Ein so winziger Veranstaltungsort ist eher selten. Der Kunstzuckerhut ist der ehemalige Hexenturm, der als Gefängnis für als Hexe verdammte Frauen ein Verhungerturm war. Danach nannte er sich wegen seiner Turmspitze Zuckerhut und in letzter Zeit Kunstzuckerhut, weil er als kleine, aber feine Galerie Künstlern Platz für Aussstellungen bietet und Interessierten die künstlerische Betätigung.
Ab und zu finden dort Veranstaltungen statt. Diesesmal das Sommerfest mit Livemusik.
Direkt an der Wipper gelegen haben alle Räumlichkeiten und Örtlichkeiten eine natürliche Grenze. Platz ist in der kleinsten Hütte. Ca. 100 Gäste bewiesen, dass auch wenig Platz für viele ausreichen kann. Die Stimmung war sehr lebhaft, sehr mitreißend und sehr friedlich. Ostrock vom Feinsten wurde dargeboten und mitgestaltet. Alle großen Karatlieder, Citytitel, Puhdyshymnen, Sillywerke und einzelne andere Titel, die jeder kennt, klingen immer noch im Ohr. Enrico sang "Fischlein untern Eis" ohne musikalische Bgleitung, Andrè sang "Mich zwingt keiner in die Knie". Beide Titel mit hohem Anspruch. Bei den Zugaben waren "An den Ufern der Nacht", "Die Eisbärn", "Alt wie ein Baum" und "Zeit, die nie vergeht", aber leider verging sie doch.
Am andren Wipperufer blieben Spaziergänger stehen und manche von ihnen wiegten sich nicht nur im Takt, sondern tanzten auch. So wie die Gäste auf der Terrasse am Kunstzuckerhut, wo bunte Lampions, Fackeln und Windlichter die Stimmung beflügelten, aber auch besinnlich machten.
Enrico moderierte sehr witzig. Dem Publikum sind die "Hurensöhne" gut bekannt. Auf Proft ließen sie sich ein und nahmen ihn wohl in ihre Favoritenliste auf.
Die Zugabenwünsche wurden gesanglich vorgetragen "Wir wolln die Hurensöhne sehn" nach dem bekannten Puhdysmotto. Als Mitternacht wirklich Schluss war, lud Enrico alle ein, am nächsten WE nach Ilsenburg zu kommen, am 21. nach Elbingerode und am 3. Okt zur LaGa nach Aschersleben.
Die Nacht war lau. Wir hatten noch ein bisschen Fotospass. Ich spielte zwar nicht den Ikarus, aber ich bekam die Gitarre um. Aus Befürchtung vor hitzigenTemperaturen trug ich diese wunderbare stirn- und nackenfreie Frisur. :-)
Zum Nachhausegehen hatte keiner so richtig Lust. Aber das Zauberwort heißt "Wiedersehn".
Die Fotos sind nun auch sortiert und größenbearbeitet. So schön wars, so lustig, so hammermäßig musikalisch. Und vor allem menschlich und fanfreundlich.