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Monsters of Liedermaching am 26.2.10 in Dresden

in Off-Topic 27.02.2010 13:44
von wir 2 (gelöscht)
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Gestern war es endlich wieder so weit, Monsters of Liedermaching kamen nach Dresden!


Sechs Liedermacher zeitgleich auf der Bühne? Im Halbkreis? Zusammen singend, feiernd, rockend? Sicher, aber ist da noch mehr? Die Monsters – ein Faszinosum!

Fred, Burger, Rüdiger, Totte und Labörnski und Pensen haben sich 2003 spontan entschlossen, einfach mal zusammen auf die Bühne zu gehen und zu schauen, was dabei so passiert. Die Folge: Spontane Begeisterung auf beiden Seiten der Bühne, Versechsfachung der Solopower und der Entschluß, eine gemeinsame Tour samt Album zu machen.
Das war 2004.
Seitdem kein Gedanke ans Aufhören. Zahlreiche Festivals und Clubtouren folgten, bis die Frage „Sind wir eigentlich eine Band oder nur mal so gemeinsam unterwegs?“ vollkommen weggespielt war.
Die Monsters of Liedermaching sind eine Band! Eine Band der ganz speziellen Sorte!
Kein Schlagzeug, keine „Vom Bass bis zum Sänger“-Hierarchie, sondern sechs autarke Songwriter- Egomanen in vorderster Front auf allen Bühnen, die sich ihnen bieten.
In ihren Liedern geht es um Weicheier, VW-Golfs, Psychoanalytiker, Zwerge und Betroffenheitssongwettbewerbe, um weinende Frösche, drachentötende Ritter, betrunkene Arbeitnehmer, Hundeaugen verpflanzende Schönheitschirurgen und den Wortschatz von HipHoppern, vor allem aber geht es um eine gute Zeit.
Mit dem Publikum und miteinander! Keine Grenzen. Und wenn der Monsterkühlschrank gefüllt ist, sowieso nicht!
Mal zart mal hart, mal besinnlich, mal befremdlich. Auf jeden Fall extrem unterhaltsam.
Ein Muß sind die Monsters nicht. Aber „müssen“ müssen die Menschen eh schon genug, die Monsters sind für den Willen da: Den Willen, eine gute Zeit zu haben, den Wunsch nach Rock, wie auch Balladen, nach vielseitigen Texten, mal lustig, mal traurig, den Wunsch nach langen Nächten im Kurzweilgewand.
Kurz gesagt: Unverfälschte Liedermaching-Power von „Männern wie uns“ für Leute wie Ihr!

Und wer immer noch mehr erfahren möchte, der liest am besten einfach weiter, denn im folgenden stellen sich die sechs wackeren Recken selbst vor.



Karten gab es seit einer Woche nicht mehr im Vorverkauf, nur noch an der Abendkasse. 19.30Uhr sollte die Abendkasse aufmachen. 18.45Uhr waren wir schon da, aber mit uns eine ganze menge andere Leute. Wir haben noch Karten bekommen, aber viele musten draußen stehen bleiben und hoffte das einige Leute ihre Reservierten Karten doch nicht abholten. Pünktlich 21Uhr gings los, die Groovstation war mehr als sehr gut gefüllt, jeder milimeter wurde genutzt.
Die Stimmung war von der ersten Sekunde an richtig klasse!

Bei den Monsters auf der HP http://www.monstersofliedermaching.de wird immer fleißig ein Tourtagebuch geschrieben, der Flotte Totte war heut schon fleißig, hier sein Bericht vom gestriegen Abend



26.02.2010 Dresden, Groovestation *Ausverkauft*

von Totte

15te Monsters-Tour

Ein Zimmer mit Börnski zu teilen, ist stets ziemlich komfortabel: Er schnarcht und riecht nicht und macht sich überhaupt nichts draus, wenn man schnarcht und riecht. Da schnarchen und riechen aber wirklich nur temporär zu ertragen sind, wache ich lieber auf und dusche. Zwei Probleme schon um 11 Uhr morgens erledigt, so muß ein Tag beginnen.
Der Himmel über Leipzig ist grau, viel anders ist es auch nicht in Dresden. Immerhin schneefrei, das Wetterchaos hat uns auf dieser Tour wirklich verschont. Geli äußerte vor Abfahrt noch den unbedingten Wunsch, unterwegs bei Mc Donalds zu halten, was natürlich wieder mal nicht klappt. Zwischen Wunsch und dessen Erfüllung liegen bei den Monsters immer Stille-Post-Übermittlungsfehler im sechsstelligen Bereich, so landen wir bei Nordsee, etwa zwei Kilometer vor dem nächsten Mc Donalds. Sie trägt das aber mit Fassung.
Die Groove Station erreichen wir ziemlich zeitig, ganz in Ruhe können wir erstmal Veranstalter und Photograf Stefan Böhler begrüßen, Kaffee trinken und uns umschauen. Der Club ist ziemlich schön und liebevoll eingerichtet, einziges Problem heute: Um 23:30 Uhr beginnt im Keller unter der Bühne eine Disco, die ziemlich laut sein wird. Da die Printmedien das Konzert erst für 21:30 Uhr angekündigt haben, kann man sich leicht ausrechnen, um wieviel Zeit unser Konzert schrumpfen müsste, um vom Prollkrach gänzlich unbehelligt aufspielen zu können. Schweren Herzens entscheiden wir uns für den Kompromiß, bereits um 21 Uhr wie auf den Tickets angekündigt anzufangen und die Pause zu verkürzen. Mehr können wir leider nicht machen.
Immer noch viel Zeit bis zum Konzert. Rüdi und ich gehen Batterien kaufen und uns fällt wieder auf, wie schön Dresden gerade in der Neustadt ist.
Back in da club können wir auch schon Claudio in die Arme schließen, der unsere letzten drei Konzerte technisch betreuen wird. Der smoove Hamburger ist in letzter Zeit tourmäßig ziemlich rumgekommen und weiß spannende Anekdoten aus dem Konzertalltag zu berichten.
Wir hingegen: Äh, mhm, ja wir haben auch schon mal gefeiert.
Der Soundcheck verläuft ziemlich problemlos, dann gehen die Kollegen essen, während ich nochmal etwas im Slash-Buch lese: Kann ja sein, daß die Guns'n'Roses riesig wichtig waren, aber unsere Touren scheinen mir doch viel schöner zu sein. Ich hab jedenfalls noch nie den Wunsch verspürt, per Anwalt mit meinen Mitmusikern zu kommunizieren oder Heroin zu spritzen, nur weil sich der Ablauf etwas verzögert.
Zum Einlaß wird schnell klar: Dresden ist ausverkauft. Gut 300 Menschen kriegen wir in den Raum, dennoch stehen noch etwa 50 Menschen ohne Karte da. So sehr mir das für diese Leute leid tut, so cool ist aber auch die Resonanz, de wir mit Sicherheit nicht zuletzt Stefans Engagement zu verdanken haben.
Die Groove Station ist proppenvoll, gar keine Frage, vor derartiger Kulisse kann man nur adrenalinpegelmäßig high gut gelaunt sein. Um Punkt 21 Uhr gehts los.
Und Dresden zeigt sich mal wieder von seiner allerfeinsten Art. Es ist ein tolles Konzert, voller spontaner Momente, so mag ich es am liebsten. Wir schießen uns die Bälle zu und Dresden macht voll mit!
Burger zerschießt versehentlich Börnskis Moti und stiehlt im so die letzte Strophe, aber das macht kaum was, denn insgesamt verläuft der Abend so rund wie kaum was.
Leider setzt tatsächlich sehr zeitig der Discolärm ein, das wummert von unten und gibt den Takt vor. Möglichst charmant bemühen wir uns, den Krach einzubeziehen, das gelingt hoffentlich ganz gut, das Publikum spielt jedenfalls sehr mit und wir sehen eigentlich nur nette, lachende Gesichter.
Da Kartetov unplugged heute unmöglich zu spielen ist, spinnen wir etwas rum und diskutieren on stage kurz über die Frage, ob das Publikum diesmal vielleicht statt stillem Applaus einfach durchgängig so laut wie möglich sein könnte, wir denken 'Nein', da legen die Leute schon los und es entsteht eine unfaßbare Beatlemania-Situation, die uns total von den Socken haut!
Ab-So-Lut gigantisch!
Dresden, Dresden, wie machst du das immer nur? Was für ein Fest!
Im Anschluß an das Konzert lernen wir tatsächlich noch Teddypards Befreier kennen, naturgemäß extrem nette Menschen namens Chris und Cathrin, denen wir nicht genug danken können. Teddypard selbst ist dadurch etwas von der Rolle, klar, solche Situationen sind ja naturgegeben emotional sehr fordernd, jedenfalls raucht er heute überraschend viel und rappt glasig freestyle am laufenden Band.
Dazu muß man sagen, daß wir heute in einer Künstlerwohnung direkt neben der Groove Station wohnen, wo wir ein Homerecordingstudio aufgebaut haben und die ganze Nacht über ziemlich derbes Zeug aufnehmen. Dazu gibt es Bier, Whiskey und Zigaretten vielerlei Art. Es ist eine zauberhafte Atmosphäre und die zieht sich -wie mir berichtet wurde - bis in die frühen Morgenstunden. Ich für meinen Teil bin um etwa 4 Uhr fertig mit mir und der Welt und muß schlafen gehen. Vom Nebenzimmer dröhnt noch diffusester Klang herüber und wird meine Träume bestimmen. Einfach wundervoll. Pah, Guns'n'Roses: Soviel Spaß wie bei uns, da wirkt das Buch wie ein einziges Trauerspiel. Monstern macht Laune! Fakt!


Von mir noch ein paar Fotos

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 27.02.2010 13:49 | nach oben springen

#2

RE: Monsters of Liedermaching am 26.2.10 in Dresden

in Off-Topic 27.02.2010 16:10
von Kundi (gelöscht)
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Mich hat mal wieder die eigene Faulheit ausgebremst... Na gut, ich bin ja auch fast doppelt so alt wie Tina und so eine Arbeitswoche ist für mich ja auch anstrengend, sodass ich den Abend zu Erholungszwecken auf der heimischen Couch verbrachte. Oder ist das ganz einfach gewöhnliche Frühjahrsmüdigkeit bei mir? Irgendwann pack ich auch die Monsters of Liedermaching.
Danke für die Eindrücke.

LG Kundi

zuletzt bearbeitet 27.02.2010 16:12 | nach oben springen


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