#1

DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 21.01.2012 17:27
von HH aus EE (gelöscht)
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Die Seilschaft & Haase live in Dresden

Wenn Du im fiesen Januarregen vor einem in graues Metall gefassten gläsernen Eingangsportal stehst, wird’s kalt. Dieses postmoderne Gefühlsneutrum hat nicht einmal ein Dach. Deshalb steht mitten vor diesen Bauwunder der digitalen Zukunftsschmiede ein Paravan und wir darunter. Endlich drinnen, fällt einem die wuchernde Fortsetzung von Metall und Glas oben, unten, links und rechts auf und der graue Marmor drückt auch bald von unten gegen die Füße. Nur die immer mehr werdenden Menschen und die vor der Bühne wartenden Freunde strahlen Wärme und Herzlichkeit aus. Es ist die Kombination aus beiden, die zum Grübeln anregt:

„Hier bin ich gebor’n, wo die Kühe mager sind, wie das Glück – hier gab es billigen Fusel auf Marken und genau so sehn wir heute aus. - Hier führt mich meine Reise nicht weit aber tief.“ Der das schrieb und lebte, ist tot. Gegangen, ohne „Adieu!“ zu sagen und ohne zu fragen, wer das überhaupt will. Einfach so, vor über zehn Jahren. Beim Gundermann – Tribut in der Columbia - Halle hab’ ich mit vielen geheult und gestern konnte ich wegen der Erinnerungen oft einfach nicht mitsingen. Es sind inzwischen zu viele Gundermänner- und Frauen, die gingen und jeder einzelne war einer zu viel.

In den letzten 20 Jahren bin ich des öfteren vom nördlichen Stattrand Lauchhammers aus in Richtung Lichterfeld, Schacksdorf nach Finsterwalde gefahren. Manchmal auch zurück. Diese Straße durch die Baggerlandschaft öffnet einen weiten Blick über ein riesiges Erdloch. Der geht so weit, da kann man am anderen Ende nicht mal Staupitz oder Rückersdorf sehen. Solche Wunden in der Haut der Erde gibt es hier noch immer viele und ganz früher wehte der Ostwind dreckig dunkle Russpartikel von dort bis hin zu unserer Wäscheleine. Das war alles normal, dachten die meisten, und ließen es geschehen, denn der Blick in die Tagebaue war faszinierender, als die Bedenken, die man auch hätte haben können, sollen, müssen.

Ein historisches Filmporträt vor dem Konzert zeigt Gundermann, auf einem solchen Bagger und der konnte von dort oben sehen, wie er mit dieser Technik die Löcher immer größer werden ließ. Er hat diese Arbeit geliebt und sie hat ihm weh getan. Man sieht ihn mit seinem Moped über die dreckigen Wege durch die Mondlandschaft im Loch zum Arbeitsplatz auf dem Abraumbagger fahren. Manchmal saß er auch unten auf alten Rohren, die vom Dreck und Gift schon angefressen waren und dann philosophierte er mit Blick über die karge Weite und manchmal nahm er zwischen all dem Metall auch die Gitarre in die Hand und auf den Schoß mit der dreckigen Kombi darüber. Als er aus diesem Schmerz und dieser Zerrissenheit die ersten Lieder machte, war er noch immer einer der Kumpels und also auch einer von uns, einer von „Männern, Frauen und Maschinen“. Schon allein deshalb und auch wegen der vielen poetischen Gedanken und wundervollen Melodien, die er uns schenkte, haben wir ihn geliebt, lieben wir ihn noch immer.

Und dann gab es noch diese andere Seite, weil das Leben damals „für Frieden und Sozialismus“ nicht im luftleeren Raum stattfand und das Ideal, daran mitmachen zu können, per se ja nichts schlechtes schien. Man wurde hier geboren, als Menschenkind, und wir haben Mutter, Vater und manchmal auch die Musiklehrerin geliebt. Die Freundin sowieso. Mit dem Nachdenken und der Erfahrung kamen die Erkenntnisse und dann auch oft der Blick weit über den Tagebau und andere Grenzen hinaus. Das haben wir lernen können und auch gemacht. Vielleicht hat Gundi gerade deshalb die Brigade Feuerstein, deren Namen „oben“ nicht gefiel, in „Die Seilschaft“ umbenannt und vielleicht hat dieses Seil genau deshalb über seinen völlig unnützen und gemeinen Tod hinaus gehalten und verbunden. Beim Gundermann – Tribut hatte es gefunkt und wir vor der Bühne haben es damals gespürt und gehofft. Manchmal ist es auch gut, wenn Seilschaften bis in das Heute halten und verbinden und es ist richtig, sich des Vergangenen zu erinnern und das zu bewahren, was uns daraus lieb und wichtig ist. Die Lieder von den Männern, Frauen und Maschinen, die vom Regen, Wind und Schnee und von den Engeln über dem Revier gehören dazu. Es sind viele, die so denken und dieses Foyer stand voll von ihnen und deshalb wurde es auch warm darin.

Zum fünften Mal seit dem Auftritt in der Columbia – Halle steht die Seilschaft wieder auf der Bühne und dann singt Andy tatsächlich gleich zu Beginn „Ist da irgendwer – komm nur herein“. Leise und noch zaghaft begleitet ihn dabei Mario’s Gitarre, doch als der blonde Christian Haase auf die Bühne kommt, beginnt eine stürmische Feier mit vielen schönen und unvergessenen Liedern. „Herzblatt (was bist du so traurig)“ ist eines davon, aber eines, das ich besonders mag, weil man es leise, fröhlich aber auch saufrech singen kann, wie die dralle Schmeide in ihrem engen Lederkleid es in Berlin tat. Das offenbarte die ganze Lebensfreude, die in der Melodie und den Zeilen stecken. Kein Wunder also, dass auch in Dresden wieder „die Uhr geschlachtet“ wurde, gleich zu Beginn, und gemeinsam mit all den anderen stehe ich da vorn und singe mit bei „Hier bin ich gebor’n – hier liegt mein Vater unter der Erde“. So viele unterschiedliche Lebensläufe und doch so viele Gemeinsamkeiten.

Es wird gerockt, gesprungen und gesungen, egal, ob bei der „Grünen Armee“, beim „Rattenkarate“ unten in der Kanalisation oder beim „Frühstück für immer“. So hat es Gundi gemacht und so hätte er es sicher gewollt, wenn seine Lieder erklingen. Da oben tobt die beinahe vollständige Seilschaft mit MARIO FERRARO (Gitarre) und ANDY WIECZOREK (Saxophon & Wistle), mit TINA POWILEIT (am Schlagzeug) und MICHAEL NASS (vor den Tasten). Die Gedanken sind bei Thomas Hergert, der viel zu früh seinen Bass nicht mehr zupfen konnte und für den nun CHRISTOPH FRENZ (Polkaholix) über die Bühne springt. Für den singenden Baggerführer mit Brille und Zopf tanzt nun CHRISTIAN HAASE mit seiner Gitarre über die Bühne und der bleibt dennoch bei jedem Ton immer er selbst, obgleich ich manchmal denke, wo hat der das nur her?
Der Haase steht da vor mir auf dem Podium singt vom „Gras“ und davon, dass es immer wieder wächst, trotz der Sensen, wild und hoch und grün. Der meint das auch „so wie ich und du“ und deshalb gehört er auch genau dorthin auf diese Bühne. Dem kaufe ich die „Brunhilde“ ebenso ab, wie die Momente, in denen er vom „Niemandsland“ singt. Das, was er da singt, stimmt immer noch, denn „hier findet man gebrauchte Schrauben“ und all jene, „die wissen schon, wie’s geht“ und während er das das singt, muss ich leise in mich hinein grinsen, denn auch in meinem Keller stehen haufenweise Schachteln voller Schrauben. Ist das Ossie-Mania und kann man das heilen?

Inzwischen ist es in diesem Stahl- und Glasbehältnis gemütlich, denn nicht nur von den Spots und Schweinwerfern, auch von hunderten tobenden und stampfenden Körpern zwischen Eingang und Bühne ist die Luft warm und feucht geworden. Wer sich im Takt bewegt, so wie die kleine Tina vor mir, der hat genug Platz zum Tanzen und der reicht auch für mich, denn solche wilden Sprünge, die der „Feger aus dem Erzgebirge“ macht, schaffen Platz auch für mich. Im Rhythmus von „Ruhetag“ und „Spricht der Teufel“ versinkt mein Körper und als dann da vorne „Macht ja nünscht“ ertönt, muss ich auch lauthals „und dann kommt Linoleum druff“ mitsingen und siehe da, jetzt tanzen meine Beine von selbst. Es ist die Faszination dieser Musik und die Spielfreude derer dort oben, die ansteckend wirken. Gleich ob „Wenn ich wär“ ertönt oder „Der 7the Samurai“ auszieht, für mich ist das Musik aus dem Volke und von daher Folks-Musik, weil sie dem einfachen Mann vom Maul abgeschaut ist und haufenweise Volks-Weisheiten darin stecken, die noch immer und immer wieder nichts von ihrer Wahrhaftigkeit eingebüßt haben. Kein Wunder also, dass die Stahlkonstruktion bebt und die Scheiben zittern, wenn das Auditorium laut den Refrain mitsingt – „Aber alle oder keiner“ – genau!

Nach zwei Stunden bin ich glücklich, doch wenn sie könnten, würden meine Füße mir den Vogel zeigen. Da unten brennt’s! Doch mein Lieblingslied ist noch nicht erklungen und rings um mich herum und oben, einen Rang höher, toben die Massen und rufen nach Zugaben. Als sich Andy bedankt und ein paar Worte an die Dresdener und die Angereisten richtet, spürt man den Kloß, den er bei jedem Wort verschlucken muss und man sieht die ehrliche Freude in seinen Augen. Also geht der Abend in die nächste Runde und alle singen „Keine Zeit mehr“, textsicher wie ein großer Chor, der auch beim „Engel über dem Revier“ keine Aussetzer hat und „Kann dich nicht mehr leiden“ zum Orkan werden lässt. Was interessieren da brennenden Füße, wenn man fühlt und singt, dieser Abend ist „Einsame Spitze“ und irgendwie ein ganz besonderer Augenblick, den wir erleben. Und dann krieg’ auch ich meinen ganz persönlichen Gruß vom Baggerführer, das Lied, in dem ein „alter Mann vom Straßendienst einen weißen Strich über Land gemalt“ und der „Mond hell wie nie erstrahlt, mit seiner neunen Batterie“. Ja, ich hatte feuchte Augen und hab’ trotzdem laut singen können „der bringt uns sicher nach Haus“. Da lag meine ganze Seele und die vieler anderer drin und so viele Emotionen, dass es reicht, die nächsten dämlichen Sprüche und blöden Bemerkungen da draußen locker zu überstehen.

Als auch dieser Abend langsam müde und spät wurde, haben wir noch leise „Einmal“ mitgesungen und damit noch „Einmal“ ganz direkt an Gundi gedacht, der uns so sehr fehlt, weil viele ehrliche Lieder nicht mehr geschrieben und gesungen wurden. Wir haben den Klängen von „Linda“ gelauscht und uns dann doch verabschieden müssen. Wir hatten alle, die da oben auf der Bühne und wir davor, viel Glück in den Augen, weil wir gerade eine Menge toller Musik gemeinsam gehört und gesungen hatten. Das hätte dem Gundi gefallen und für uns war es einfach nur „ein wundi schöner Abend“, wie meine kleine Freundin Tina sagte. Recht hat sie! Und dann sind wir wieder hinaus in den kalten Nahverkehrstrubel und auf die Pisten, wo zum Glück der „weiße Strich vom alten Mann“ den Weg „Nach Haus“ zeigte, den Betten und dem „Ruhetag“ entgegen. Danke Gundi und keiner ist vergessen, nicht DU, nicht Tamara, nicht Cäsar oder sonst wer, so lange wir noch da sind und die Lieder singen.

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#2

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 21.01.2012 18:11
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Hartmut hat jetzt schon prima erzählt, wie es in Dresden war. Ich fand den Veranstaltungsort genial und zu Kulturzwecken geh ich doch gern mal ins Uni Klinikum.
Die Seilschaft hat wirklich ein Gundermannsches Feuerwerk abgefackelt, dass die Funken nur so gesprüht haben.
Fast drei Stunden ohne Pause und mit bester Spiellaune. Was Andy dort gesagt hat über die Dresdener, das nehm ich ihm ab. Man muss dazu noch feststellen, es war Semper Opernball und die Puhdys haben in der Stadt gespielt. Trotzdem war es voll dort.
Na gut, wen es interessiert - der kann mal hier gucken. Die Seilschaft profitiert echt vom Polkaholix Schwung.

http://youtu.be/3-7IH-WAaYA


Klick mal druff hier:

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#3

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 21.01.2012 21:52
von Peg (gelöscht)
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Freunde, ich wäre gestern so gern in Eurer Mitte gewesen, hab den Konzertbesuch jedoch organisatorisch leider nicht realisieren können. In Gedanken war ich natürlich bei Euch!

Lieber Hartmut, mein Respekt und Bewunderung dafür, nur einige Stunden nach dem Verklingen des letzten Konzert-Tones Deine Gedanken, Gefühle und Beobachtungen zu einem so eindrucksvollen Bericht verschmelzen zu lassen!!! Schön, dass Du dies hier mit uns teilst.
Nein, es braucht keine Fotos, um das Erlebte trotzdem bild- und glaubhaft zu vermitteln. Beobachtungsgabe, Herzblut zwischen den Zeilen und Leidenschaft reichen [zumindest für mich] völlig aus, um auf eine wunderbare musikalische Reise mitgehen zu können...
Das Lesen hat mir unwahrscheinlich Freude bereitet.

Dank dieser mitreißenden Nachlese hab ich eigentlich doch mit Euch singend vor der Bühne gestanden oder getanzt, manchmal still und mit einem Tränchen im Auge den bewegenden, ehrlichen Worten gelauscht, die Spielfreude von Haase & Seilschaft deutlich gefühlt und die Atmosphäre insgesamt auf mich wirken lassen können.

Petra, Dir ebenfalls vielen Dank für den musikalischen Eindruck!

Einfach großartig und Wunderbar!!!!!

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#4

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 21.01.2012 22:43
von wir 2 (gelöscht)
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Ich kann mich den Worten von Hartmut und Petra nur anschliesen! Es war ein sehr schönes Konzert!
Von mir noch ein paar Fotos

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#5

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 21.01.2012 23:22
von Kundi (gelöscht)
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Über 400 Leute kamen zu diesem Konzert ins MTZ des Uni-Klinikums und sie haben ihr Erscheinen sicher nicht bereut.
Die SEILSCHAFT, GUNDI's langjährige Band, ist seit letztem Jahr wieder auf Tour. Für GUNDERMANN-Fans wurde ein lang gehegter Traum wahr, der durch den Auftritt der Band mit HAASE beim GUNDI-Tribut-Konzert im Jahr 2008 in der Columbiahalle Berlin sicher noch verstärkt wurde. Die SEILSCHAFT hat uns ein paar Jahre lang zappeln lassen, aber meiner Meinung nach war das völlig in Ordnung so. Sie hatte ja nicht nur GUNDI's Ableben im Jahr 1998 zu verkraften, sondern auch den Tod vom Bassisten Thomas Hergert im August 2007. Der "neue" Bassist der Band, Christoph Frenz, hat übrigens schon zu Wendezeiten in GUNDERMANN's damaliger Begleit-Band "Die Wilderer" gespielt. Bei den "Wilderern" spielten damals unter anderem auch der SEILSCHAFTer Mario Ferraro und der heutige RENFT-Trommler Delle Kriese.

GUNDI war nie ein Star, aber er hatte und hat viele Fans. Ich gehe sogar so weit und sage, er war und ist für viele DIE Stimme des Ostens, weil er in seinen Texten den Menschen aus der Seele sprach.Ich mache das für mich auch wieder am gestrigen Konzert fest, denn man brauchte nur den Leuten ins Gesicht zu schauen und dazu einfach noch zuhören, mit welcher Inbrunst die Menschen die Lieder mitgesungen haben. Da ich hier schon so oft über meine Gefühle und Gedanken zu Gundi geschrieben habe, fasse ich mich heute ganz kurz. Hartmut hat ja auch schon sehr ausführlich über den gestrigen Abend geschrieben.

Die SEILSCHAFT fackelte ein musikalisches GUNDERMANN-Feuerwerk ab und wir konnten ganz deutlich fühlen, dass die Musiker auch Gundi und Tommy im Herzen hatten. Es passte einfach alles. Die Band und das Publikum gaben über 3,5 Stunden Vollgas und zollten so gemeinsam auch ihren Respekt vor dem Lebenswerk von Gerhard GUNDERMANN. Ich hatte sogar das Gefühl, dass GUNDI irgendwie bei uns war;-).

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 21.01.2012 23:28 | nach oben springen

#6

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 21.01.2012 23:50
von Sigi Schulze | 346 Beiträge | 570 Punkte

Habt wieder vielen lieben Dank für die Berichte und die Fotos. Es ist für mich immer sehr interessant von Bands zu erfahren, die man so noch nicht kennt.

LG Siggi


---------- Nächste Konzerte: Puhdys in Weinböhla am 26.12.2012 ----------

www.grey-neighbours.com
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#7

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 22.01.2012 02:33
von Fred | 748 Beiträge | 1654 Punkte

Ne Bildungslücke Siggi.
Die Seilschaft ist was wirklich Großes. Damals wie heute. Texte so groß wie die von Goethe oder Schiller, nur modern. Musikalisch außergewöhnlich, nahe am Volkslied (zumindest sind viele so eingängig. Hey Ho ... Ein Samurai sitzt an euren Tischen. ... Halte durch Du armer Planet ... Und mussst du weinen ... Hoywoy - sowas hört man einmal und vergisst es nie wieder). Einzig der Makel um die Vergangenheit der Person Gundermanns trübt das überragende Bild. Um so mehr ist es löblich, dass sich Haase des musikalischen Erbes angenommen hat. Ich kann nur hoffen, dass sich die ehemaligen Gundermannfans aufmachen, um Haase und der Seilschaft heute die gebührende Referenz zu erweisen. Das größte wäre ein Konzert mit Silly, aber da werden sich wohl ein paar Leute streuben. Schade, denn die Musik hätte es verdient, nicht vergessen zu werden. So wie die Demmlers. In beiden Fällen mag ich die Originale nicht mehr so sehr (auch wenn ich den kleinen Prinzen und die oben stehenden Titel natürlich irgendwo habe und die LP's / CD's nicht weggeworfen habe). Gerade darum ist es schön, dass es andere Wege gab und gibt zwischen persönlicher Schuld und künstlerischer Größe zu unterscheiden.

Also - ich empfehle z.B. simyo. Dann Gundermann (oder einen anderen Suchbegriff) eingeben und Du wirst erstaunt sein.

Ihr Lieben - HH, PM, Kundi ich danke euch für eure Berichte / Infos und Bilder. Schön, dass ihr uns teilhaben ließet.


Fred

zuletzt bearbeitet 23.01.2012 22:24 | nach oben springen

#8

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 23.01.2012 19:10
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Lieber Fred, Silly ( mit Anna Loos) und die Seilschaft mit Haase haben schon zusammen gespielt - das können wir bezeugen.
War in Berlin und eine der härtesten Muggen - und eine der besten obendrein. 6 Stunden mit vielen lieben Usern von hier in Reihe zwei gestanden, das vergisst man nicht.
Aber ich glaube du meinst es so: Silly spielt jetzt in einer anderen Liga und ob sie es da noch machen würden???

Gundermann mit Goethe und Schiller vergleichen - gewagt - aber stimmt!
Ich kenne keinen, der annähernd solche Texte hingekriegt hätte.
Klar war er eine streitbare Persönlichkeit - hatte vor lager Zeit mal was im Net gefunden. Delle Kriese, der Schlagzeuger von Renft referiert zu einem Gundermann Kolloquium zum Thema : Wie es war. Erinnerung an eine Zusammenarbeit. http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uplo...7-78/177_78.pdf
Dort sind mehrere Aufsätze von verschiedenen Leuten zum Thema Gundermann, sehr empfehlenswert. Es ist schwer zu navigieren , jedenfalls ist es ab Seite 667 zu finden.

Dort ist auch von den Wilderern die Rede - Kundi hat es in seinem Beitrag erwähnt. Diese haben ja bei Rio und bei Gundermann gespielt.
Na ja, wir sind das Puhdysforum und nun kriegen wir wieder fix die Kurve. Das Bild in Anhang: die langjährigen Puhdysfans kennen ihn . Er war auch ein "Wilderer" und später ein beliebter Techniker bei den Puhdys.
Zu Ullis Geburtstag hab ich zufällig mit ihm am Tisch gesessen.

Angefügte Bilder:
P1010043 f arne.jpg

Klick mal druff hier:

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#9

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 23.01.2012 19:44
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Einige "überblicksmäßige" Bilder hab ich auch noch.

Angefügte Bilder:
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Klick mal druff hier:

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#10

RE: DIE SEILSCHAFT & HAASE rocken in Dresden

in Konzertberichte Ostrock allgemein 23.01.2012 22:36
von Fred | 748 Beiträge | 1654 Punkte

PM, Danke für den spannenden Link. Ich staune immer wieder, was so eine Forengemeinde an Infos zusammenbringen kann. Was da alles gelesen, gefunden, gemacht und getan wird - toll!

Aber wem sag ich das? Gerade zu den Puhdys gibt es genau hier ungeahnte Schätze und fast nichts, was es nicht gibt. Nimmt man dann noch die Infos des wachsenden Kompendiums "Das Buch" dazu - ich glaube zu einigen Themen würden sogar die Bandmitglieder ungläubig schauen und sagen - ach so war das .... Und was geballtes Wissen zur bnad angeht, da macht man der hiesigen Community sicher so schnell nichts vor.

Ich finde es darüberhinaus sehr gut, dass sich die Interessen der meisten der hiesigen user zwar auf die Puhdys focusiert sind, sich aber nicht darin erschöpfen.


Fred

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