#1

RE: 22.03.08 Renft in Doebeln

in RENFT 23.03.2008 10:52
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Abschied und Weitergehen
Wie war das doch gleich mit dem gängigen Vorurteil – Puhdysfans treten immer in Rudeln auf – na ja, gestern Abend konnte ich es widerlegen. Ich war bei Renft.
Das Volkshaus in Döbeln macht sich nach und nach einen Namen als Veranstaltungsstätte für guten Ostrock. Wir waren schon bei Cäsar dort. Ein toller Saal, gestern locker gefüllt – moderate Preise bei Eintritt und Getränken, was will man mehr. Übrigens ist da demnächst auch Engerling.
Ich hatte lange gezögert, wieder mal zu Renft zu gehen – ich hatte es noch nicht verwunden, Freiberg 07 – und zwei Tage später war nichts mehr wie es war.
Nun hab ich das erste Mal Pitti gesehen – gefällt mir super, passt zur Band und ist ein Könner seines Fachs. Obwohl ich annehmbare Bilder hab, es ist mir nicht gelungen, sein umwerfendes Lächeln mal festzuhalten , es ist sehr flüchtig – na gut, müsst ihr eben selbst mal hingehen.
Gespielt haben sie effektiv fast zwei Stunden – nach 45 Minuten gab es eine Pause, ich denk mal wegen der Raucher.
Die Titel von der neuen CD waren im ersten Teil dran – absolut klasse fand ich „Tropfen auf den heißen Stein“ vom singenden Schlagzeuger Delle Kriese. Auch sehr schön, das „Irgendwie dazwischen“ gesungen von Marcus. Im Programm waren ansonsten besonders die Nummern, die Monster auf den Leib geschrieben sind und wo sich das Stimmwunder austun kann.
Renft hat fast vollständig auf seine Klassiker verzichtet, die alten Titel die sie gespielt haben, waren alle aufgepeppt und für Uneingeweihte wie mich nicht auf Anhieb zu erkennen – was mir aber sehr gefällt und für mich auch das Besondere von Renft ausmacht. Bei der Band kann man nicht annähernd zwei gleiche Konzerte hintereinander sehen – ob sie selbst vorher so genau wissen, was sie spielen werden, bezweifle ich. Diese Spontanität vermisse ich inzwischen bei den meisten anderen großen Ostbands. Sie spielen für ein ganz spezielles Publikum und ihre treuen Fans. Andere renftunkundige Besucher hatten damit ihre Probleme, wie ich bei Gesprächen mit Tischnachbarn feststellen konnte. Beim ersten Hören erschließt sich diese Musik sicher nicht.
Für mich nicht so toll war die viele „Feindmusik“ – O:K: ich geh schon in Deckung – ist mir ja klar, dass die Klaus Renft Combo das von Anfang an spielt und diese Sachen Monster sehr liegen, aber sie haben so feine eigene Lieder, die mir dann doch zu sehr in den Hintergrund geraten sind.
In der Pause tauchte plötzlich Reinhard Huth von Karussell auf – wie ich munkeln hörte, ist im Herbst was von Renft und Karussell geplant, man darf gespannt sein.

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zuletzt bearbeitet 25.03.2008 17:34 | nach oben springen

#2

RE: 22.03.08 Renft in Doebeln

in RENFT 23.03.2008 11:31
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte
Nun noch die unvermeidlichen Bildchen ich hab auch Clips.


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zuletzt bearbeitet 23.03.2008 11:38 | nach oben springen

#3

RE: 22.03.08 Renft in Doebeln

in RENFT 25.03.2008 17:41
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Hier gehts zu meinen wackelnden Bildchen

http://www.clipfish.de/mp_videos.php


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#4

RE: 22.03.08 Renft in Doebeln

in RENFT 27.03.2008 07:24
von Sonny | 1.738 Beiträge | 2027 Punkte

Petra, ich lese das gerne, was Du schreibst. Ich würde schon tolerant sein wollen. Ein Videoclip von Renft hat mich aber wieder auf dem Weg des guten Willens gestoppt. Vielleicht reicht ein Clip nicht. Ich bewundere, wieviel musikalische Richtungen Du unter einen Hut kriegst. Aber Du konntest ja schon einmal mein Interesse wecken, das in Begeisterung überging. Erstmal fahre ich zu den Puhdys. Dann sehen wir weiter.


*
Doch die Zeiten ändern sich. Ob wirs mögen oder nicht. Alles hat seine Zeit.

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#5

RE: 22.03.08 Renft in Doebeln

in RENFT 27.03.2008 08:07
von HH aus EE (gelöscht)
avatar
RENFT habe ich erstmals (glaube ich) 1968 zum Tanz(!) erlebt. Damals sah die Besetzung noch anders aus, als die bekannt gewordene "klassische". An der Gitarre war z.B. Jürgen "Matko" Matkowitz, der dann zu Schikora ging und später PRINZIP gründete. Als Sänger stand der junge Hans-Jürgen Beyer am Mikrofon - Beweisfoto vorhanden.
Aber schon damals, und dann später in den 70ern, war ein Renft-Konzert immer auch eine Veranstaltung, die sich gern mal vom Publikum inspirieren ließ. Man konnte nie sicher sein, daß nicht auch mal was völlig anderes passierte .

Das ist es, was Petra so treffend beschrieben hat. Bei Renft hast Du ständig das Gefühl, die da oben würden nur für Dich spielen und sich einen Dreck darum kümmern, was da unten auf der Set-List geschrieben steht. Das ist noch immer gelebte Musik, eine Lebenseinstellung und die urwüchsige Kraft der Rockmusik ( die alten Gassenhauer wie "Born To Be Wild" von Steppenwolf und andere gehören einfach dazu ). Da wird nichts glattgebügelt!
Wenn ich zu einem Renft-Konzert gehe, nehme ich danach immer wieder ein Stück Rebellion und schöpferische Wut mit, immer neue Kraft, die mich gierig macht (sonst könnte ich ja gleich zu Roland Kaiser gehen)!

Das ist etwas, was ich so sonst nicht wieder gefunden habe und ich hab' eine Menge Musik gehört!
Gut eingefangen, Petra.
Angefügte Bilder:
Renft.Jenni5_800x587.jpg
zuletzt bearbeitet 27.03.2008 16:56 | nach oben springen


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