#1

Die Hurensöhne, Hans die Geige und Udo Krause in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte Ostrock allgemein 26.09.2010 22:02
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Nun ist schon wieder Sonntag Abend und wir haben dem Mistwetter in der Sauna getrotzt. Von dem wunderschönen Konzert in Ottendorf Okrilla kann ich euch deshalb erst mal nur einige Bildchen zeigen.

Angefügte Bilder:
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Klick mal druff hier:

zuletzt bearbeitet 27.09.2010 20:43 | nach oben springen

#2

RE: Die Hurensöhne, Hans die Geige und Udo Krause in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte Ostrock allgemein 27.09.2010 10:28
von Bimbo (gelöscht)
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Danke Petra, für die ersten Impressionen. Da freut man sich doch gleich doppelt auf das kommende WE, wenn die Jungs ihr Können mal wieder auf Deutschlands größter Ferieninsel unter Beweis stellen . ASC, , die Hurensöhne André & Enrico, sowie Profty werden am Samstag in Ralswiek sein.
Bericht folgt dann selbstverständlich hinterher hier, im Forum.

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#3

RE: Die Hurensöhne, Hans die Geige und Udo Krause in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte Ostrock allgemein 27.09.2010 14:26
von Hurensöhne | 27 Beiträge | 27 Punkte

SZ PRESSEARTIKEL VOM 27.09.


Tosender Beifall für Ostrock im Alten Teichhaus



Die „Hurensöhne“ und Hans die Geige zogen am Sonnabend in Ottendorf das Publikum in ihren Bann.



Enrico und Andre Schelzer – beide 39 Jahre – sind Zwillingsbrüder. Sie wuchsen in einem musikalischen Elternhaus in Aschersleben auf. Dass sie sich heute „Hurensöhne“ nennen, hat ausschließlich mit dem Titelsong der gleichnamigen Silly-LP tun.

Denn zu Ostrock haben beide eine ganz besondere Beziehung. „Mit dieser Musik sind wir aufgewachsen“, erzählen sie in der Pause nach einem langen Soundcheck vor dem Ostrockabend am Wochenende im Alten Teichhaus von Ottendorf-Okrilla. Hier wurden viele Titel des Abendprogramms liebevoll durchgespielt. Schon dabei spürte man ihre Faszination für all die Songs. Sie haben die Musik verinnerlicht. „Schwanenkönig“, „Gewitterregen“, „Der blaue Planet“ schnell merkte man: Karat scheint den „Hurensöhnen“ besonders zu liegen. Schon beim Soundcheck bekam man eine Gänsehaut.

Hommage an Tamara Danz

Als die Hurensöhne ihren Ostrockabend eröffneten, stand dieses Gefühl sofort wieder im Raum. Konzerte im Teichaus sind von einzigartiger Nähe. Hier ist der Sound stets perfekt. Und Textverständlichkeit ist in diesem Rock-Genre wichtig. Sie trägt Atmosphäre.

Wie gebannt hörten die Besucher „König der Welt“. Ein Lied, das Liebe als höchsten gemeinsamen Wert vieler jugendlicher Deutscher in Ost und West erfahrbar macht. Sänger Enrico Schelzer liegt die Stimmlage des viel zu früh verstorbenen Karat-Sängers Herbert Dreilich. Nur bei der Anmoderation zu diesem Song bebt seine Stimme. Für ein paar Sekunden wandte er sich vom Publikum ab. Auch dort rang mancher kurz mit Tränen. Herbert Dreilich ist unvergessen!

Titel mit Brisanz

Auch die verstorbene Silly Frontfrau Tamara Danz bekam ihre Hommage. Mit ihren Liedern eroberte sie Herz und Verstand ihrer Fans. Das macht sie unsterblich. „Am Fenster“ von City wurde wegen der starken lyrischen Akzente frenetisch geliebt. Dieser Song flog, wie es die letzte Textzeile sagt, durch die Welt. In den City-Titel „Wand an Wand“ wurde zu DDR-Zeiten viel Politisches hineininterpretiert – als Mauer-Metapher gedeutet oder als Beschreibung von Wohnungsproblemen. Wer wollte, sah darin auch ein wunderbares Liebeslied. Diese Songs wurden im Kalten Krieg geboren. Wer ihre Erstveröffentlichung miterlebte, hat das Gefühl für ihre Brisanz noch immer abrufbar. Autoren können sich nicht immer aussuchen, wie ihre Arbeiten verstanden werden… Auch die Musik der Puhdys hatte im Programm der Hurensöhne ihre Zeit. Aus dem riesigen Repertoire kamen Songs, die längst zu Ostrock- Standartwerken geworden sind. Das die einmalige „Birr-Stimme“ Stimmbänder fordert wurde im Konzert der „Hurensöhne“ deutlich.

Hans Wintoch, der bekannteste Rockgeiger der DDR, war Special-Guest dieser einzigartigen Veranstaltung. Als „Hans die Geige“ hat er in Ottendorf-Okrilla einen klaren Heimvorteil. Seine Interpretation des Dirk Michaelis Titels „Als ich fortging“ fand großen Beifall. Auch seine Kompositionen sind längst zu musikalischen Ikonen geworden.

Deutsches Kulturgut

„Im zwanzigsten Einheits-Jahr möchte ich diese Musik als ’Deutsches Kulturgut’ verstehen“, brachte es Teichhauswirt Eggi Proschmann auf den Punkt.

Zu diesem Zeitpunkt war der tosende Beifall gerade erst zu Ende gegangen.

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#4

RE: Die Hurensöhne, Hans die Geige und Udo Krause in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte Ostrock allgemein 27.09.2010 20:00
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Den Ecki in Ottendorf besuchen wir mindestens zwei Mal im Jahr - ist es doch der sächsische Heimspielort für Hans die Geige.
Ottendorf Okrilla im alten Teichhaus, das lässt immer etwas ganz Besonderes erahnen. Viele Programme und Titel des Rockgeigers wurden dort erst mal auf Publikumstauglichkeit getestet.
Die Location hat eine treue Schar von Ostrock Stammgästen, die sich inzwischen kennen und Spaß miteinander haben.
Diesmal hatte Ecki die Hurensöhne aus Ilsenburg eingeladen. Wer die Jungs kennt, weiß dass sie so manchen schönen Ostsong wieder Leben einhauchen. Ihr Spezialgebiet sind die 80 ziger und ganz besonders die Herbert Dreilich Zeit von Karat.
Die Jungs rockten wieder das Teichhaus und ein Titel hatte es mir ganz diesmal ganz besonders angetan, das war "Er ist Clown in einem Zirkus", zu dem sie sich Udo Krause zur Verstärkung auf die Bühe holten.

http://www.youtube.com/watch?v=kDgJElKNR2A&hd=1

Ich glaub drei Stunden haben sie ohne Pause gespielt - als ich das erste mal auf die Uhr schaute, war es halb Zwölf.
Richtig entspannt ließ es der Hans diesmal angehen. Er war der Specialguest der Hurensöhne, man kennt und schätzt sich und man hat schon verschiedene Sachen gemeinsam gemacht.
Der Rockgeiger sucht immer wieder nach neuen Wegen und verlässt dabei gern mal eingefahrene Gleise.
Diesmal wurde das altbekannte "Wenn ich dein T-Shirt wär" von Harry Jeske modern aufgepeppt. Die Neueinspielung des T -Shirts auf der Acoustik Strings Connection CD spaltete die Fans in zwei Lager, nämlich die Traditionalisten, die dem alten Fummel nachtrauerten und die Geigenfreunde, denen die moderne Form mit dem Dixieeinschlag gefiel. Ich konnte mich lange nicht so richtig entscheiden. Gestern wurde mir die Wahl leicht gemacht. Hans und Udo mischten beide Songvarianten und was dabei rausgekommen ist, kann ich euch hier mal zeigen:


Tolles Teil, oder?

Ein weiter Höhepunkt des Abends war der ABBA Titel, den Udo meisterlich auf der Gitarre spielte. Man sieht, dass er für diese Art der Musik brennt und so locker hab ich ihn bisher noch nicht spielen sehen.


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zuletzt bearbeitet 27.09.2010 20:46 | nach oben springen


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