dann wirst Du sie wahrscheinlich für zweie verkaufen, aber - das soll die wertvollste sein. Dann habe ich noch ein paar Gibsongitarren, ´ne Fender, ´ne alte. Also, das bewegt sich so alles um 3000 € vielleicht, von den Werten her. Ja, und dann habe ich da ´n Haufen anderer Gitarren. Ja, ich liebe alle Gitarren und äh, und, ja, nee, ich hab´alles - sind alles Lieblingsgitarren. Sonst höätte ich sie ja nicht behalten. (Gelächter)
Hans-Christoph: Und das es sehr viele sind, (zu Quaster gewandt) wieviel, weißt Du wahrscheinlich nicht ganz aus dem Kopf...
QUASTER: Na, doch, das waren jetzt mal vor ein paar Jahren 46, die ich zuhause hatte. Und dann waren ja immer noch im Truck welche, bei den Puhdys ebend, die habe ich ja garnicht gesehen, die waren immer im Truck.
Einwurf Hans-Christoph: Viele sind´s, das durfte ich ja sehen. Ich durfte ja einen kurzen Blichk in Dein Studio werfen und wenn man da reinkommt, hängt ja alles voll mit Gitarren, alle möglichen. Also, ich habe keine Ahnung von Gittarren, aber mit Doppelhals und allem möglichen...
QUASTER: Da sind ein paar schöne dabei. (Lachen)

- Seit langer Zeit läuft unser Songvoting, bei dem Deine Fans für ihren Lieblingshit, -lied abstimmen können. Inwiefern hat dieses Songvoting bei Deiner Konzertvorbereitung Einfluß und fließt das überhaupt in die Setliste ein?

QUASTER: Naja, die Setliste entscheidet sich nach der Dramaturgie, das da ein gewisser Bogen ist und das das zusammen passt. Und dann, dann ist das natürlich so, das die Leute natürlich die alten Puhdysnummern oder viele Puhdysnummern ja bevorzugen. Aber es ist natürlich - viele Sachen, die ihr wollt, die sehe ich anders. Also, infolgedessen möchte ich das auch gerne - natürlich gibt es tolle Puhdysnummern, die von MASCHINE, hier, Regen oder so weiter. Es gibt ja Supernummern, aber letztendlich muß alles neu arrangiert werden und müssen wir auf unser, auf unsere Besetzung und so wie wir das machen, auf den Style zuschneiden und neu arrangieren. Und das ist alles auch wieder ´ne Arbeit und unser Superarrangeur ist ja leider im Himmel jetzt, der Carsten, der das wunderbar gemacht hat und das war so sein Vermächtnis und ich möchte das schon beibehalten so.
Hans-Christoph: Man kann schon mal gucken, aber - wenn´s passt, ja.
QUASTER: Ja, ja, wenn´s passt, ja. Und ich habe ja auch neue Nummern schon im Angebot. Da sit so viel Luft nach oben noch. Aber, wie gesagt, wenn - es kann durchaus passieren, das die Band nicht fortzusetzen ist.

Gucken wir mal in die Zukunft, die lange Zukunft, die wir da noch mit Dir haben werden, hoffentlich (Gelächter)

- Du hattest bereits für´s Frühjahr 2018 ein Soloalbum angekündigt. Wieweit bist Du damit heute vorangekommen und wer schreibt die Texte und Melodien?

QUASTER: Na, ´n Soloalbum habe ich nicht angekündigt. Ich habe angekündigt, das ich was produziere und neu mache. Ich werde wahrscheinlich ´ne Single machen und ich werde erstmal ausloten, wie so das Publikum reagiert und so weiter. Und da habe ich ja schon ein paar tolle Ideen und ich werde - eine Nummer heißt zum Beispiel "Ratschlag eines älteren Herren" (Raunen im Publikum) Und diese Nummer, hoffe ich, das sie neugierig macht und die werde ich fertig produzieren. Und dann gibt es noch verschiedene andere, "Wein, Weib und Gesang"

- Du singst oft mit Deiner Tochter im Duett. Das klingt immer gut, muß ich sagen, gefällt mir immer wieder. Nenne uns doch bitte zwei weitere Künstler, die Du Dir in einem Duett vorstellen beziehungsweise wünschen würdest.
QUASTER: Ikzabäisch, ständig im Duett gesungen, zum Schluß mit Claudius, bei, die haben ja auf ihrer Platte, auf den Rocklegenden jetzt, "Alt wie ein Baum" als Reggae gemacht. Da war ich ja jetzt dabei, als sie gespielt haben in Dreseden im Kulturpalast und in Leipzig im Gewandthaus und das haben die Leute sehr dankbar aufgenommen und hat Spaß gemacht. War ganz toll, muß ich sagen. Davor habe ich das mit Frank Schöbel das gesungen, für Frank Schöbel, für die Sendung, die wird gesendet im Novemb - im Dezember. Der hat ja nun 50jähriges Bühnenjubiläum gehabt oder so, vielleicht sogar 60jähriges, weiß ich nicht (lacht). Ja, der ist ja auch sehr sehr vielseitig unterwegs gewesen und ich habe ja die Verbindung mit Schöbel, weil wir ja bei der Uve-Schikora-Combo in 1968, ´67war. Als ich bei den Puhdys ausgestiegen war, war ich mal ´n halbes Jahr oder ´n dreivierteljahr bei der Uve-Schikora-Combo und das war die Hauskapelle von Frank Schöbel und wir haben dann da auch Schlager aufgenommen und sowas alles im Studio. Und da gab es ja früher immer so den Chor, der immer "Muh" und Mäh" gemacht hat. "uuu ääää" und so. Und dieser - dann sind wir dann auf die Idee gekommen, jedenfalls Frank Schöbel hat gesagt: "Passt mal auf, das ist doch Kacke. Das können wir doch selber machen." Dann haben wir die Frank-Uve-Singers gegründet, das waren wir dreie, Frank Schöbel, Uve Schikora und icke. Und wir haben dann immer "Muuh" und Määh" gemacht. (Gelächter) Und das hatte bedeutet: 60 Ostmark brutto und 48 ausgezahlt - also pro Spur, (lacht) - pro man. (Gelächter) Also, so´n Titel hatte schlanke, wenn ich was gesungen hatte damals, hat schlanke 100 Mark gebracht. War ein tierischer Preis.
Hans-Christoph:War´n geiler Stundenlohn (Gelächter)

- Gibt es noch einen Traum, den Du Dir privat oder musikalisch noch erfüllen möchtest?
QUASTER: Naja, die habe ich mir ja schon erfüllt. Ich finde ja, eigentlich die beste Geschichte, die ich habe, ist leider noch nicht so in aller Munde. Ist diese Sache "Ich bereue nichts" und ich finde, das entwickelt sich immer mehr. Und jetzt bauen wir das ja um zur Mampe-Stube und wir werden dann die Leute praktisch mitnehmen in die Mampe-Stube, in die Kneipe sozusagen, wo dann illustre Gäste an den Wänden zu finden sind und wir werden die dann auch so wie bei Stefan Raab einbinden. Wir haben viel vor in dieser Richtung. Es macht unheilichen Spaß, diese ganze Geschichte und ich werde da auch wieder jung, weil ich da im Prinzip ja mein Leben von Anfang an erzähle und ich erinnere mich dann natürlich auch automatisch da dran und ich freue mich tierisch darüber, das ich das alles dann so darbieten darf (lacht) - jawoll!
Hans-Christoph: Die erste "Mampe-Stube", das können wir hier gleich mal sagen, wird am 12. Januar in der Freiheit 15 in Berlin-Köpenick sein. (Zwischenruf QUASTER: Genau!) Karten gibt´s schon, ich hab´schon. (Gelächter) So, von dem ersten Block, den ich gebildet habe, ich weiß noch nicht, wie wir in der Zeit liegen...
QUASTER unterbricht: Also, Übergang zu Mampe, Mampe, wißt ihr ja, ist, als wir die Präsentation gemacht haben für die Platte hier, für die Live-Platte vom Tivoli, die haben wir ja in der Mampe-Brennerei haben wir die ja gemacht. Wo der Schnaps dann halb und halb hergestellt wird. (Einwurf Hans-Christoph: Den es auch woanders gibt, den ich letztens, als ich in Berlin war, erst wieder zu mir genommen hab´.) Naja, der macht ja ganz gute Schnäpse und der macht jetzt so ´ne Erlebnisbrennerei und das ist ganz easy da. Und der hilft uns dann auch, der ist dann auch dabei. Er ist übrigens Ober und zapft das Bier dann in dieser Mampe-Stube - virtuell. (Gelächter)

Von dem ersten Block, den ich gebildet habe, das letzte Kapitel: Lieblings -Punkt, Punkt, Punkt. Ich habe jetzt hier vier Fragen und dann hätte ich jetzt gerne jeweils EINE Antwort dazu:

- Lieblings-Puhdys-Kollege? Da kommen wir, glaube, alle nicht drauf (lacht)
QUASTER: Na, Bimbo. (Gelächter, Applaus)

- Lieblings-Serie oder -Film?
QUASTER: Lieblingsserie oder -film... Meine Tochter würde jetzt spontan sofort "Walking dead" sagen. (Gelächter) Aber, wenn ich daran denke, ich gucke ja so gut wie garkein Fernsehen und es gibt Serien und sowas, so was gucke ich nicht. (Einwurf Hans-Christoph: Du machst Musik. Gut.) Naja, spontan, immer, ja gucken wir, wenn es dann abends so zehne, halb elfe ist und dann man dazu kommt, sich hinzusetzen, naja, dann gucken wir irgendetwas, was da gerade läuft, das ich nur die Ruhe habe. Und ich versuche aber immer ständig auch, mir auf jeden Fall mal die Tagesthemen und die Nachrichten anzugucken. (Einwurf Hans-Christopf: Aber kein Film und keine Serie (Gelächter) Wenn ich mir das immer angucke, aber wir haben ja glücklicherweise ein, zwei, drei, vier Fernseher. (H-C: Für jedes Auge eins) Da kann sich jeder selber betätigen.

_ Lieblingsband oder -musiker?
QUASTER: Ach, da gibts ´n Haufen, da gibts ´n Haufen. Also, Steve Lukather als Gitarrist - ist für mich natürlich mit das Beste, was es gibt. Oder meinst Du jetzt: Aus dem Ostzonenbereich? (Hans-Christoph: Generell, würde ich denken. Die Frage ist eigentlich allgemein.) Generell: Naja, es gibt ganz tolle Musiker, unheimlich viele davon. Also, das kann man garnicht so sagen und jeder hat so sein Ding, David Gilmour - aber jeder hat so seinen Style, seinen - je nachdem, was man so liebt oder in welcher Stimmung man gerade ist. Da gibt es dann die passende Musik dazu. Chris Rea fand ich auch geil, als Zweitgitarre - Also, es gibt schon, es gibt tolle Leute, ja, was soll ich sagen? So viel, daß man das nicht aufzählen kann. Ich bin da nicht so festgelegt.

- Gut. Und das letzte "antiseige" (??)- Lieblingsessen und -trinken?
QUASTER: Ohmmmpfff, Essen und Trinken also, das ist ja auch immer anders. Wir sind jetzt bei Gin tonic gelandet (Gelächter), wenn wir mal () sind, und mal ´n Bier, wenn man Durst hat. Aber ansonsten, ansonsten - Essen: Kartoffelpuffer mach ich mir mal immer alleine. Die ess ich dann ohne alles. Und schön knusprig.

Hans Christoph berät sich kurz mit dem Quaster-Fanclubchef Micahel Novy über den Zeitrahmen.
QUASTER: Mach Block zwei.
Hans-Christoph: Ich hatte extra die Fragen durchgeguckt und habe die, die besonders interessant erschienen, auch voran genommen. - Ein Hocker wird für Quaster hingestellt. Unter Gelächter:
Hans-Christoph: Na siehste, nach ´ner Stunde müssen sich Männer über 70 setzen.
QUASTER: Nee, is´ja hier gleich vorbei, Aber, ich fahre ja, ich sitze ja die ganze 2 Stunden im Auto und da muß ich mich jetzt nicht hinsetzen.

- "Ich bereue nichts" - Oder gibt es doch etwas zu bereuen oder zu vergessen?

QUASTER: Nee, ich habe ja nie berechnend gehandelt. Ich habe ja immer so gehandelt, wie ich gefühlt habe. Und war alles ok, war - wenn ich jetzt - was soll ich bereuen? Ich habe gelebt unhd wenn man lebt, da sollte man eher doch nichts bereuen. (Applaus)

- Gibt es Songs, die Dir zum Hals ´raushängen?

QUASTER: Eigentlich auch nicht. Ich bin da völlig entspannt. Es gibt natürlich Lieder, die ich lieber spiele, manchmal das oder das und man-meistens sind so viele neue Sachen oder, oder man entdeckt wieder - also, ich, kann ich auch nicht sagen, das da irgendwas besonders hervorsteht, ich mach´alles gerne. Ich mach´gerne Musik, woll´n wir mal so sagen, ja. Und singe auch gerne und versuche das so gut zu machen, wie es irgend geht. (Applaus)

- Was machst Du in den letzten zehn Minuten vor einer Show? Gibt es da ein Ritual?

QUASTER: Nee, eigentlich nicht. Ich renne irgendwo hinter der Bühne rum, nicht versumpfend, kommt drauf an, also, wenn, so wie gestern, also da ist, da war die Anspannung so groß, weil - aber - pff, gut. Das ist jetzt ´ne andere Geschichte, ich hab´gedacht, die Kurzprobe da, ich hab´ gedacht, hoffentlich funktioniert alles. Und, ist ja auch sehr xxxxxxxxxxx auf Bitten des Fragestellers gestrichen) gewesen (lacht) Aber, aber gut, was soll ich sagen, da bin ich dann doch ein bischen in mich gekehrt.

Zwei Fragen mache ich noch:

- Welche Gäste sind noch für Deine Tour geplant? QAUSTER: Für welche Tour? Hans-Christoph: Ja, da können wir beide nehmen. Aber die, die häufiger stattfindet, ist ja Deine "Ich bereue nichts"

QUASTER: Die "Ich bereue nichts". Und da werden wir jetzt anfangen, auch die Gästeliste ein bischen auszubreiten. Wir müssen aber erstmal dieses - wir müssen erstmal dieses Konzept erstmal platzieren, sodaß da wirklich auch Leute hinkommen, das sie sich freuen, da zu sein, das sie mitmachen und so. Wir müssen da dieses Konzept erstmal soweit auf´n - auf´n - nach vorne bringen und deswegen kann man das so ohne weiteres noch garnicht machen. Weil es bedeutet ja auch immer: Jeder Gast bedarf ja einer immensen Vorbereitung. Ich muß ja - der muß ja eine Geschichte haben, wir brauchen Bilder von dem, ich brauche möglichst ´nen kleinen Film von dem, was man den Leuten dann auf der Videowall zeigen kann, damit es nicht langweilig wird. Wenn da wirklich nur ein Bild ist, dann ist das nur ein Gespräch irgendwie so. Naja, das kann auch interessant sein. Aber es muß immer was auf dieser Videowall passieren. Die Videowall hat ja ´ne bestimmte Größe und die Bilder, die alle sind, die müssen dann angepasst werden, die müssen konvertiert werden indieses Format. Sonst hast Du nachher auf dieser Riesenleinwand (zeigt mit den Armen) irgendwo in der Mitte so ein kleines Bild. Das sieht ja auch Sch... aus. Deswegen ist es so, das wir da - das es immer sehr schwer ist, das nun so auf Vordermann zu bringen, das es, das es läuft. Und jetzt ist es erstmal so, das wir natürlich Freund Bimbo dabei haben. Das hat den Vorteil, wir können diese Puhdyssachen hintenraus machen. Das müssten wir ja dann alles neu proben, neu üben mit jedem, der da ist. Wir müssten dieses Konzept aufwändig bearbeiten. Mal sehn, wie wir es machen, aber wir sind im Prinzip noch in der Aufbauphase, sodas das alles - Aber wir denken, mit der Mampe-Stube kriegen wir das jetzt schon ganz gut, da sind die Ideen, die gehen schon in die richtige Richtung.

Zum Schluß

- Was soll einmal nach Deiner Karriere über Dich zu lesen sein?

QUASTER: Och - das entscheiden andere. (Gelächter) Hans-Christoph: So wird´s wahrscheinlich sein. Besonderen Wunsch, was Du selber hättest lesen wollen?
QUASTER: Kascher (Bild-Zeitung) würde schreiben: Quaster verkauft Maschine (Gelächter)

- Quaster, ich danke Dir für die Antworten.

Andreas

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#2

RE: QUASTER im Interview mit dem Fanclub am 19.11.2017

in Quaster: Soloprojekt - Ich bereue nichts 26.11.2017 20:11
von Puhdy6 | 5.184 Beiträge | 11135 Punkte

Danke Andreas,
hast Du das etwa alles selbst aufgeschrieben?


Nichts bleibt für die Ewigkeit, alles hat seine Zeit!

Puhdys-Forum auf Facebook: https://www.facebook.com/groups/526925600653933/
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#3

RE: QUASTER im Interview mit dem Fanclub am 19.11.2017

in Quaster: Soloprojekt - Ich bereue nichts 27.11.2017 00:50
von anhi1962 | 2.262 Beiträge | 4833 Punkte

Meine Sekretärin hat Urlaub...

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#4

RE: QUASTER im Interview mit dem Fanclub am 19.11.2017

in Quaster: Soloprojekt - Ich bereue nichts 27.11.2017 07:50
von julius van anderbach | 1.040 Beiträge | 2176 Punkte

Lieber andreas, herzlichen dank für das schreiben des QUASTER Interview . Ich bin echt geplättet, das du dir da soviel zeit genommen hast. Danke nochmal.

lg julius

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#5

RE: QUASTER im Interview mit dem Fanclub am 19.11.2017

in Quaster: Soloprojekt - Ich bereue nichts 27.11.2017 19:43
von Dieter | 775 Beiträge | 1561 Punkte

Wie kann man denn zu so einem wichtigen Termin die Sekretärin in den Urlaub lassen
Danke für den umfangreichen Bericht.
Dieter

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#6

RE: QUASTER im Interview mit dem Fanclub am 19.11.2017

in Quaster: Soloprojekt - Ich bereue nichts 04.12.2017 12:11
von anhi1962 | 2.262 Beiträge | 4833 Punkte

Hier nun das komplette Interview zum Ansehen:


Andreas

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#7

RE: QUASTER im Interview mit dem Fanclub am 19.11.2017

in Quaster: Soloprojekt - Ich bereue nichts 05.12.2017 20:39
von ove | 639 Beiträge | 1247 Punkte

Der Text war schon interessant, jetzt auch das Video. Abschrift und Video 1:1 - Kompliment für die Arbeit. Hat bestimmt n halben Tag in Anspruch genommen.

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