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Kamenz 2009

in Presse, Medien 02.06.2009 17:12
von Puhdysfan Matti (gelöscht)
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Dienstag, 2. Juni 2009
(Sächsische Zeitung)

Puhdys bringen den Hutberg zum Beben

Von Kerstin Unterstein

Zum Jubiläums-Konzert der Ostrock-Legende war die Hutbergbühne in Kamenz wieder ausverkauft.

Den gesamten Pfingstsonnabend über gingen die bangen Blicke der Organisatoren gen Himmel: Sollte ausgerechnet das Konzert im 40. Jubiläumsjahr der Puhdys auf dem Kamenzer Hutberg von Regenschirmen und in Mülltüten gehüllten Besuchern gekennzeichnet sein? Aber zum Glück hatte der Wettergott ein Einsehen – die schönsten Stunden des Tages hatte er für die Puhdys und ihre mehr als 8500 Fans aufgehoben.

The Lords als Gäste

Der Abend begann mit Gratulanten besonderer Art: The Lords, die noch auf ein zehn Jahre längeres Bestehen zurückblicken können, heizten den Zuschauern bereits kräftig ein. Den Dauerbrennern der Beatmusik folgte das „Supertalent 2008“, Michael Hirte, mit seiner Mundharmonika. Der vor seinem Auftritt extrem aufgeregte Aufsteiger der letzten Monate brachte dann unter anderem mit dem Pipi-Langstrumpf-Lied die ersten Besucher zum Tanzen und war von der Hutbergbühne „einfach nur begeistert“, wie er ins Publikum rief.

Aber ab kurz nach 21 Uhr hieß es dann entsprechend dem ersten Puhdys-Titel: „Keine Langeweile“! Die Jubilare boten zwei Stunden lang eine Rock-Show vom Feinsten mit beeindruckenden Licht- und Pyrotechnik-Effekten sowie neuen und alten Liedern. Während noch im letzten Jahr die Rede davon war, dass mit der Unplugged-Tour durch den Westen ein Traum der fünf Rocker in Erfüllung gegangen war, gab es am Sonnabend die Ankündigung der Fortsetzung dieser Konzerte von November 2009 bis Februar 2010 auch in den anderen Teilen Deutschlands. Einen Vorgeschmack darauf erlebten dann auch die begeisterten Fans auf der Hutbergbühne: Zur Unterstützung waren einige der Puhdys-Söhne mit dabei, die gemeinsam mit den Oldies nicht nur beim „Perlenfischer“ oder bei „Hiroshima“ für Gänsehautstimmung sorgten.

Im Titelsong des neuen Albums „Abenteuer“ sangen die Musiker ihren Dank für die Unterstützung über alle 40 Jahre lang: „Wir wollen uns verneigen vor allen Fans in tiefer Dankbarkeit“ – und die Fans dankten es mit Jubel. Sie gaben alles. Ganz besonders, als das Medley der bekanntesten alten Lieder aus allen Kehlen den Hutberg förmlich zum Beben brachte. Den ersten Tönen von „Alt wie ein Baum“ folgten, wie jedes Jahr, großer Jubel und ein vielstimmiger Chor, der Maschine und Quaster überwältigt zum Schweigen brachte. Ja, der Mythos Puhdys lebt noch – auch beim mittlerweile 24. Auftritt auf dem Kamenzer Hutberg. Die „Rockerrente“ als musikalisches Finale war das erneute Versprechen, in eben diese noch nicht so schnell zu gehen, denn es gab die Vorschau, im nächsten Jahr wiederzukommen.

Es folgte auch noch ein schöner Dank der Stadt Kamenz und der Kamenzer Fans. Über den Köpfen der Zuschauer wurde ein riesengroßes Transparent mit Glückwünschen ausgerollt, wie man es bisher nur von Choreografien in Fußballstadien kannte. Von Oberbürgermeister Roland Dantz, der gemeinsam mit seiner Frau als begeisterter Zuschauer dabei war, gab es zur Stärkung nach dem Auftritt noch einen Präsentkorb. Zudem werden die fünf Musiker auch künftig an ihre Auftritte in der Lessingstadt erinnert werden, denn jeder von ihnen nahm eine Rhododendronpflanze mit nach Hause. Auf ein Wort

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Die Stadt Kamenz bedankte sich mit einem Transparent bei den Rockern (o.). Und die Hutbergbühne war wieder ausverkauft (r.). Fotos: M.Schumann (2)

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