Hallo Sternenfreunde, ich häng das mal einfach hier an um eine "Zersiedlung" des Forms zu vermeiden, hab ich doch das gleiche Thema wie ihr - Stern Combo Meißen- hab ja die Sterne ja auch am 03.10.10 (wegen extralanger Mugge bis in den Sonntag) funkeln sehen.
Nur der Ort war ein anderer, nämlich das Erzgebirge in Olbernhau.
Da ich Sonnag noch eine andere Mugge vor hatte, bin ich ganz kurz entschlossen ins Weihnachtsland gereist.
Der Veranstaltungsort war ein Festzelt, schön gemütlich und auch mit moderatem Eintrittspreis.
Vor der Stern Combo spielte "Die Combo" , was scheinbar die Lokalmatadoren dort waren,sie beschäftigten sich mit internationalen Rockklassikern und machten mit Hilfe von zwei Kochtöpfen eine Feuershow. Wir dachten schon, sie wollen das Keyboard von Thomas Kurzhals grillen, ging aber noch mal gut
. Eine lustige Einlage brachte der Keyboarder, er jonglierte gekonnt mit brennenden Fackeln. Nur das kostete Zeit und die Sterne konnten erst verspätet mit ihrem Programm anfangen. Deshalb ging es bis in den Sonntag hinein.
Die Herren waren bestens aufgelegt und für viele Späßchen zu haben. Überhaupt sind sie stilistisch so viellfältig wie kaum eine andere Band. Neben den großen Rockballaden gab Ausflüge in die Klassik, Stücke aus den 80 zigern bis hin zum neuen Schaffen der Band. Mit den neuen Liedern muss man sich wirklich erst anfreunden. Am liebsten sind mir die Titel, wo Stern Combo drauf steht und auch Stern Combo drin ist, wie eben der Raimund S. In manchen Sachen muss ich Kundi recht geben, mir fehlt thematisch die Anlehnung an die großen, alten Themen der Combo.
Ich würde die neuen Titel, die ich bisher gehört habe,nicht unbedingt als flach bezeichnen, eher als zu profillos.
Ich glaub mit neuen Texten tun sich ganz viele Ostbands, die Neuveröffentlichungen bringen, schwer.
Burkard Lasch hat wieder für Berluc geschrieben,Norbert Kaiser für die Sterncombo und Ingeborg Branoner machte deutsche Texte für die Roten Gitarren. Anknüpfen an die alten Erfolge konnte dabei keiner dieser Autoren. Dies ist bisher eigentlich nur Karma mit Silly gelungen. Bei dem merkt man aber, dass nicht einfach irgend welche Titel geschrieben worden, sie sind der Band auf den Leib geschneidert und passen.
Aber einer der neuen Titel gefällt mir persönlich ganz wunderbar, das ist der Instrumentaltitel "Der Tag und die Nacht"
(entschuldigung falls ich mir das nicht richtig gemerkt habe). Dort spielt die Band ihre gesamten musikalischen Stärken voll aus und das Publikum in Olberhau quittierte das mit ganz viel Beifall.
Auch mit der Waldesstille kann ich mich arrangieren, mit dem "Zweiten Blick" auf den ersten Blick leider nicht.
Es wundert mich überhaupt nicht, dass hier viele Fans besonders "Den Alten von der Müllkippe" lieben. Der Titel ist sicher in einer Zeit geschrieben worden, wo das Thema Alter die jungen Sternchen noch nicht tangierte. Aber eben damit treffen sie heute bei ihrem gereiften Publikum ins Schwarze. Ich frag mich manchmal, warum die Ostbands nicht zielgruppenspezifischer schreiben. Nun meine ich damit nicht, dass sie jegliche Zipperlein oder Altersdemenz zum Thema ihrer Songs machen sollen, aber ganz einfach Geschichten aus dem Leben erzählen, Lebenserfahrung einfließen lassen und mit Metaphern arbeiten und dem Publikum Raum für eigene Interpretationen lassen.
Das will ich nicht als Kritik verstanden wissen, es ist nur eine ganz subjektive Meinung, die von anderen User nicht geteilt werden muss.
Für den Abschluss des Konzerts gibt es bei den Sternen jetzt ein tolles Ritual, man findet sich als Männerchor zusammen und singt "Die gelbe Elbe". Dieser Spaß hinterlässt mit Sicherheit bei jedem Zuschauer ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht.
http://www.youtube.com/watch?v=KzrABoaoyR0
Und mit dem Werbeplakat ist bissel was schief gegangen
, die Verantwortlichen werdens sich wohl gedacht haben:
Auf dem Dorf da, merkt das eh keiner.