#1

Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 11:01
von Kundi (gelöscht)
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Der "Anker" in Leipzig war gestern total ausverkauft. Freunde,Musikerkollegen und Fans feierten gemeinsam mit einem grandiosen Konzert "Cäsar" Peter Gläsers 60. Geburtstag.Cäsars schönste Lieder erklangen in einem ca.3 Stunden dauernden Konzert.Auf der Leinwand wurden zeitweise auch Fotos und Filmausschnitte von Cäsar eingeblendet.
Die Liste der Künstler auf der Bühne war lang und spricht eigentlich schon für sich:

- Angelika Mann
- die SpielerBigBand
- Cäsars Söhne
- Oschek und Hans Graf(Karussell)
- Renft
- Boddi Bodag(Engerling)
- Dirk Zöllner
- Big Joe Stolle
- Burghard Kühn(Blank)
- Bernd Fleischer
- Dirk Michaelis

Weitere Musiker waren im Publikum, zum Beispiel Reinhard Fißler, Larry B. von der SCM, Tobi Hillig.
Die "Lütte" Angelika Mann hat die Veranstaltung feinfühlig und mit der ihr eigenen Herzlichkeit ganz hervorragend moderiert.
Jetzt erstmal die ersten Bilder von der "Lütten", sowie der SpielerBigBand mit Burghard Kühn und Bernd Fleischer.
Angefügte Bilder:
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#2

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 11:50
von Kundi (gelöscht)
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...weitere Fotos unter anderem von "Oschek" Reinhard Huth und Hans Graf,Marcus Schloussen, Dirk Michaelis
Angefügte Bilder:
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#3

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 12:15
von Kundi (gelöscht)
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...Fotos u.a. Big Joe Stolle,"Boddi" Wolfram Bodag, Spieler-Bassist Volkmar Große,
Angefügte Bilder:
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#4

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 12:49
von Kundi (gelöscht)
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RENFT auf Cäsars Geburtstagskonzert

---später mehr---
Angefügte Bilder:
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#5

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 13:05
von Lissi (gelöscht)
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Ich durfte gestern auch auf dem Konzert dabei sein...,es war ein gelungener Abend fand ich mit einer breiten Palette von Cäsars Liedern.Emotional war natürlich der Abschluß des Konzertes, da sind auch die ein oder anderen Tränen bei mir geflossen...
Berichte schreiben sicher unsere Profis noch darüber, die können das besser als ich.

Lissi

ein paar Bilder auch von mir
Angefügte Bilder:
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 004.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 012.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 021.jpg
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Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 026.jpg
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Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 034.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 048.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 051.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 061.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 065.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 113.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 116.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 114.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 097.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 086.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 089.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 106.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 092.jpg
Cäsars Geburtstag am 07.01.2009 im Anker Leipzig 050.jpg
Eintrittskarte am 07.01.2009.jpg
zuletzt bearbeitet 08.01.2009 13:22 | nach oben springen

#6

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 13:14
von Bernd (gelöscht)
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Mit großer Spannung warten wir auf die Berichte von gestern. Danke Euch schon mal vorab für die Bilder! Top Besetzungen der Künstlerliste!

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#7

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 13:41
von Kundi (gelöscht)
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Bilder u.a. Dirk Zöllner + Finale
Angefügte Bilder:
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#8

Eine Gruß aus dem "Anker" für CÄSAR zum 60sten

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 15:22
von HH aus EE (gelöscht)
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Lieber CÄSAR,

wieder stehe ich im „ANKER“, reichlich zwei Jahre nach dem Gedenkkonzert für Klaus „Jenni“ Renft, der meinte, daß wir auf seinem Grab tanzen sollten. Damals war ich das erste Mal überhaupt hier und es tat weh im Herzen.

Jetzt bin ich wieder an diesem Ort und stehe, wie so oft in den letzten zwei Jahren, etwa in der zweiten, dritten Reihe gegenüber dem Mikro, vor dem Du immer mit Deiner Gitarre standest. Es ist heute die Party zu Deinem 60. Geburtstag und alle sind sie gekommen: Ich treffe Tamara und Achim aus Köthen, KUO und Rita aus (Agfa)Wolfen, irgendwo sind Dietmar und RüLü mit ihren Kameras. Neben mir steht die blonde Petra aus Berlin sowie Sabine und Andreas aus Cottbus auf der anderen Seite. Mein Freund "Wodka" ist extra aus Aschaffenburg angereist. Kundi ist gekommen und wo der auftaucht, sind auch Lissi und Mary nicht weit. Auch Reinhard Fißler ist unter den Anwesenden.

Mir ist, als könnte ich Deinen Blick spüren. Irgendwo von da oben, von der Galerie vielleicht, beobachtest Du mit Deinem stillen Lächeln das Geschehen und möchtest eigentlich mit da unten auf der Bühne stehen. Doch es wird heute anders sein als sonst, aber auch wieder nicht, denn solange wir noch da sind, wird diese Hütte auch immer wieder voll werden! Das machen wir Dir zu Ehren, sicher, aber ich tu es auch, weil ich diese Deine Musik zum Leben brauche wie Luft, Wasser und Liebe.

Denen da auf der Bühne, die in den nahezu drei Stunden Deine Lieder singen und spielen, scheint es ebenso zu gehen. Noch einmal lassen Deine (Mit)Spieler ihre Instrumente und Stimmen gemeinsam mit Dir erklingen. „Wie’s nie kommt kommts“ singt Dein Freund Burghard und Bernd Fleischer fügt Dein wuchtiges „Hallelujah“ hinten an.

Karussell-Erinnerungen werden lebendig, als Oschek die Geschichten von „Mac Donald“ und vom „Gelben Mond“ erzählt und Dein Sohn Robert im ganz eigenen Stil „Nämlich bin ich glücklich“ singt. Da schweifen meine Gedanken weit zurück, damals, als auch noch Claus Winter mit seinem Bass neben Dir auf der Bühne stand - was hab’ ich da für einen Kloß im Hals!

Wenn man traurig wird, hilft der Blues. Den gibt’s reichlich auf die Ohren und damit auch wieder Episoden von Dir, erzählt von Burghard („Hallo, Mr. Biedermann“) und dem Blues-Urgestein Big Joe Stolle, der sich „Whisky“ und „Mein Bruder Blues“ ausgesucht hat, zwei Gefährten, die auch er ganz gut kennt. Dieser Blues geht in den Bauch und in die Beine und hunderte begeisterte Stimmen im Saal antworten, als „Boddi“ Bodag fragt: „Geht es dir gut?“ Klar doch, wenn der „Mitternachtsblues“ den Saal rockt und die schweißwarme Luft die Kälte vergessen läßt.

Wer CÄSAR sagt, meint oft RENFT und wenn einer von „Mama“ singt, kann das nur Monster sein. Schön Alter, daß du da oben stehst und uns den „Wandersmann“ machst und uns die „Flüsse und Tränen (fort in’s Weltmeer)“ singst, endlich auch wieder live. Da ist sie wieder und immer noch, diese Urgewalt an Stimme und die Macht der Gefühle – zwei Legenden, RENFT und CÄSAR, aber ein Gedanke: „Ich und der Rock“.

Immer wenn ich „Besinnung“ höre, werden mir die Knie weich und die Augen feucht. Mensch, Robert und Moritz, das war hart an der Gefühlsgrenze und es muß schon ein besonderer Moment sein, wenn Grauhaarige weinen. Da passen „Cäsar’s Blues“ und der „Baggerführer Willi“ ganz gut, um sich wieder emotional aufzurappeln und Dirk Zöllner ist auch der richtige Typ dafür.

Ich habe nicht nachgezählt, wie viele Musiker und fleißige Helfer, allen voran Simone Dake, diese Stunden gestaltet haben, auch wenn die „Lütte“ sie alle genannt und den Abend in ihrer ureigenen Berlinerischen Art bewegend moderiert hat. Es ist schon etwas besonderes, eine solche Musikantenfamilie zu erleben, in ihren Gedanken und Gefühlen eins mit uns, die wir in den „Anker“ gepilgert sind. Dennoch würde ich mich gern Volkmar anschließen, als er gleich zu Beginn sagte: „Ich wollte schon immer singen, aber ich hätte lieber darauf verzichtet.“

Als das Flöten-Intro die „Rose“ ankündigt, sind meine Gefühle nackt und wie ich mit meinen feuchten Augen noch erhaschen kann, bin ich damit nicht allein. Die Bilder auf der Leinwand erzählen noch einmal aus Deinem Leben und als die Hände nicht mehr klatschen, können sie die Stille fassen - auf der Bühne, im Saal, auf der Galerie, überall.
Jetzt würdest Du 60 sein und ich könnte Dir, wie ich es versprochen habe, einen „Apfeltraum“ in Dur singen. Ich hab’s getan, Cäsar, gemeinsam mit vielen Freunden und Weggefährten und leider auch in Moll. Ich singe ihn wieder und wider das Vergessen, versprochen!

Da draußen ist Januar im Jahre 2009 und diese Nacht ist arschkalt. Was bin ich froh, mich mit diesem Gefühl der inneren Wärme auf den Weg nach Hause begeben zu können, mit Erinnerungen im Herzen an ein heißes Konzert und an diesen einmaligen und warmherzigen Menschen CÄSAR sowieso. Dieser kalte Januar wird bald vorüber sein, die Erinnerungen verblassen nie!

Seid mir gegrüßt, Ihr Weggefährten!
Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 08.01.2009 17:15 | nach oben springen

#9

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 15:32
von Kundi (gelöscht)
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Gestern nach dem Mittag fuhren Lissi und ich los Richtung Leipzig. Das Autoradio vermeldete Eisregen und Glatteis in der Gegend von Leipzig. Etwas mulmig war mir da schon, aber von unserer Reise abhalten konnten uns diese Botschaften natürlich nicht.Unterwegs wurde das Wetter zeitweise auch zeitweise etwas eklig, aber unser erstes Teilziel erreichten wir pünktlich und schlagartig wurde das Wetter auch besser.Wir parkten am Südfriedhof, kauften ein paar rote Rosen und besuchten Cäsars Grab.Ein paar Minuten später fraf unser Freund Wodka auch dort ein und Lissi und er tranken dann einen kleinen Schluck auf Cäsars Wohl. Ich war ja zu dem Zeitpunkt noch der eingeteilte Kraftfahrer und verzichtete , wie es sich für verantwortungsbewußte Fahrzeuglenker gehört.
Anschließend lieferten wir Wodka an seinem Hotel ab und suchten uns in der Nähe vom "Anker" einen Parkplatz.
Da es ziemlich kalt war, wir auch Hunger und Durst hatten, fielen Lissi und meinereiner erstmal in einer kleinen Kneipe ein. Die Bauernstube befand sich idealerweise schräg gegenüber dem Anker. Es war sehr lustig da, die Wirtin hatte das Herz am richtigen Fleck und bemutterte uns trefflich. Wir haben uns ganz wohl da gefühlt.Ab diesen Zeitpunkt hieß der eingeteilte Kraftfahrer übrigens Lissi.
Gegen 18.00 Uhr machten wir uns auf zum "Anker". Wer stand da am Einlass in Reihe 1? Es war unsere Mary. Wir gesellten uns zu ihr und gegen die Kälte halfen "kluge" Kommentare und etwas von Mary's Marschverpflegung.Später tauchten Wodka, Evi und Hartmut auch am Ort des Ereignisses auf.Der Chef an Einlass hatte ein ganz schön "dickes Fell", denn er musste viele Bemerkungen hauptsächlich von den vorlauten Damen ertragen. Aber der Mann war cool und konterte seinerseits mit witzigen Kommentaren.Der Einlass verzögerte sich etwas, weil alle auf das Signal von Simone Dake warteten.
Irgendwann ging es dann endlich rein und wir hatten sehr gute Plätze vor der Bühne.Zwischenzeitlich trafen auch immer mehr Freunde und Bekannte ein. Unter anderem waren das Petra aus Berlin, Matthias, den wir von einigen MONOKEL-Konzerten und Torsten aus Köthen. kennen. Auch Melli's Vati Dietmar erreichte den Anker rechtzeitig.
Zwischenzeitlich schaute ich mal am Merchandising Stand vorbei, um Tamara und Achim kurz "hallo" zu sagen.
Die beiden hatten vor und nach dem Konzert wirklich alle Hände voll zu tun.
Das Konzert selbst war für mich ein Wechselbad der Gefühle.Wie auf einer Achterbahn sind sie in diesen 3 Stunden mal oben und mal unten gewesen.Besonders in den Momenten, wo man Cäsar auf der Leinwand sah und/oder seine Stimme hörte wurde mir wieder schmerzhaft bewußt, dass er nie mehr selbst auf der Bühne stehen wird und dass er nie mehr bescheiden, freundlich und herzlich mit uns plaudern wird.
Die "Lütte" Angelika Mann führte durch das Programm und das tat die (körperlich)kleine Frau sehr feinfühlig,mit Herzlichkeit und Wärme. Die Frau mit einer der markantesten Stimmen des Ostrocks war gestern ein wahrer Riese auf der Bühne.
Die musikalischen Wegbegleiter von Cäsar waren alle da,angefangen von RENFT über Oschek und Hans von KARUSSELL bis hin zur Spieler BigBand.
Sie spielten und sangen sicher nicht nur uns zur Freude, sondern auch um Cäsar auf ihre Weise zu ehren und wie könnte man das besser als mit Cäsars Liedern?
Ich kann und will heute nicht jedes Lied und jeden Künstler an dieser Stelle ausgiebig beschreiben, verdient hätten sie es aber alle.Sie wran gestern alle Spitze.
Volkmar Große sang zu meiner Freude die "Bauernpolka" wie in besten Spielerzeiten.
Aus Cäsars KARUSSELL-Ära waren "Gelber Mond" und "Mc Donald" mit Oschek zu hören.Cäsars Sohn Robert sang zudem auch noch "Nämlich bin ich glücklich".
"Boddi"Wolfram Bodag und Cäsar spielten 1983 gemeinsam in der legendären AMIGA-Blues Band.Gestern sang "Boddi" Cäsars "Geht es Dir gut".
Robert und Moritz Gläser hatten mit "Besinnung" gemeinsam einen ganz starken Auftritt. Spätestens an dieser Stelle des Konzertes war auch den letzten Leuten im Saal das Besondere an Cäsar und seiner Musik bewußt.Mir ging da jedenfalls auch so Einiges durch den Kopf und ich sah zeitweise nur noch verschwommen.
Das große Finale vereinte dann alle Musiker beim "Apfeltraum" und "Wer die Rose ehrt" auf der Bühne.
Auch Simone Dake erschien auf der Bühne. Was sie hier auf die Beine gestellt hat und wie sie den Abend durchgestanden hat, verdient ( sicherlich nicht nur) meinen Respekt.
DANKE an alle, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben und DANKE an die anwesende Foren-"Bande" für diesen unvergeßlichen Abend. Solange es "Verrückte" wie Mary,Lissi,Evi,Hartmut und Wodka gibt, mindestens so lange wird Cäsar und seine Musik nicht vergessen werden. Wie hieß so passend CÄsars im Jahr 2005 erschienene CD? Genau, sie hieß "Zeitlos".

Gruß Kundi
zuletzt bearbeitet 08.01.2009 21:02 | nach oben springen

#10

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 15:33
von HH aus EE (gelöscht)
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Ein Abend, dessen Emotionen sich tief unter der Haut eingegraben haben und auf den ich dennoch auch liebend gern verzichtet hätte. Mir fehlen eigentlich die Worte und die, die ich gefunden habe, sind unter einem neuen Thema zum Nachlesen eingestellt. Schaut einfach hin.

Einen DANK an alle, die diesen Abend realisiert haben, ganz besonders an Simone Dake. Meine Hochachtung vor der organisatorischen und gestalterischen Leistung und davor, wie sie diesen Abend bewältigt hat. Kompliment!

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#11

RE: Eine Gruß aus dem "Anker" für CÄSAR zum 60sten

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 15:39
von Bernd (gelöscht)
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Danke Hartmut, für diesen einfühlsamen Bericht. Sehr emotional, man fühlt regelrecht mit, wie Ihr gestern gemeinsam mit den Weggefährten den 60. Geburtstag des unvergessenen Musiker gefeiert habt. Und Erinnerungen an einen großen Musiker kann man nicht besser würdigen, als mit seiner MUSIK. Sie lebt ihn uns weiter, ein besseres Erinnern kann es nicht geben.

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#12

RE: Das Konzert zu Cäsars 60. Geburtstag 07.01.09 Leipzig

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 19:03
von Mary (gelöscht)
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Ein Abend, nein für mich eigentlich ein ganzer Tag, voller Emotionen rund um Cäsar... Das so in Worte zu fassen, wie ich es fühlte, fällt mir schwer. Aber es kommen noch einige Zeilen dazu - versprochen...
Hier erst einmal einige Fotos, wobei Kundi ja da auch schon sehr fleißig war und fast alles gezeigt hat.
Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 08.01.2009 19:15 | nach oben springen

#13

Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 19:33
von Wodka (gelöscht)
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Besinnung ....

... wohl jeder erlebt das anders. Bei mir begann das Besinnen am Dienstagabend, als mir einfiel, du wolltest doch die Eintrittskarte für Morgen suchen, irgendwo muss die liegen. Ich brauchte eine gute Stunde bis ich den Umschlag fand. Sonst suche ich das Zeug immer kurz vor dem losfahren zusammen, dieses Mal besann ich mich beizeiten ....

So konnte ich am Morgen des 07.01. ganz ruhig bleiben und es war viel Zeit ein wenig in sich zu gehen und sich zu besinnen. Nebenbei packte ich den Rest ein, 2 Flaschen Dornfelder, 1 Flasche Portwein, ein „paar“ CDs und DVDs als Mitbringsel für liebe Freunde, die Hauslatschen, na eben die Grundausstattung für eine weite Reise in ein „anderes Land“, eine Reise der Besinnung. Auch besann ich mich darauf, es ist kalt, saukalt, und so war die „Studentenkutte“ wohl nicht das richtige Kleidungsstück, zumal ich die seit einiger Zeit nicht mehr zumachen kann, wenn das Fell drinnen ist, muss wohl eingegangen sein ... Also erinnerte mich irgendwo im Schrank hängt so eine komische Jacke, ich dachte immer, es ist so ein Skiding, man belehrte mich aber es sei eine Seglerjacke oder so was. Jedenfalls ist das Ding warm und ausnahmsweise habe ich auch ein paar hohe Schuhe vorgekramt ....

Also gut gerüstet ging es zum Bahnhof, da gab es die erste Panne, der Geldautomat sagte, nein von mir bekommst Du nichts. Na dann eben nicht Du blödes Ding ... Schlimmer war dann schon, dass ich die Fahrkarte seit meiner letzten traurigen Fahrt nach Leipzig noch in der Geldbörse hatte, oh Mann hatte die gelitten! Der Kollege Fahrkartenknipser hatte ein einsehen mit mir und meinte, geht doch noch ... So fuhr ich also erst einmal von Unterfranken nach Hessen. In Frankfurt dann ein kurzer Aufenthalt, also ein neuer Versuch am Finanzspucker, diesmal klappte es, und schnell noch 3 rote Rosen geholt, dann war es auch schon Zeit einzusteigen in den Zug der Besinnung. Nur erst einmal musste ich feststellen, an allen Plätzen wo da keiner saß stand „Reserviert“ aber davon lässt ein großer Mensch sich ja nicht abhalten ... Und so ging es los! Nachdem der Zug die „innerdeutsche Grenze“ überquert hatte, ich also das Land Hessen verlassen und in Thüringen eingetroffen war, begann der nächste Teil der Besinnung, ich begab mich in den Speisewagen um bei ein paar Bierchen mich auf den schweren Weg vorzubereiten, und weil ich inzwischen auch ein leeres Gefühl über der Gürtellinie hatte, schob ich zwischen zwei Bierchen schnell auch noch eine Currywurst rein. Irgendwann war dann auch Thüringen zu Ende, Sachsen begann, und der Zug fuhr im Leipziger Hauptbahnhof ein.

Aussteigen und erst einmal in das Raucherquadrat, es waren ja ein paar Stunden Fahrt ... Und dann zum Taxistand und auf zum Südfriedhof. Da löhnte ich dann, stieg aus dem Taxi, nahm das Gepäck auf und schleppte mich zur Trauerhalle. Hier begann nun mein eigentlicher Weg der Besinnung, ich folgte dem Weg, den wir damals gemeinsam gegangen waren, mit feuchten Augen, untergehängt, oder wie man sagt, einem Sarg folgend. Also sah so anders aus, es war weiß, aber ich ging unbeirrt einem Gefühl folgend den Weg. In diesen Minuten gingen mir viele Gedanken durch den Kopf, bildeten sich Bilder vor meinen Augen und verschwammen schnell wieder. Auch schwankte ich einmal, bist du auf dem rechten Weg? Aber da sah ich weiter vorne zwei Gestalten sich dunkel vom weißen Hintergrund abhebend und der Schritt wurde wieder fester. Da waren sie, Freunde auch in den schwersten Stunden, am Pavillon standen Lissi und Kundi. Eine kurze Umarmung und dann gemeinsam die letzten Schritte zum Grab. Kundi nahm seine Mütze ab, aber Junge .... Während Lissi das Verpackungspapier wegtrug trennte ich den Strauß Rosen und legte sie einzeln nieder, eine von Martin, eine von Silvia, eine von mir!

Ich weiß ja, ich bin oft eine andere Art von Mensch, ich weiß es ja! Also habe ich dann erst einmal den Portwein aus der Tasche geholt, aufgemacht und einen kräftigen Schluck getrunken, nein nicht auf die Gesundheit des Geburtstagskindes wie man das sonst so macht, nein darauf, dass es da unten ihm nicht zu kalt sein möge! (Cäsar ging mit seinem Alkoholproblem ja sehr offen um, ich nicht! Ich weiß, ich saufe zuviel, aber meine Ärzte sagen immer noch, nein Sie haben noch kein Alkoholproblem ... Da am Grab habe ich auch darüber nachgedacht!) Ich gab aber auch Lissi einen Schluck, na ja, zwei waren es, ab. Und wir standen da noch längere Zeit, meine wirklichen Gedanken und Gefühle an diesem Ort der Besinnung, versteckte ich, wie kann es anders sein, hinter ein paar blöden Bemerkungen ....

Langsam wurden die Zehen kalt, die Freunde überzeugten mich, komm fahre mit uns, wir müssen da ja einen Parkplatz suchen. So fuhren wir dann und siehe, da war das Hotel .... Also bin ich ausgestiegen, die Beiden haben weitergesucht, und bin erst mal in die Herberge. An der Rezession ein wirklich hübscher Fratz –lächel-, aufs Zimmer und die nächste Panne .... An alles hatte ich gedacht, nur nicht an einen Korkenzieher! Also mit den Flaschen Hilfe suchend wieder an die Rezession, da hatte nun aber erst einmal andere den Vorrang! Ein Herr begehrte Quartier, erst hätte er ja nicht gewollt, aber nun das Wetter, und so weiter! Na ja, man einigte sich und ein Gitarist namens Piatkowski bekam ein Nachtquartier ... Natürlich nicht ohne blöde Bemerkung von mir als er sagte, Einzelzimmer, kein Problem, ich bin glücklich verheiratet. –lächel- Und mein Flaschenproblem wurde dann auch gelöst, glücklich zog ich mich wieder ins Zimmer zurück und trank ein Fläschchen Dornfelder vom Weingut meines Vertrauens im Gedenken an einen großen Künstler, Menschen, Freund und so weiter.

Langsam wurde es auch Zeit den Weg in Richtung „Anker“ anzutreten ... Und so packte ich Notgetränk, die verbliebenen Mitbringsel und anderes Notwendiges in die Tasche und zog los.

Der „Anker“, eine der Kultstätten des Ostens ... Viele, sehr viele Jahre, war es nun her, dass ich da einmal war! Nun näherte ich mich wieder dem Gebäude, aber aufkommende Besinnung war schnell dahin, sah ich doch am Anfang einer langen Schlange vor dem Einlass Kundi und Lissi ... Und dann war da noch eine, die Mary, die mich wie angekündigt boxte und knutschte ... Nun ich weiß nicht, ein paar lockere Sprüche von mir und die da standen und froren grinsten, warum bin ich immer der Clown .... Und irgendwann erschien auch die große weiße Eminenz, na unser Hartmut, samt Evi und zwei Freunden aus Elsterwerda denke ich, die er mitgeschleppt hatte. „Und wenn man uns auch stehen lies vor dem Tore, die Zeit verging ...“ Irgendwann war es so weit, wir durften ins Warme, Hinweis beim Einlass Garderobe hinten links, Getränke vorne links ...

Also habe ich entgegen sonstiger Verfahrensweise erst einmal diese komische Seglerjacke in der Garderobe untergebracht und dann habe ich Tamara und Achim aufgesucht. Ich kann den Beiden nicht genug danken, sind sie es doch, die mich immer wieder animieren dieses ferne Land aufzusuchen ... Und dann suchte ich die Meute, na ja ganz vorne an der Bühne standen sie. Ein Blick nach oben zeigte uns dann, da in der äußersten Ecke steht ein Bett, Reinhard Fißler ist da. Und da es nun einmal ein Tag der Besinnung war, ich wollte zu ihm. Ein Leidensweg begann ... Da versucht, dort, übers Personal, ohne Bändchen keine Chance! Ich hasse das! Ich bin herumgeirrt, habe nachgedacht, wie, was ....

Ach ja, in der Zwischenzeit gab es nun auch Musik, ich habe mich nicht mehr in die Masse geschlagen .... Ich stand am Rand, hatte nun erhebliche Probleme mit der Gesundheit, konnte kaum noch stehen .... Aber Herr Hartmut hat ja berichtet! So war ich eigentlich ganz froh, als das Ganze zu Ende war, es wurde leerer, ich kam wieder an die Leute ran ... Und die blonde Petra aus Berlin warf mir einen Zettel vom Balkon runter, Reini will Dich sehen ... So kam ich doch noch in seine Nähe, wenn auch einen Herrn, der nach Bändel fragte hinter mir und getrennt durch Brüstung und Wand, aber ich konnte ihm kurz über den Arm streichen. Ich schreibe ihm dann ...

Und dann hatte ich noch eine Diskussion, vollkommen unerwartet, Larry überzeugte mich, doch einmal wieder Stern Combo auf mein Programm zu setzen. Aber der Abend ging zu Ende, Hartmut lud seine „Mitbringsel“ ins Auto und fuhr von dannen, Lissi nahm ihren Bruder und fuhr ihn nach Hause, Mary und ich machten uns auf ins Hotel. Bis um 2.00 Uhr ging es im Anker noch hoch her, um 4 waren auch Mary und ich so weit zu sagen, ab ins Bett! (Na jeder in sein Zimmer, was denkt ihr den schon wieder von uns?)

Um 9.45 Uhr bin ich am Frühstückstisch erschienen. Ein paar der Mitwirkenden des Abends liefen da im Hotel noch rum, Mary und ich haben Tschüss gesagt, ich war noch Kacken, dann zahlen, Taxi zum Bahnhof und ab mit dem Zug zurück in die Heimat! Nein, ich habe nichts mehr gesoffen, ich habe die ganze Zeit etwas getan, was ich längst wollte, immer raus geschoben habe, ich las zum Abschluss dieser Reise der Besinnung nun Cäsars Biografie ...

Sicher, ich bin anders, aber dieser Tag hat viel für mich bedeutet. Ich traf Freunde, ich trank auf Cäsar, na gut, Musik war da auch, und ich habe neue Erkenntnisse gewonnen. Und darauf trink ich nun ein Bier und besinne mich!

Hans

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#14

RE: Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 20:10
von Kundi (gelöscht)
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Lieber Hartmut, lieber Wodka,

eure Berichte sind zwar sehr unterschiedlich, aber beide Berichte sind ganz große Klasse.
Eigentlich wollte ich jetzt ja noch was schreiben und ich tue es auch:
DANKE, liebe Freunde, ihr bereichert mein Leben!

LG Kundi
zuletzt bearbeitet 08.01.2009 20:11 | nach oben springen

#15

RE: Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 21:23
von Bernd (gelöscht)
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Auf Wunsch unserer BesucherInnen gestern in Leipzig hab ich die Beiträge zu einem Thread zusammen gefasst.
zuletzt bearbeitet 08.01.2009 21:24 | nach oben springen

#16

RE: Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 08.01.2009 22:41
von ConnyCity (gelöscht)
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Wie schön und zugleich traurig - sind diese Berichte - von Hartmut, Kundi und Wodka und allen anderen. Jeder auf seine Weise ein wunderbarer Beobachter, Freund der Musik und sowieso....
Ich bedanke mich ganz doll bei allen "Mitstreitern" dieses gestrigen Tages und allen darauffolgenden Stunden...!!! Ich war in Gedanken oft dabei.

Eure unheilige Conny Apostel

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#17

RE: Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 09.01.2009 20:50
von Mary (gelöscht)
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Cäsar…, viele, viele Jahre höre ich schon seine Musik. Anfangs ohne dieser eine allzu große Beachtung zu schenken. Seit mehreren Jahren ist das anders. Als ich ihn dann persönlich kennen lernen konnte, begann ich ihn im Stillen zu verehren, wegen seiner Menschlichkeit, seiner gnadenlosen Offenheit, seinem Lächeln und vor allem wegen seiner Musik, die intensiv gehört, einfach „gigantisch“ ist.
Zum letzten Gang konnte ich ihn nicht begleiten, doch seit bekannt wurde, dass es diese 60. Geburtstags-Party geben soll, wusste ich, dort will ich unbedingt hin! Ich kaufte meine Eintrittskarte, ohne wirklich zu wissen, ob es mir terminlich möglich sein wird, dabei zu sein. Eine gute Entscheidung, der „Anker“ war ausverkauft…

Ich sitze hier, höre Cäsars CD „Zeitlos“ und lasse diesen 07.01.09 noch einmal an mir vorüberziehen.

Ich machte mich mit dem Zug auf nach Leipzig. Eigentlich wollte ich während der Fahrt schlafen, da ich vom Dienst kam, aber ich war viel zu aufgeregt. Auf dem Südfriedhof wollte ich endlich Abschied nehmen und ich würde zusammen mit lieben Freunden bald in den ersten Reihen stehen und Cäsars 60. Geburtstag „feiern“. Ein seltsames Gefühl machte sich in mir breit. Nein, schlafen konnte ich nicht. Ich stülpte mir die Kopfhörer über die Ohren und versank in Cäsar - Musik…, nur einmal gestört vom Zugbegleiter. Der sah mich etwas verwundert an, vielleicht sieht er meine Jahrgänge nicht allzu oft mit diesen „Dingern“ über den Ohren.

Eisige Kälte ließ mich in Leipzig erschauern und als ich an das Warten am Einlass dachte, fror ich gleich noch mehr.
Auf zum Hotel Amadeo, das nahe dem „Anker“ liegt! Zum Glück hatte ich bei der Wahl „Beratung“ von Wodka… Ich hätte sicher am anderen Zipfel von Leipzig gebucht. Mit meiner Rose, die ich für Cäsar etwas verschönt hatte, machte ich mich auf zum Südfriedhof. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, Lissi, Kundi und Wodka würde ich dort nicht mehr treffen. Ich war zu spät. Völlig ahnungslos, wo ich eigentlich hin muss, stapfte ich von dannen. Leipzigs nette Menschen wiesen mir den Weg zum Südfriedhof. Es begann schon zu dämmern, als ich dort ankam. Und nun? Im Blumengeschäft erklärte man mir, wenn auch kaum nachvollziehbar, wo ich hin muss, meinte aber auch gleich, dass ich es sicher nicht finden werde, da alles voller Schnee liegt. Sollte ich umsonst hierher gefahren sein? Der Friedhof völlig verlassen. Ich irrte herum… und fand das Grab.
Ich zog meine Kapuze vom Kopf, legte meine Blume ab und war allein mit meinen Gedanken…
Die Dämmerung schritt voran, ich musste mich sputen, bekam ein leicht mulmiges Gefühl hier zwischen all den Gräbern.

Als ich beim Anker ankam, erwartete ich eine Schlange von Wartenden, aber es war keiner da…, ich war die Erste. Ein Blick in das nächste Lokal, vielleicht sitzen dort bekannte Forengesichter, Fehlanzeige.
Warten, Warten, Warten… bis Kundi und Lissi kamen, Wodka den „Forenschreck“ lernte ich nun auch persönlich kennen, Hartmut war da… Spaß vertrieb uns die Zeit bis es hieß, Einlass.
Wie es sich gehört, wir standen erste Reihe!

Freudige Erwartung, doch als das Konzert begann, hatte ich einen Kloß im Hals, eine riesige Leinwand zeigte Bilder von Cäsar, lächelnd und musizierend, dazu „Steig ein“… und mir wurde noch einmal schmerzlich bewusst, seine Songs wird er nie mehr selbst singen.
Oschek von Karussell, Dirk Zöllner, Monster von Renft, Big Jo Stolle, Robert Gläser, Boddi Bodag von Engerling,…und andere waren hier auf der Bühne, um diesen Part zu übernehmen. Sangen nun jeder auf seine Weise Cäsars Lieder, wie „Gelber Mond“, „Nämlich bin ich glücklich“, Wandersmann“, „Cäsars Blues“, „Baggerführer Willi“, „Geht es Dir gut“ und…
Angelika Mann, die Lütte führte durch das Programm und als alle zusammen auf der Bühne standen und den „Apfeltraum“ sangen, wusste ich, das Konzert geht zu Ende. "Wer die Rose ehrt", instrumental, wühlte mich auf, machte die Augen feucht.
Auf der Leinwand erschien noch einmal Cäsar, plaudernd und lächelnd führte er uns durch ein Blumen- und Pflanzenparadies…
Der Damm brach, ich ließ die Tränen laufen und wie mir ging es Hunderten Fans, die schweigend im Anker standen, zum Schluss dem Titel „Zeitlos“ lauschten und die Fotos auf der Leinwand und den eingeblendeten Lebensweg nur noch verschwommen wahr nahmen…
Cäsar sang, „… ich wünsch uns Zeit…“
Zeit, die er nicht mehr hatte.
Simone Dake, einer zierliche Frau, die über den Verlust ihres Mannes noch lange nicht hinweg sein kann, hat allen Fans einen Abend ermöglicht, der seinesgleichen sucht. Ich kam nicht umhin, mich bei ihr persönlich zu bedanken.

Aufgewühlt standen wir beisammen, …nette Begegnungen holten mich langsam ins Leben zurück… Fotos entstanden, es wurde geplaudert…
Nein, dass wir an seinem Geburtstag hier stehen und trauern, hätte Cäsar niemals gewollt!
Später holte ich meinen bestellten „Cäsar – Kalender“ bei Tamara ab, danke für den Tipp Hartmut, verabschiedete mich von Lissi und Kundi und wanderte mit Hans, dem Wodka zum Hotel.
Dass ich noch bis 4:00 Uhr mit ihm beim Wein sitzen würde und plaudern, wusste ich in dem Augenblick noch nicht…
Von morgens 3:00 Uhr bis morgens 4:00 Uhr ging meine Geburtstagsparty für Cäsar und ich bereue keine Minute!

Dank allen, die das ermöglicht haben, Dank Dir Cäsar für Deine zahlreichen Songs!
Angefügte Bilder:
DSCF2215.jpg
DSCF2294.jpg
DSCF2290.jpg
zuletzt bearbeitet 30.01.2009 17:47 | nach oben springen

#18

RE: Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 11.01.2009 16:37
von Mary (gelöscht)
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Wem es interessiert, hier findet Ihr herrliche Fotos von der Veranstaltung im Anker:

http://picasaweb.google.de/RueLue/60JahreCSar#slideshow

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#19

RE: Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 28.01.2009 20:59
von Mary (gelöscht)
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Mini-Einblick von mir, Zöllner singt "Cäsars Blues"

http://de.youtube.com/watch?v=BIRaOfrJJd8

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#20

RE: Besinnung

in Konzertberichte Ostrock allgemein 28.01.2009 21:23
von ConnyCity (gelöscht)
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Vielen Dank an Mary für die vorherigen Hinweise. Ich freue mich immer über Links, alleine findet man manches doch nicht so, wie man es manchmal möchte. Schön, das man hier immer wieder Leute findet, die solche Tipps geben. Habe mir alles angeschaut und bin begeistert.
So soll es sein...! Danke!
Gruss aus Berlin Conny

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