#1

14. Bluesnacht "Tante Ju" Dresden

in Off-Topic 30.01.2010 19:58
von Mary (gelöscht)
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Auch wenn mir vor dem Folgetag graute..., meine Neugier und Abenteuerlust ist grenzenlos...
"Tante Ju" veranstaltete die 14. Bluesnacht mit "TEXAS-MIKE Band" und "MORBLUS"..., keine Frage, ich war dabei.

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 30.01.2010 20:19 | nach oben springen

#2

RE: 14. Bluesnacht "Tante Ju" Dresden

in Off-Topic 01.02.2010 19:27
von wir 2 (gelöscht)
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DANKE für die Fotos, Mary!
Wäre auch gern dabei gewesen, finde die Jungs von Texas Mike echt klasse, aber man kann ja leider nicht überall sein!

LG Tina

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#3

RE: 14. Bluesnacht "Tante Ju" Dresden

in Off-Topic 05.02.2010 19:30
von Mary (gelöscht)
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14. Bluesnacht in Dresden und "Unlimited Blues" am Abend zuvor

Am 29.01.10 hieß es für mich, entscheiden, wo gehe ich hin...? Im Kunsthof Gohlis spielte meine Heimatband „The Four Blues Band Dresden“, „Tante Ju“ veranstaltete die 14. Bluesnacht…
Ein Blick in meinen Terminkalender…, „The Four Blues Band“ hat noch einige Termine, die ich erleben könnte…, also, auf zur 14. Bluesnacht!

Bluesnacht…, der Name sagt es schon, mit einem frühen Ende ist nicht zu rechnen…, frühes Ende, höchstens in Form von „MorgenGRAUEN“… und trotzdem konnte ich nicht umhin „dabei sein zu wollen“, bei der 14. Blues Nacht in „Tante Ju“ in Dresden. TEXAS-MIKE Band und MORBLUS waren angekündigt und da ich Mike 2009 erlebt habe, als er bei Monokel Kraftblues ersatzweise in die Gitarren-Saiten griff, meinte ich wieder mal (unvernünftiger Weise), wenn ich den Abend nicht erlebe, verpasse ich etwas.
Mein Pech ist, dass ich Samstag für Samstag auch in aller Frühe zum Dienst muss, also auch nach der Bluesnacht.
Erschwerend kam hinzu, ich hatte ihn schon am Vortag, den Blues und damit eine viel zu kurze Nacht. Am Donnerstag hieß es nämlich in der Kellerbar Gong wieder einmal, „Unlimited Blues“ mit dem Duo Lutz „KOWA“ Kowalewski und Bernd Kleinow. Beide sind Meister auf ihren Instrumenten. Früher unter anderem unterwegs mit „Feedback“ bzw. „Diestelmann…“ gehören sie seit langem zum Kern der („Ost“)Bluesszene. Die Kellerbar war nur mager besetzt. Es gibt wohl auch noch „vernünftigere“ Menschen wie mich…, die vorher an den Morgen „danach“ denken. Nichts desto trotz, ich genoss den Abend, an dem wieder und wieder Bluesklassiker erklangen. „Kowas“ Gitarre, Bass Drum, Kazoo und Gesang hallten durch die verwinkelte Kellerbar. Bernd Kleinow spielte „gänsehautmachend“ Bluesharp und sein Gesang, ein wenig, als hätte er mit Reißzwecken gegurgelt… - irgendwie heiser, einfach herrlich!
“Let`s Have A Party Tonight”...!

Freitagabend dann die Bluesnacht…
Wie immer beizeiten vor Ort hatte ich Muse, die Ankommenden zu beobachten. Ja, auch hier waren sie noch dabei, die „Bluesfreaks“, „Tramps“ und „Hippies“ von denen im Buch „Bye, Bye Lübben City“ geschrieben wird. Unterdessen meist ergraut, das Haar dünner, aber immer noch zum langen Zopf gebunden…
Auch „Tante Ju“ füllte sich an jenem Abend nur mäßig.
Als „TEXAS MIKE“ die Bühne betrat und die ersten Töne erklangen, hatten ausgelassene Besucher vor der Bühne viel Platz für wilde Tänze.
„TEXAS MIKE“, das sind Mike Seeber – Gitarre, Hagen Eisfeld – Bass und Rolf Lehmann – Schlagzeug.
"Blues, das ist die ehrlichste Musik auf der Welt" ist der Leitspruch der drei Vollblutmusiker.
Exzellenter Bluesrock war es, der dort von der Bühne schallte und sich in Herz, Hirn und Körper festsetzte.
Mikes Stimme wird manchmal mit der von Jonny Winter verglichen, Fans bezeichnen ihn als Reinkarnation von Jimmy Hendrix. Ich weiß nur eins, „TEXAS MIKE“ muss man erleben und wird „wiederkommen“!
Als die drei Musiker die Bühne verlassen, unruhig mein Blick zur Uhr…, ich müsste nach Hause, es ist kurz vor Mitternacht…, aber nach „TEXAS MIKE“ kommt „MORBLUS“, eine Band aus Italien, die ich überhaupt nicht kenne. Die Pause erscheint mir lang, viel zu lang. Rolf, Mike und Hagen stellen sich meinem „Fotowahn“ und besänftigen damit meine Unruhe, die mich beim Gedanken an meinen Wecker befällt.
Kraftvolle Töne treiben mich wieder vor die Bühne…, MORBLUS beginnt den Auftritt. Und ich weiß schon nach wenigen Augenblicken, wie sehr ich bedauere, nicht bis zum Ende bleiben zu können. Roberto Morbioli, der Frontmann der Band, verlässt schon nach kurzer Zeit die Bühne, mischt sich unters Publikum, lässt dort seine Gitarre schreien, singen, stöhnen… Bringt damit vielen ein ganz, ganz persönliches Ständchen…, bevor er sich wieder auf die Bühne begibt.
Kraftvoll klingen die Töne immer noch durch „Tante Ju“… als ich Schritt für Schritt auf den Ausgang zu gehe.
Wieder einmal muss ich gehen, wenn es am Schönsten ist…
Gunther Rehlig, der Chef der „Tante“ lehnte am Eingang, lauschte der Musik, wollte nicht recht glauben, dass ich 3:00 Uhr aufsteh’n und zum Dienst muss… und mir…, graute einfach vor meinem Arbeitstag!
Und trotzdem, ich werde es wieder und wieder tun!
Denn wie sagt „TEXAS MIKE“… "Blues, das ist die ehrlichste Musik auf der Welt", langsam glaube ich das auch.

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