Ilsenburg und die "Harzautobahn" waren eine neue Erfahrung für mich und eine, an die ich sehr sehr gerne denken werde.
Das "Berghotel" hat ein ganz wunderschönes Ambiente. Vielleicht können es die Betrachter der Fotos erahnen.
Vielleicht weiß schattenreiter, was es mit den Kühen auf sich hat, da sind viele, auch bunte.
An diesem Hotel finden öfter Unterhaltungsabende statt. Es gibt eine ordentliche Bühne, zeltgeschützte Zuschauerplätze und zusätzliche auf der Wiese.
Das Publikum war so einmalig erwartungsvoll und mitwirkend, das war genial. Auf der Bühne gaben gut gelaunte Künstler ihr bestes.
Veranstalter war Andrè Schelzer von den "Hurensöhnen". (Berichtigt! @Bimbo: Danke.)
Enrico Schelzer und Frank Proft eröffneten den Abend unplugged mit vielen großen Ostrockhits. Die Titel wurden alle mitgesungen. Die Gäste waren durch die Bank Fans des Ostrock. Es gab viel Spaß. Enrico sprach kurze witzige Kommentare. Profty steigerte die Lacherfolge, indem er ruhig und freundlich darauf einging oder sich eine Ablenkung davon einfallen ließ. Musikalisch hatten sie wieder einmal Begeisterung ausgelöst und es wurde nach Zugaben gerufen.
Eine Videokamera zeigte auf einer Leinwand die Liveauftritte und in der Pause wurde die DVD von Hans die Geige vom 35-Jahre-Konzert im Kesselhaus eingespielt.
Als Hans die Bühne betrat, war die Stimmung am Kochen. Enthusiastisch wurde lange geklatscht. Es war so, als wenn nach BB&C die Puhdys die Bühne betreten. Die einen sind klasse, und die andren erst recht. Adrenalinschub. Freudige Erwartungen. Die Geige juchzte das "Kinderlied". Gäsehaut bei "Dust in the Wind". Viele Lieder wurden mitgesungen. Und auch Hans moderierte sehr humorvoll. Die Luftfeuchtigkeit machte der Geige zu schaffen, so dass es eine Brausepause gab, in der das Instrument in einem geschützten Raum ausruhen durfte.
Nach dreieinhalb Stunden Konzertzeit insgesamt, also eine halbe Stunde vor Mitternacht, behauptete Hans, nicht mehr alleine spielen zu wollen. Er rief "die beiden Akteure von vorhin", damit sie ihn unterstützen sollten. Über bestehende Projekte mit ASC (Acoustik Strings Connection) und bevorstehende wie Rocking Symphonie wurde das Publikum informiert. Und auch darüber, dass mit den "Hurensöhnen" und "Meister Proft" noch Zusammenarbeit und gemeinsame Auftritte geplant sind. Als Kostprobe spielten sie diese Zugabe: "Als ich fortging".
Im Banne dieses Liedes waren alle still, aber dann brach ein Begeisterungssturm los. Nächste Zugabe war das lang ersehnte "Am Fenster". Hans ging nach dem ersten Teil des Liedes von der Bühne und ließ die andren beiden alleine weiter spielen und singen. Somit bendeten Enrico Schelzer und Frank Proft den Abend musikalisch.
Es gab noch viele lobende Worte von den Gästen, viele Autogrammwünsche und reges Interesse am Fanshop.
Die meisten Gäste waren aus Ilsenburg und Umgebung gekommen. Meine Heimfahrt war 100 km lang, also machte ich mich auf den Weg, nachdem mitten in der Nacht der neue Tag begonnen hatte.
Von den Fotos kann ich nur wenige verwenden. Mit Blitzlicht waren die Aufnahmen grell und ohne verschwommen. Was übrig blieb, zeige ich hier. Von dem Auftritt zu dritt habe ich kein Foto. Ich hatte den Apparat auf Videofunktion. Und dann war Hans von der Bühne verschwunden.