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06.11.09 „Landüber“ und „Anna Katharina“ Dreikönigskirche Dresden

in Off-Topic 08.11.2009 20:50
von Mary (gelöscht)
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„Musik zwischen den Welten“, eine Konzertreihe zwischen Tradition und Moderne war mein Ziel am 06.11.09, da weite Wege für mich am Freitag nicht in Frage kamen. Wo wäre ich wohl sonst gewesen…? Insider wissen Bescheid.
Es ist die 5. Konzertsaison (von September bis November) dieser Reihe in Dresden, in der Musik zwischen östlicher Tradition und westlicher Perfektion, zwischen südlicher Leidenschaft und nördlicher Melancholie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne vorgestellt wird.
In der Dreikönigskirche in Dresden fand am 06.11. ein Doppelkonzert dieser Veranstaltungsreihe mit „Anna Katharina“ (Schandmaul) und „Landüber“ ( Benny Gerlach „Letzte Instanz“ und Karl Helbig „Röschbandz“) statt.
„Landüber“ habe ich schon mehrmals erlebt, faszinierend, was die beiden mit E-Cello und Saxophon zaubern. Anna Katharina Kränzlein kannte ich bisher nur von „Schandmaul“. Sie ist diplomierte Geigerin und stellte an diesem Abend ihre neue CD „Saitensprung“ vor. Begleitet wurde sie von Michael Ende und Specki T.D., beide „Letzte Instanz“. Eine Mischung, die mich neugierig machte.
Die Kirche ist gut gefüllt. Vielen Besuchern sieht man an, weshalb sie hier sind. Sie tragen „Schandmaul- und Letzte Instanz-T-Shirts“. Erstaunlich, denn die heute zu erwartenden Musik wird weder der einen noch der anderen Band gerecht werden. Gegensätzlicher kann Musik kaum sein und trotzdem, sollte man am Ende erkennen, irgendwo trafen sich die Töne.
Schon das Ambiente dieser Kirche machte Gänsehaut, versetzte mich in freudige Erwartung. Als dann die Töne von „Landüber“ durch die Kirche klangen, ließ ich mich fallen und tragen von den Klängen von Cello und Saxophon. Den anderen Besuchern musste es ähnlich gehen, der Applaus ließ keinen Zweifel daran. Bennis lockere Ansagen wurden, trotz „Sie“ – Form, auch dem jüngeren Publikum gerecht und so schienen es viele mit mir, trotz freudiger Erwartung auf Anna Katharina, zu bedauern, als der Vortrag von „Landüber“ beendet war. Ich mag sie die beiden, die es mit ihren Instrumenten im kalten, herbstlichen November schaffen, das Bild einer Sommerwiese entstehen zu lassen.
Eine Pause folgte, in der die Bühne umgebaut wurde und sich Benni und Karl dem Publikum stellten. Erfreut stellte ich fest, dass viele die CD „Land über“ kauften, die auch ich schon lange mein eigen nenne. Man kann beim Hören wunderbar „abtauchen“ aus dem Alltag…
Specki und Micha kamen den Mittelgang entlang, betraten die Bühne, gefolgt von Anna Katharina, die Geige im Arm, im langen schwarzen Kleid, wunderschön und sexy.
Sie wählte die „Du-Form“ bei ihren Ansagen, fand so sicher schneller den Weg in die jungen Herzen.
Die Geigerin Anna Katharina ist für mich Neuland (Asche auf mein Haupt), ich fühlte mich sofort wohl bei ihrem Geigenspiel. Der Name der CD „Saitensprünge“ lässt schon vermuten, dass es sich dabei um ein Wortspiel handelt und Anna Katharinas Auftritt bestätigte diese Vermutung. In eine Schublade passt diese Musik nicht, gespickt mit Rock, Jazz, Folk und natürlich Klassik, streift sie eigentlich jedes Genre, das möglich ist. "In der Halle des Bergkönigs" entführt in eine Märchenwelt. Anna’s: „Lasst Euch verzaubern…“, kann man wörtlich nehmen. "Captain Islay", dazu erzählt Anna K., sie und ihre Band verbinde nicht nur die Liebe zur Musik, sondern auch zu gutem Whisky. (Staunen im Publikum!) Von Islay, einer schottischen Insel, käme ihrer Meinung nach der beste Whisky. Und genau so klingt die Musik, wild, frisch, ungezähmt und frei…, irisch eben. Titel für Titel zieht mich diese junge, freundliche Geigerin in ihren Bann und ganz tief in mir wünsche ich, die muss ich noch mal erleben. Anna Katharinas Gesang und Spiel mit der Drehleier formen ein Bild von der Vielfältigkeit der Musik auf ihrer CD „Saitensprünge“.
Mit "Hallelujah" entlässt sie die Besucher aus dem Konzertabend. Freundlich und völlig „ohne Schnörkel“ begegnet sie nach der Veranstaltung ihrem Publikum, signiert und stellt sich bereitwillig den gezückten „Digicams“.
Fünf junge Musiker konnte ich an diesem Abend erleben, nicht „zwischen ihren Welten“, sondern MITTENDRIN!
Die Konzertreihe „Musik zwischen den Welten“ soll verbinden, für mich hat sie das hier getan.

zuletzt bearbeitet 08.11.2009 21:27 | nach oben springen


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