Ich dacht immer Polka ist so Blasmusik, auf Bierbänken sitzen und schunkeln- aber weit verfehlt.
Polkaholix: Man nehme zur Polka, eine große Schippe Rock, schneide ein paar dicke Scheiben Jazz, würze kräftig mit Ska, nehme eine lose Prise Folk und ein paar Esslöffel Klezmer. Darunter mischt man feurigen Salsa und paar Spritzer Reggae. Dem ganze rühre ein paar abgedrehte olle deutsche Schlager unter und gebe eine Messerspitze NDW hinzu. Kräftig umrühren! Nichts anbrennen lassen! Und dann serviere man, oben auf noch einen schön geschlagen Comedy-Schaum mit ein paar ironischen Streuseln.
Zu Polkaholix bin ich gekommen, weil letztes Jahr Christoph Frenz von Monokel zu Polkaholix gewechselt ist. Ich find Christoph ist ein klasse Bassist und seine Gesten auf der Bühne einfach einmalig. Seine gute Laune steckt sofort an. Also dacht ich mir im Frühjahr, ich geh mal zu Polkaholix. Und ich war begeistert.
Jetzt war es endlich soweit und Polkaholix spielten in Dresden. Ich wusste zwar, dass das Konzert in einem Theater stattfindet, aber das es ein Sitzkonzert wird, das hab ich erst gestern Mittag erfahren und konnte mir das gar nicht vorstellen.
Pünktlich 19Uhr kamen wir in Dresden am Staatspielhaus "Kleines Haus" an. Als erstes haben wir unsere reservierte Karten abgeholt. Die nette Dame an der Kasse meinte, das wir super Karten in der 7. Reihe - mittig- haben. Naja, stehen wäre uns lieber :-)
Wir waren ziemlich die ersten, also setzten wir uns erstmal an die Bar. Mit der Zeit füllte sich der Raum vorm Saal, die meisten waren schick fürs Theater gekleidet, die Herren mit Hemd und Schaked... Irgendwie fühlten wir uns fehl am Platz. Vor 20Uhr öffneten sich die Türen zum Saal, also mal schauen wie "gut" unsere Plätze sind, einmal kurz an unseren Sitzplätzen vorbei laufen und dann gleich weiter an den Rand, weil sitzen wollten wir auf keinen fall. Petra saß direkt am Rand, also setzen wir uns erstmal neben ihr auf die Treppe. Kurz nach 20 Uhr ging es Pünktlich los und die Herren von Polkaholix kamen auf die Bühne. Wir standen links neben der Bühne und ruhig stehen war nicht möglich. Es dauerte auch nicht lang, dann kamen noch ein paar mehr Leute zu uns.
Nach einer Stunde gab es eine Pause, die hatten wir auch nötig, es war warm und durst hatten wir auch, denn nach drin durften wir zu trinken nichts mit nehmen.
An der Bar standen sehr viele Leute, also erstmal raus an die frische Luft, dann was zu trinken holen und schon läutete es das erste mal, also war eile angesagt, austrinken und wieder rein. Dieses mal stellten wir uns rechts vor der Bühne und es gesellten sich viele Leute zu uns. Ich hätte nicht gedacht, dass in einem Theater, bei einem Sitzkonzert so gute Stimmung aufkommt, alle klatschten und sangen mit, war wirklich richtig gut. Zum Konzert kann ich nur sagen, es war spitz, ich hoffe Petra schreibt dazu noch ein paar mehr Worte.
Kurz nach 22 Uhr war das Konzert vorbei, also sind wir erstmal raus an die frische Luft. Wieder drin angekommen, war mal wieder fast niemand mehr da. Also machten wir uns bei Zeiten auf den weg zum Auto, aber jetzt schon nach Hause fahren? Also machten wir uns mal wieder auf zum nächsten McDonald, irgendwie wird es immer öfter zur Gewohnheit, das wir dort gemütlich einen Abend ausklingen lassen :-)