#1

Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 27.08.2009 17:11
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Die Melodie und Rhythmus hat dankenswerter Weise in der Septemberausgabe ein Thema aufgegriffen, was mich schon lange beschäftigt.
Im zwanzigsten Jahr des Mauerfalls schießen die Coverbands Made in Ost wie Pilze aus dem Boden.
Früher besetzten dieses Nische eigentlich nur "Die Ossis". In den letzten zwei bis drei Jahren sind dazu viele Projekte in diese Richtung neu gestartet und werden im Zentralorgan des Ostrocks ausführlich vorgestellt.
In der M&R ist über folgende Bands und Bandzusammenstellungen zu lesen: "Die Ossis" ,Suse Jank & Band (wenn ich nicht gerade den Wodka kennen würde und aufmerksamer Leser dieses Forums wäre, würde mir das gar nichts sagen - danke Wodka!), Musix, Ostende, Hurensöhne, Splitt, Jan Josef Liefers, P 70, Rock Ost, Ostrock Klassik und Maximilian Wilhelm (sagt mir gar nichts?). Wir kennen ja noch das Projekt Apfeltaum unserer Freunde Jens und Matti, die mit ihrer Musik wirklich Herzen erreichen.
Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang eine Frage. Nützt diese Massenvermehrung der Ostrockcoverbands der Verbreitung unserer Musikrichtung oder geraten dadurch die Originalbands ins Hintertreffen? Wenn ich höre, dass die Hurensöhne ( finde sie klasse!) 120 Termine im nächsten Jahr fest geplant haben und gucke, was Karat macht (was sie vorrangig covern) da tun sich für mich schon Fragen auf.
Wie denkt ihr darüber? Ist die sprunghafte Vermehrung der Ostrockcovergruppen Fluch oder Segen? Eure sachlichen Meinungen würden mich hier mal interessieren.


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zuletzt bearbeitet 27.08.2009 18:16 | nach oben springen

#2

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 27.08.2009 19:45
von Gelöschtes Mitglied
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Klasse Thema hast Du da angesprochen, Petra. Da wird´s wohl einige verschiedene Diskussionsbeiträge hier geben. Hier ist erstmal meine Meinung. Wenn die Musik einigermaßen gut gemacht ist, können Coverversionen auch was gutes haben. Bands wie die Puhdys, City, Silly usw. gibt´s ja noch, spielen ihre Titel also noch selbst. Aber es gibt genug Bands, die leider nicht mehr existieren und da sind Coverversionen die einzige Möglichkeit diese Titel mal wieder zu hören. Auch wenn die Originale natürlich besser sind (fast immer).
Ich bin nicht so ein großer Renft-Experte, aber als ich letztens beim Konzert war, habe ich den Titel "Wer die Rose ehrt" vermißt. Da es ja ein "Cäsar"-Titel war und die jetzige "Renft"-Besetzung das nicht bringt, werden wohl Coverversionen herhalten müssen, damit dieser schöne Titel nicht in Vergessenheit gerät.
Toll fand ich auch, die vor einiger Zeit hier reingestellte Version von "Kühle Lady" von einer ziemlich jungen Nachwuchsband. So ist also das Erbe der Puhdys (hoffen wir mal, das dauert noch) auch schon gerettet.
Wenn diese unzähligen Coverbands erst seit den letzten Jahren existieren, frage ich mich: Haben die Puhdys selbst mit Ihrem erfolgreichen Album "Undercover" nicht einen großen Anteil an dieser Entwicklung ?

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#3

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 27.08.2009 19:51
von Kundi (gelöscht)
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Scholle und IC würde ich mal nicht hier einordnen, da sie mit Osten.de ja nicht ständig unterwegs sind.
Meiner Meinung nach nimmt das mit den Ostrockcoverbands überhand.Es gibt einfach zu viele , die jetzt in dieser Sparte fischen.Irgendwann wird sich der Markt sicher übersättigt haben. Die guten und originellen Bands, wie die Ossis oder Splitt werden sich aber auf Dauer durchsetzen. Das sind gestandene Musiker, die uns den Ostrock liebevoll und mit einem Augenzwinkern präsentieren.Insbesondere bei Stadtfesten finde ich diese Bands auch sehr passend und sie erfreuen sich da auch eines großen Publikumszuspruch. MuSix habe ich unlängst gesehen, einmal reicht aber nach meinem persönlichen Geschmack auch. Gespannt bin ich allerdings noch auf RockOst, die habe ich noch auf meinem Zettel.Vom Thüringer Maximilian Wilhelm habe ich auch schon viel Gutes gehört. Dass man ausgesuchte Ostrocktitel auch erfolgreich in sein eigenes Konzertprogramm einbinden kann ohne auf der Ostrockwelle mitzuschwimmen, haben z.B. Trixi G mit ihren eigenständigen Versionen der Silly-Klassiker eindrucksvoll bewiesen.

Gruß Kundi

zuletzt bearbeitet 27.08.2009 19:56 | nach oben springen

#4

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 27.08.2009 21:08
von HH aus EE (gelöscht)
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Die eindeutige Antwort zuerst: Ich will das Original !

Und jetzt das ABER, denn ich mag es auch ge-covert, wenn denn das Covern als Stilmittel eingesetzt und konsequent umgesetzt ist.
Damit wir uns nicht mißverstehen, möchte ich deutlich machen, daß ich unter Covern eben nicht nachspielen, sondern kreativ bearbeiten verstanden wissen möchte. Genau dies meint nämlich das englische Wort „to cover“, das Original mit einem neuen „Überzug“ versehen und eben nicht Note für Note nachspielen.

Ich behaupte also mal voreilig (und vorsorglich), daß die meisten Bands nicht das Covern, sondern das Nachspielen betreiben und das auch noch in aller Regel ziemlich stümperhaft. Letztlich ist das auch der Grund, weswegen ich lieber das Original vorziehe.

Es gibt nur wenige Bands, auch international, die Nachspielen wirklich auf höchsten Niveau und mit penibler Kleinarbeit bis ins Detail verbinden. Ich hab’ im Februar 2007 die Kanadische Band MUSICAL BOX in Berlin live erlebt. Die spielen die thematischen LP’s der frühen GENESIS-Jahre 1:1 original Note für Note und sogar in der identischen Bühnen-Dekoration nach. Das war ein einmaliges Erlebnis und hat übrigens auch den Segen der Originalband.

Ähnliche Gutes sagt man der Band DEMON’S EYE nach, die sich selbst eine DEPP PURPLE - TRUBTE-BAND nennen und die sich gekonnt am Back-Katalog von Lord, Blackmore, Gillan, Glover und Paice austoben.

Mir ist wichtig darauf zu verweisen, daß zwischen Covern und Nachspielen Welten liegen. Die meisten reden über’s Covern und meinen doch nur nachsingen und –spielen.

Nach meinem, wohlbemerkt sehr persönlichen Verständnis, wird bei Ostrock Klassiks, Jan Josef Liefers und einigen anderen einfach nur Note für Note gespielt und nicht gecovert. Von einem Tribut oder gar Huldigung authentischer DDR-Rock-Klassiker mag ich nicht reden. Da springen einige auf einen Kommerz-Zug auf, den sie selbst eigentlich gar nicht sehen (wollen). Für mich ist das Heuchelei, Pardon Herr Liefers und Orchesterarrangierer, und deswegen wird man mich dort auch nicht finden.

Die Vocal-Band MUSIX bearbeitet alte Songs aus dem DDR-Notenbuch sehr genau, aber in einer Weise, die mich selbst emotional kalt läßt. Gekonnt ist das dennoch allemal und ich selbst bin ja kein Maßstab.
Ich mag es, wenn sich TRIXI & UWE ausgewählten SILLY-Songs widmen und ihnen neues Leben einhauchen und ich kriege Gänsehaut, wenn beide gleiches mit Gundermann’s Melodien machen.
Ich finde es beeindruckend, wie sich Haase an das Werk von Gundi rangearbeitet hat oder wie es KARUSSELL gelingt, so manchen ihrer eigenen Songs in’s Heute zu übertragen.

Ich hab’ nichts dagegen, wenn sich Musiker aus unterschiedlichen Bands zu neuen Projekten finden und zum Beispiel als DREI-HIGHLIGE oder OSTEN.de die jeweiligen Songs der anderen respektvoll, aber nicht tierisch ernst neu erfinden. Das hat Klasse und zeugt von Kreativität. Selbst das von mir nicht favorisierte Projekt STERN AKUSTISCH muß man aus diesem Grund nicht wirklich verdammen, wenngleich man(n) es auch nicht lieben muß.

Zum Schluß bleibt wohl die Erkenntnis, daß die Grenzen, weil individuell gefühlt, fließend sind und bleiben werden. Dies wiederum sorgt dafür, daß jeder für sich selbst immer die richtige Entscheidung treffen wird. Falsche gibt es in diesem Kontext nicht.

Wenn Gruppen wie KARAT oder andere „GROßE“ zu wenig Termine haben, kein neues Material unter’s Volk bringen und auch sonst nur immer das gleiche Programm spielen, hat das mit Covern nichts zu tun, wohl aber mit Mangel Kreativität und Verzicht auf harte Arbeit. Erfolg macht nicht der Name und das Ausruhen auf zu Legenden gewordenen Liedern, sondern die ständige Arbeit am eigenen Profil. Das aber ist unbequem und es ist auch schon wieder meine ganz eigene Meinung und sicher ein ganz anderes Thema.

Hau’ mich oder mag’ mich – es ist meine ehrliche (und ein wenig fundierte) Meinung.

P.S.: Ich liebe „With A Little Help From My Friend“ von den Beatles und ich geh’ auf die Knie, wenn’s Cocker zu dem seinen macht. Nobody does it better!

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#5

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 27.08.2009 23:28
von Puhdysfan Matti (gelöscht)
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Zitat von HH aus EE
P.S.: Ich liebe „With A Little Help From My Friend“ von den Beatles und ich geh’ auf die Knie, wenn’s Cocker zu dem seinen macht. Nobody does it better!
Um wieder zum Ostrock zu kommen. Was hälst du eigendlich von der Puhdyscoverversion der Cocker-Coverversion des Beatlesoriginales?

MUSIX singen wie ich mitbekommen habe nicht nur Ostrock.

Und nun die Superfrage: Was haltet ihr von Ostrockcovern wenn sie von Ostrockbands sind? Die aktuellesten Beispiele dazu finden sich auf der "Ostrock in Klassik Volume 2"

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#6

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 27.08.2009 23:55
von Bernd (gelöscht)
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Es jährt sich in wenigen Wochen der Mauerfall zum 20. Male.
Mit diesen Datum mehren sich auch wieder in den werbefinanzierten Sendern die Ost-Shows. Es ist kein Zufall, daß gerade wieder in diesem Jahr wieder das Covern "boomt". Es wird nicht mehr lange dauern, und wir sehen "Am Fenster" und "Alt wie ein Baum" wieder beim Geißen und Co, ehe es wieder in die alltägliche Versenkung, Vergessenheit transferiert wird...

Über Qualität der Coverei kann man zum Glück streiten. Gerade Stücke von Musikern, welche nicht mehr unter uns weilen, sollte man nicht unnötig zerfleddern. Dann lieber das Original auf den Plattenteller oder in den CD-Schacht.

In den frühen Jahren haben zahlreiche Bands ihre Vorbilder gecovert, so auch die Puhdys. Oder "Electra" - Bernd Aust spielt einen Ian Anderson von Jethro Tull locker mit der Querflöte in Grund und Boden.

zuletzt bearbeitet 27.08.2009 23:55 | nach oben springen

#7

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 03.09.2009 10:09
von HeRo | 52 Beiträge | 53 Punkte

Ich finde Cover-Versionen - jetzt mal nicht nur, aber auch auf Ostrock bezogen - immer berechtigt, solange entweder der bzw. die Original-Interpreten nicht mehr aktiv sind oder die Cover-Version sich wirklich vom Original unterscheiden. Gerade im letztgenannten Fall gehen die Meinungen sehr auseinander, denn die gebotenen Interpretationen treffen nicht immer den Geschmack der Fans des Originals. Bei den fast gleichklingenden Versionen habe ich jedoch immer das Gefühl, daß hier einem Trend hinterher gehechelt wird. Das war beim Covern internationaler Titel zu DDR-Zeiten in Ermangelung der Originale okay, aber wer braucht heutzutage gleich oder ähnlich klingende Cover-Versionen von CITY oder den PUHDYS z.Bsp., wenn man sich noch die Original ansehen kann?


--------------------

Wer auf Hard Rock aus dem Osten steht, kommt an den PUHDYS nicht vorbei!

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#8

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 03.09.2009 20:32
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

War mir klar, dass es hier die verschiedensten Meinungen geben wird. Jeder hat bei den Coverbands seine Favoriten und die dürfen das .... Wäre ja auch schlimm, wenn alle nur zur gleichen Band rennen würden.
Es ist auch einfacher, wenn Bands gecovert werden, die nicht mehr unter den Lebenden weilen. Dann nennt man das "Erbepflege" und damit lässt es sich einfacher Konsens erzielen. In der Sparte denke ich an die Randgruppe mit Gundermann Songs oder an Wunderbuntd, die das Rio Reiser Erbe hochhalten. Richtig begeistert bin ich dann, wenn diese Coverbands Eigenes im Stile ihres Vorbilds schreiben, ohne einfach nur zu kopieren. Dann lebt diese Musikrichtung weiter und das ist für mich wichtig.
In diesem Atemzug fällt mir auch Frank Proft ein, der die Puhdys covert und seine eigenen Titel so geschickt in diesem Maschinestil schreibt, dass man manchmal erst überlegen muss, ob es ein Proft oder ein Puhdystitel ist.

Hier hab ich mal noch einen kleinen Clip von Musix, auch wenn die nicht unbedingt zu meinen Favoriten zählen.

http://www.youtube.com/watch?v=aL3b80qw-9U


Klick mal druff hier:

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#9

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 04.09.2009 09:52
von Bimbo (gelöscht)
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Auf der einen Seite verstehe ich Petra Aufregung. Auf der anderen aber auch nicht.
Was ist so schlimm daran, um es mal mit mit Petra Worten zu sagen, wenn man statt zu den Originalen auch mal zu den Coverband´s rennt.
Außerdem haben doch unsere Idole es vor einigen Jahren mit "Undercover" oder Hans die Geige mit "Joe Cocker" vorgemacht. Ich finde es okay so wie es ist, weil ich der Meinung bin, an die Originale kommt kein Coverkünstler ran und sei es noch so gut gemacht.
Also lasst uns doch einfach den Spass bei den Hurensöhne, Ostrocklegenden und wie sie alle heißen.

zuletzt bearbeitet 04.09.2009 09:52 | nach oben springen

#10

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 04.09.2009 19:59
von ApfeltraumMatti | 85 Beiträge | 92 Punkte

Ich denke, die Zeit ist einfach reif, wieder Ostrock zu hören, zu sehen und zu erleben.
Könnt Ihr Euch noch an die Zeit nach der Wende errinnern? Wer hat da noch Ostrock gehört? Niemand!

Ich kann mich erinnern, ich kam mir vor, wie einer der Mannen von Kolumbus ,denn es gab ja ach so viel Neues zu entdecken. Nun ja der Landstrich ist nun entdeckt, teilweise erforscht oder ausgeraubt, einige Eingeborenen sind auf der Strecke geblieben und was nicht über die Treuhand verkauft werden konnte, wurde gebranntschatzt.

Die Rauchwolken haben sich verzogen, auch die "rosaroten" und die, die den Mut hatten hierzubleiben, stellen fest, die Musik, die da im Radio läuft, gefällt mir nicht oder nicht mehr. "Früher" hatten wir doch auch gute Musik, von ausgebildeten Musikern und nicht gecasteten Tussentoastern und sie war vor allem deutsch!
Das ist nun mal die Sprache, die wir verstehen. Die Sprache transportiert Gefühle! Obwohl ich Englisch immer cool fand, richtig verständigen kann ich mich damit nicht. Ich glaube, das ist ist auch der Punkt, weswegen sich viele, zwanizig Jahre nach dem Mauerfall, an die "alte" Musik zurück besinnen. Sie hat einfach gefehlt!
Sie hat, meiner Meinung nach, etwas über unser Leben und Miteinander ausgesagt. Das verstummte nach der Wende.

Mir ist es relativ egal ob ich unsere Musik vom Original oder einer Coverband höre, für mich ist die Qualität entscheidend, Glaubt mir, auch Originale haben schlechte Tage.

Was unser kleines Projekt anbelangt, so hoffe ich auch im Namen meines Kollegen zu sprechen; für mich war es wohl mehr als für Jens eine neue Erfahrung, unsere Musik, den Ostrock, selbst zu spielen und zu singen.
Denn die Begeisterung oder vielleicht besser Interessiertheit des Publikums wächst ständig. Ich bekomme das immer wieder mit, wenn ich mal irgendwo spiele: "...Haste nicht was aus'm Osten?", kann ich sagen: Hab ich!

Ich wollte zu diesem Thema gern meinen "Senf" dazugeben, nur fehlten mir bis dato Zeit und Nerven. Aber nun ist ja alles vorerst wieder gut.

Ich hänge noch ein paar Bilder von unserer letzten Mugge an, die wollte ich Euch nicht vorenthalten.

Angefügte Bilder:
1.JPG
2.JPG
3.JPG
4.JPG
5.JPG
6.JPG

Drei Akkorde sind einer zuviel !!!

zuletzt bearbeitet 04.09.2009 20:18 | nach oben springen

#11

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 08.09.2009 09:06
von toms-daddy | 73 Beiträge | 98 Punkte

ein paar Worte auch von mir, Mattis Kollegen ;-))) naja so ganz neu ist es mir nicht, Ostmusik zu spielen, das habe ich ( anfangs zwangsweise wegen 60:40, später freiwillig ) eigentlich immer gemacht. Und im eigenen Unplugged-Programm ( das auch nur wenige Veranstalter interessierte ) ging es von Thomas Natschinski über Gundi, Pension Volkmann bis hin zu Fonograf oder Vaclav Neckar, aber das nur nebenbei... Meine Ost-West-Oldie-Tanzparty als Tom's Daddy läuft richtig gut, die Mischung passt, da ich überwiegend vor Leuten unseren Alters spiele, also ich mache auch meine eigenen Coverversionen -insofern sehe ich das alles ziemlich locker. Von einigen Musikern wie zB. Jäckie Reznicek, Mike Kilian oder Thomas Natschinski habe ich sogar das persönliche Okay für die von mir erstellten Midi-Files. Wenn ich bei Splitt oder den Ossies ein kraftvoll umgesetztes, nicht 1:1 am Original klebendes Best-of haben kann - ja warum denn nicht ? Ich habe es schon in meinem Karat-Konzertbericht geschrieben, und da sind Matti und ich ( und sicher viele von euch ) im selben Boot: wichtig ist, dass das Handwerk stimmt und mich die ganze Kiste emotional erreicht.

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#12

RE: Der Boom der Ostrockcoverbands - oder vielleicht doch lieber das Original?

in Ostrock allgemein 08.09.2009 11:20
von Sonny | 1.752 Beiträge | 2059 Punkte

In dem ZUsammenhang erinnere ich mich immer wieder an eine Aussage von Frank Schöbel in tiefsten DDR-Zeiten. Auf das Nachsingen von Titeln anderer (damals hieß das noch nicht covern) sagte er, dass Opern auch von jedem Künstler gesungen würden, der die Stimmlage dazu hat und keiner findet was Schlechtes dran. Für ihn ist das Nachsingen okay, und dass jeder sein Eigenes dabei einbringt, ist auch okay.
Seitdem denke ich immer wieder darüber nach und meine, es sollte okay sein, und nicht erst als Erbepflege. Die neuen Ideen bringen auch die "Original"künstler auf neue Ideen. Und das Original zu kopieren, ist genaauso i.O.
Wichtig ist, dass es den Ohren gut tut, also Qualität zu hören ist oder doch wenigstens werden soll.
Für mich ist auch noch wichtig, dass die Eintrittspreise bezahlbar sind.


*
Doch die Zeiten ändern sich. Ob wirs mögen oder nicht. Alles hat seine Zeit.

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