Meine Erlebnisse von Tag der Sachsen muss ich als Fortstetzungsroman bringen, zu viel ist in den letzen 15 Stunden passiert und ich habe heute wenig freie Spitzen.
Fange mal an mit einem besonderen Highlight an.
13.00 Uhr ging geradewegs zur Bühne von RSA / PSR. Ich kam gerade richtig. Soundscheck der Ossis und der Roten Gitarren.
Vor der Bühne waren Sitzplätze mit Gittern abgesperrt. Schnell einen Sekt gekauft und dann wurde der Mut geliefert. Ich hab mich einfach dort in die erste Reihe gesetzt, denn es ist ja glatt Verschwendung von Steuergeldern, wenn da keiner zuguckt.
Einen netten jungen Mann hatte ich gebeten, doch von mir mal ein Foto zu machen.
Und dann betraten sie die Bühne, die Helden meiner Jugendzeit, die "Roten Gitarren". Mein Mann pflegt immer zu lästern "die toten Gitarren",
aber so sah es wahrlich nicht aus. Nie im Leben hatte ich sie live gesehen, vielleicht ist es frühkindliche Prägung, weil wir verschiedene Platten hatten, die sich mangels Auswahl sehr oft auf dem Plattenteller gedreht haben. Einiges hatte ich mir aus Polen mitgebracht. Ich traute meinen Ohren nicht, sie spielten den polnischen Rock - na ja, dachte mal sie machen den Soundcheck, den sie ihn zu Hause auch machen und ich war happy - als sie dann noch "Anna Maria" spielten, war ich glücklich. Und warum musste ich da heulen, ich doofe Kuh??
Die Roten Gitarren wirkten sehr angestrengt und diszipliniert, klaren Ansagen kommen von Seiten des Schlagzeugers, der noch der einzige "Alte" ist.
Hier mal der Erfahrungsaustauch der Trommler - Jerzy erklärt dem Ossi, wies lang geht *g*
Dann war Dirk Michaelis dran, der hatte super Laune und wahrscheinlich extra für den einzigsten Zuhörer "Stilles Dorf" ausgesucht.
Ist mein Lieblingstitel, weil ich auf so einem stillen Dorf wohne.
Dirk überlegte dann, was er als nächstes Soundcheckt , sollte es "Wir sind die Sonne", "Vorn ist das Licht" oder "Anna Maria" sein?
Aber das wärs doch wohl gewesen
Wie toll es war, das alles noch bei strahlendem Sonnenschein erleben zu können, das sollte sich noch zeigen.
Nach einiger Zeit kam der freundliche Knipser auf mich zu und fragte, wo ich eigentlich dazu gehöre. Vor Schreck sagte ich ganz einfach, zum Puhdysforum
- ich durfte bleiben. Wir kamen ins Gespräch und er outete sich als der Organiator der Ostrockgala. Meinen Dank für die tolle Idee konnte ich ich so an den richtigen Mann bringen. Er meinte dann, dass ich danach aber raus müsste, weil die Staatsregierung kommt. Na nichts lieber als das!