Nachdem ich nun einigermaßen wieder bei mir bin, möchte ich mal einige Zeilen zu dem wunderbaren Wochenende schreiben und vor allem, wie es überhaupt dazu kam, dass ich überhaupt dabei war. Es war ein auf und ab mit Hindernissen.
Über die Einladung von Karussell-Fanclub hatte ich mich zwar gefreut, aber da Leipzig nun nicht gerade bei uns um die Ecke liegt, habe ich meine Teilnahme auch gleich abgesagt, ohne groß drüber nachzudenken.
Umso überraschter war ich, als Joe Raschke mich einige Tage später auf Facebook anschrieb mit der Frage, ob wir denn auch kommen würden. Ich habs natürlich verneint, weils halt so weit weg ist. Das Angebot, was er dann machte, fand ich ja fast nicht ablehnbar, er bot uns an, dass wir bei ihnen im Hotel übernachten könnten.
Da dass aber nicht von mir abhängig war, sondern von meiner lieben Bekannten Dorina, die die Fahrerin war, hab ich ihr ne Email geschickt. Sie hatte die Einladung auch bekommen und ebenso wie ich gleich aus ihren Gedanken gelöscht. Sie nannte das dann auch gleich mal ein „unmoralisches“ Angebot und sie guckt es sich mal an, ob das klappen könnte.
Die Freude wandelte sich dann auch bald in Enttäuschung.
Sie hatte kein Problem damit, die lange Strecke zu fahren, aber auf Grund negativer Erfahrungen fährt sie nicht durch Großstädte und das müssen wir, um vom Hotel in Naunhof zur Gaststätte in Leipzig zu kommen.
Schweren Herzens hab ich Joe das dann so mitgeteilt, was er akzeptiert hat, allerdings nicht ohne noch damit um die Ecke zu kommen, dass wir auch vom Hotel nach Leipzig und zurück gefahren werden könnten. Damit waren alle Probleme gelöst und von Dorina kam dann auch als Antwort, ich könne dann schon mal Koffer packen. 
Je näher das Wochenende rückte, desto mehr machte sich die Aufregung bei mir breit und immer die Angst dabei, dass doch noch irgendwas dazwischen kommt.
Wir sind Samstag früh losgefahren und nach 6 Stunden in Naunhof angekommen. Das Hotel machte von außen schon mal einen schönen Eindruck, auch im Herbst, wie schön muss es dann erst im Sommer dort sein. Stefan, den man sonst vom Merch-Stand von Karussell kennt, stand an der Rezeption, gab mir den Schlüssel und sagte uns dann, er nimmt uns dann mit rein, nur zurück müssen wir anders kommen, da er in Leipzig bleibt. Naja, das konnte man ja später noch klären.
Nach einer erfrischenden Dusche haben wir noch ein bischen draußen die Umgebung inspiziert, und dann gings los Richtung Leipzig. Ich muss wohl beim Ankommen etwas suchend geguckt haben, jedenfalls rief mir gleich jemand zu, Anke, ja hier bist du richtig. Ist immer schön, wenn man erkannt wird, man denjenigen aber selbst nicht zuordnen kann.
Es war Helmut von Fanclub und Betreiber der Fanclub-Facebook-Seite.
Schnell angemeldet und rein, nun ging das Plätze-suchen los. Der Tisch, den wir erst ins Auge gefasst hatten, war reserviert. Ein Tisch vor der Bühne war nur von einer Frau und nem Mann besetzt und da kann man ja mal fragen, ob was frei ist und ich dachte mir so, die Frau könnte ja direkt…. Und ja, es war Petra, das war eine schöne Überraschung auf beiden Seiten.
Ich hatte zwar gehofft, dass vielleicht jemand ausm Forum dort ist, aber dass es dann tatsächlich so war, war super. Ich hätte nie damit gerechnet, Petra mal persönlich kennenzulernen, aber manchmal muss man auch Glück haben im Leben.
Besonders gefreut hab ich mich auch, als ich die Bühne sah und klar war, die Band würde auch live spielen.
Da sie auf dem Heimweg an Naunhof vorbei fährt, hat sie angeboten, uns mitzunehmen. Da sie aber ursprünglich nicht so lange bleiben wollte, fiel das weg. Joe kam dann auch bald und begrüßte uns herzlich. Er meinte, die Rückfahrt kriegen wir schon irgendwie hin, da brauchen wir uns keine Sorgen machen.
Zum Ablauf brauch ich ja nicht mehr viel schreiben, das hat Petra ja schon übernommen. Der Cheffe vom Fanclub ist ja gebürtiger Greifswalder, den die Liebe dann in Leipzig gehalten hat. Er ging zwischendurch mit dem Mikro durch die Reihen, um den einen oder anderen zu befragen. Als er auf mich zu kam (war ja sooo klar, als Landsmann/frau), wäre ich gerne irgendwo in nem Loch verschwunden, das mag ich ja mal so gar nicht. Genauso „unangenehm“ war es mir, dass Joe Raschke Dorina und mich in seiner Eröffnungsansprache namentlich erwähnt hat. Ist zwar nicht sooo schlimm, aber soviel Öffentlichkeit möchte ich immer gar nicht.
Da Dorina durch die lange Fahrt verständlicherweise doch ziemlich fertig war, hat sie Petras Angebot dann doch angenommen und ist dann schon etwas früher los. Ich hab mir noch meine Unterschriften auf meinem selbsterstellten Kalender mit Fotos vom Konzert in Göhren (so einen habe ich für die Band auch mitgebracht und Joe übergeben, der sich sehr gefreut hat) eingesammelt, nur Jan, der Bassist hat wieder mal gefehlt.
Nachdem ich dann Joe noch Bescheid gesagt hatte, dass Dorina schon mit Petra weg ist, sagte er , ich kann dann gleich (was gleich auch immer so heißt) mit ihnen im Bandbus mitfahren.
Es war zwar erst etwas beengt, da wir zu viert hinten gesessen haben, da noch Hans Graf und seine Frau und Dorian, der Ersatzbassist noch irgendwo abgesetzt werden mussten.
So schön es auch war, irgendwann mussten wir dann doch aufbrechen. Zurück sind wir dann aber nicht direkt gefahren, sondern haben noch einen Abstecher nach Storkow zur Puhdysausstellung gemacht.
Man, ist das viel geworden, so viel wollte ich gar nicht schreiben.
Zum Schluß gilt mein ganz besonderer Dank noch mal Joe Raschke (für die Einladung ins Hotel) und Dorina (fürs fahren), ohne die beiden ich nie dorthin gekommen wäre und doch ein zwar anstrengendes aber super Wochenende verpasst hätte.