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10.07.2021: Saitenreißer und Dachdecker bringen das Steintor zum Beben

in Maschine - Soloprojekte 13.07.2021 11:38
von anhi1962 | 2.762 Beiträge | 5959 Punkte

Saitenreißer und Dachdecker bringen das Steintor zum Beben

So oder so ähnlich könnte das Boulevardblatt mit den vier Buchstaben titeln, wenn sie
über das fulminante Konzertereignis, das am 10.07.2021 im Steintorvarieté in Halle/S.
stattfand, berichten würde.
Der Hallenser Wochenspiegel gab mit diesem Artikel am vorangegangenen Mittwoch, 07.07.21
denjenigen, die das Event "Lieder für Generationen" noch nicht kannten, einen Vorgeschmack
auf das, was die Besucher im Steintor-Varieté erwarten wird:


Daniela, Marcus S., der nach dem gemeinsam erlebten Konzert tags zuvor im Hof des
Schlosses Ballenstedt Bericht: Hier klicken] mit zu uns nach Hause gefahren war,
und ich freuten uns sehr, die Musiker bereits nachmittags beim Soundcheck beobachten zu
dürfen, wo wir neben einigen anderen FanclubmitgliederInnen auch die "Hintermänner" und "frau"
des Ganzen begrüßen konnten. Der Berliner Gitarrist Uwe Fischer kümmerte sich um die Instrumente
und die entsprechende Kabelei, Kai Suttners Arbeiten als Tourmanager sind manigfaltig und Martin
Herzog am Mischpult sorgte dafür, das an allen Lautsprechern, Monitoren und In-Ear-Knöpfen die
richtigen Signale in der richtigen Lautstärke und Frequenzen ankamen. Last but not least seien Sylvia
und das Havapoomädchen Chily genannt, die Seelen des Ganzen.

So saßen wir ab gegen 16:45 ungefähr eine Stunde mit einer Handvoll weiteren Fans im
Zuschauerraum des Steintor-Varietés und sahen/hörten, wie das ein oder andere Musikstück
klingen kann, bis es endlich "bühnenreif" für die Musiker und uns Zuschauern eingestellt ist.
Eine Heidenarbeit, mit der Martin zu kämpfen hatte. Vor allem ein Delay, also eine Verzögerung
der Sounds zwischen den einzelnen Ausgabegerätschaften, mit denen Hassbe beschallt wurde
(In-Ear, Monitor, Saallautsprecher) machte ihm zunächst Probleme. Doch nach einigen
Regulierungen an den Schiebern und Drehknöpfen passte alles, die Gitarren hatten die richtigen
Lautstärken zueinander, die Monitorboxen, die MASCHINE ein wenig hin und herschob, standen
irgenwann optimal und alle waren zufrieden.

Auch wir "Zaungäste", die wir nach dieser Hörprobe der besonderen Art den Saal verließen,
um die Wartezeit bis zum offiziellen Einlass gegen 18.30 Uhr in der näheren Umgebung zu
verbringen.
Schon allein für dieses Erlebnis sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Als sich die Türen zum Foyer des Steintorvarietés öffneten, waren noch nicht sehr viele Gäste
vor Ort, die coronabedingten Einlassbedingungen (Kontaktdatenabgabe mittels Formular oder
dem Abriss der Eintrittskarte) verlief zügig und problemlos. Erst ab ca eine Stunde vor Konzertbeginn
wurde die Schlange draußen lang, doch die MitarbeiterInnen der Mediengruppe Magdeburg als
Konzertmitveranstalter mühten sich, die Wartezeit so kurz wie möglich zu halten. Auch auf der
Bühne tat sich schon etwas: Uwe Fischer kontrollierte und stimmte alle Instrumente noch einmal
nach. Und als gegen 20 Uhr der Gong ertönte, waren alle Zuschauer im Gebäude bzw am Platz.

Schon beim vom Band eingespielten Intro klatschten wir lautstark und als MASCHINE und Uwe
Hassbecker die Bühne betraten, war kein Halten mehr. Frenetischer Apllaus überschüttete die
beiden, wäre das Regen wie am Vortag, die Musiker wären nach nur wenigen Sekunden pladdernass
gewesen. Das Intro geht bekanntlich (?) in das live gespielte WAS BLEIBT über und dann freute sich
Maschine mit "Hallo Halle" über unsere diese Begrüßung. "Endlich wieder hier". Hatte er doch schon
mit den PUHDYS und auch als Solokünstler mehrfach in diesem, einem der ältesten Varietétheater
Deutschlands, eröffnet am 01.02.1889, Megaerfolge gefeiert.

Seinen Weg macht MASCHINE, wie er weiter erzählte, spätestens seit seinem Soloalbum
"MASCHINE", erschienen 2014, auch gemeinsam mit seinem Mitspieler neben ihm, dem
gebürtigen Leipziger Uwe "Hassbe" Hassbecker, mit dem zusammen er das Projekt "Lieder
für Generationen" ins Leben gerufen hat. Uwe, der sich seit seinem zehnten Lebensjahr "Hallunke"
(zugezogener Bewohner Halles) nennen darf und in der Händelstadt in seiner Jugend, wie er
selbst sagte, "alles, was ich kann, hier gelernt habe", freute sich natürlich ebenfalls, in seiner
alten Heimatstadt aufzutreten. Macht er ja häufiger als Gitarrist seiner Band SILLY. Das er
heute allerdings hier sei (und die Tour überhaupt stattfinden kann), ist dem glücklichen
Umstand zu verdanken, das bei dem Vier-Meter-Sturz vom Dach seinen Hauses auf Rügen,
bei der er mit seinem Knie zuerst auf die Aluleiter, die ihm weggerutscht war, knallte, nicht
mehr passiert ist als passiert ist. Dies zu dem in der Überschrift erwähnten Dachdecker.
Die beiden spielten sich durch die über 50-jährige Musikgeschichte MASCHINEs, auch
SILLY-Musik erlebten wir. Auf jeden Song und auf alles, was sich die beiden zwischen den
Titeln zu erzählen wussten, kann und möchte ich hier garnicht eingehen, sonst wäre ich wohl
noch nächste Woche am tippen. Aprops tippen: Mein Tipp: Es gibt noch Karten für die
nachfolgenden Tourtermine, den Bremer Ticketverkäufer dazu findet man unter diesem Link.

Dies waren die Lieder bis zur Pause:
WAS BLEIBT, MEIN WEG, HEY JOHN, DIE BOOTE DER JUGEND, DU HAST SCHULD,
REGEN, BYE BYE MY LOVE, AUF DAS LEBEN, BESSERE TAGE, DEINE STILLE

Angemerkt sei, das der SILLY-Song BYE BY MY LOVE einen von Maschine etwas anders
gesungenen Text hat und BESSERE TAGE sein neuestes Werk ist. Das Uwe die Stücke
nicht nur mit seinen verschiedenen Gitarren, sondern auch mit einer Mandoline oder mit
einer seiner Geigen veredelte, darf natürlich nicht unerwähnt bleiben. Der Außnahmemusikant
gibt dabei alles. Nach dem Geigensolo in DEINE STILLE bekam er nicht enden wollende
Sitting Ovations (Stehen war bis dahin leider nicht) und er bekannte, wie gut es ihm und
Maschine täte, in so viele freudig erregtes Publikum zu schauen. Damit entließen die beiden
Musiker uns zwecks Bekämpfung von Unterhopfung in die Pause.

Im zweiten Teil ging es dann so fulminant weiter, wie der erste Teil endete. Zwischendurch und
gegen Ende sogar im Stehen
Auch Uwe Fischer hatte jede Menge zu tun: Zweimal riß eine Gitarrensaite bei Maschines
Instrumenten. Uwe bemerkte dazu, das MASCHINE auch der "Saitenreißer" genannt wird.
Jedenfalls heute. Dies zum in der Überschrift erwähnten.

Die Lieder des zweiten Teils:
WO BIST DU, SOMMER UND WINTER, Instrumental: Filmmusik DER MOND UND ANDERE
LIEBHABER, WENN TRÄUME STERBEN, NOVEMBER IM MAI, WENN EIN MENSCH LEBT,
GEH ZU IHR, LEBENSZEIT
Zugaben:
ALT WIE EIN BAUM, HEY, WIR WOLL´N DIE EISBÄRN SEHN

Auch zum zweiten Teil gäbe es noch soviel zu berichten, doch - s.o.
Eins soll jedoch hier erwähnt werden: Nach NOVEMBER IM MAI nahm Uwe den roten Faden,
der sich durch das Programm zog, auf:
Als er "etwas" jünger war, hatte er sich autodidaktisch das Schlagzeugspielen beigebracht. Es gibt
tatsächlich eine Tonaufnahme eines Mitschnitts aus den frühen 1970er Jahren, indem er an dem
Instrument spielte. In einem Probenraum in Halle/S., wo er ja seit seinem 10. Lebensjahr Zuhause
war. - Der Bassist und Sänger ist übrigens heute Oberarzt einer Hallenser Klinik. Hier das Cover
"Wenn ein Mensch lebt", intoniert von Hassbes Schülerband SCOLARES, das er uns vorspielte:



Ach ja, Halle/S., meine neue Heimatstadt, wäre nicht Halle/S. ohne eine Zugabe nach der Zugabe.
Das Outro lief bereits eine geraume Zeit, doch wir ZuschauerInnen blieben stehen, klatschten und
klatschten und ich brüllte, so laut ich konnte: "Zugabe", Zugabe, ...". Nach und nach wurden die
Zugaberufe mehr und mehr und lauter und lauter. Und tatsächlich: Zuerst Uwe Fischer, dann
MASCHINE und UWE kamen noch einmal auf die Bühne und bedankten sich bei uns mit
AN DEN UFERN DER NACHT.
Ausschnitt:


Großartig. Einfach nur: GROSSARTIG.
Dann war das wunderbare Konzert wirklich zuende und so nach und nach verließen viele glückliche
Menschen den Ort des Geschehens. Einge FanclubmitgliederInnen machten noch ein Erinnerungsfoto
mit einigen FanclubmitgliederInnen und dem Banner. Andere standen noch lange in kleinen Grüppchen
zusammen und ließen das soeben erlebte Revue passieren. Später, viel später am Hintereingang des
Steintorvarietés ließ es sich MASCHINE nicht nehmen, vor seiner Abfahrt noch ein paar Autogramm-
und Fotowünsche zu erfüllen. Und noch viel später plauschten wir noch mit dem erschöpften, jedoch
gut gelaunten Uwe am Nebeneingang des Gebäudes, bis auch er zusammen mit Mrtin in die Nacht
davonfuhr.

Auch für Marcus, Rosi, Fanti, Daniela und mich war es dann an der Zeit, die kurze Heimreise an das
Saaleufer anzutreten.
Hier noch MASCHINES neues Werk
BESSERE TAGE:


Fotos dann morgen, der Spätdienst ruft...


Andreas
zuletzt bearbeitet 13.07.2021 11:39 | nach oben springen

#2

RE: 10.07.2021: Saitenreißer und Dachdecker bringen das Steintor zum Beben

in Maschine - Soloprojekte 14.07.2021 11:27
von anhi1962 | 2.762 Beiträge | 5959 Punkte

Hier nun die versprochenen Fotos.
In diesem Haus fand das Ereignis statt.


Beim Soundcheck:






Im Konzert, Teil 1:









Im Konzert nach der Pause:


Der erste Saitenriß:


Beim Instrumental DER MOND UND ANDERE LIEBHABER:


Unsere tierischen Freunde lauschen und genießen.


Der zweite Saitenrß:


Stimmung in allen Reihen








Nach dem Konzert:


Andreas
zuletzt bearbeitet 14.07.2021 11:34 | nach oben springen

#3

RE: 10.07.2021: Saitenreißer und Dachdecker bringen das Steintor zum Beben

in Maschine - Soloprojekte 14.07.2021 12:59
von Puhdy6 | 5.769 Beiträge | 12501 Punkte

Schöner,ausführlicher Bericht.
Danke Andreas!


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