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Abschlusskonzert der Meißner Drossel mit WunderbunTd, Roger Stein und den Melankomikern Zwei

in Off-Topic 06.12.2010 21:11
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

An einem zweiten Advent in Meißen – eine festlich herausgeputzte Innenstadt mit Puderzuckerschnee und Riesenrad auf dem Weihnachtsmarkt.
Die wie gemalte Kulisse war aber nur der Rahmen. Der Grund, weshalb es uns nach Meißen zog, war das Abschlusskonzert der Meißner Drossel, eines Liederwettbewerbs, der dieses Jahr das erste Mal in Meißen stattfand.
Ins Leben gerufen hat diesen Liederpreis der Kulturarbeiter und Sänger Peter Braukmann, er ist sozusagen König Drosselbart aus Meißen und außerdem ein sehr aufmerksamer und freundlicher Gastgeber.
Die Titel, mit denen die jungen Künster in Meißen angetreten waren, konnte man im Internet hören und seine Favoriten wählen. Bewertet wurde von fachkundigen Juroren, zu denen auch Norbert Jäger von der Stern Combo gehörte.
Sicher hatten sich die Veranstalter mehr Resonanz für das Abschlusskonzert gewünscht, was im Theater stattfinden sollte. Aber der Weihnachtsmarkt lief der Kultur scheinbar den Rang ab und so war der neue Veranstaltungsort kleiner ausgefallen und hieß „Theaterkeller“.
Für uns als Ortsunkundige war klar, Theater haben immer große Keller und da würde das wohl dort in der Nähe sein. Nach einigen Ehrenrunden um das Theater sprach ich zwei junge Damen an, die vor dem Theater standen und fragte nach dem Keller. Sie schienen direkt auf die Frage gewartet zu haben und machten uns klar, dass die Drossel an einem ganz anderen Ende der Altstadt zwitschert. Frau Braukmann wurde unsere Fremdenführerin und es ging durch Gassen und Gässchen, und über reichlich ungeräumte Gehwege und tief verschneite Plätze. Ich glaub die Meißner haben darauf spekuliert, dass die vielen Weihnachtsmarktgäste ihnen den Schnee platttreten und den Winterdienst eingespart. Doch diese Rechnung ging so nicht auf und in der Notaufnahme wird man sich sicher nicht über lange Weile beklagt haben.
Der Keller ist ein Kellerchen und eigentlich wird er erst im Januar als Kleinkunstbühne eröffnet.
Aber gemütlich war es und die alten Steine haben was. Durch geschickte Beleuchtung wurde der Raum in Szene gesetzt. Das Publikum waren eigentlich alle ältere Semester und wir haben doch tatsächlich mal den Altersdurchschnitt gedrückt.
Gekommen waren wir natürlich wegen WunderbunTd, die in Dreierbesatzung mit Norbert Jäger angereist waren und den Rio diesmal akustisch gaben.
Gespannt waren warteten wir aber auch auf den Drossel Preisträger Roger Stein, der die Veranstaltung eröffnen sollte. Das ist ein Schweizer Liedermacher, der in Berlin lebt. Mein Mann hatte ihn durch einen Link von hier mal auf Youtube entdeckt mit dem Song „Ihr hört heimlich alle Volksmusik“ und da stand für uns fest, den müssen wir unbedingt mal live sehen. Wir fanden den Song so klasse und waren uns ausnahmsweise mal einig in der Feststellung, dass der Roger Stein es mit dem Wortwitz von Konstantin Wecker aufnehmen kann und tatsächlich, auch in der Art wie er seine Lieder bringt, erinnerte er uns an Wecker.
Übrigens spielte er gleich mal auf dem wunderbunTden Keyboard und auch seine Themen waren bunt gemixt. Besonders ist uns in Erinnerung geblieben „Wenn ich mal Rentner bin“ da hat er das Leben aber sehr genau beobachtet. Es gab auch was Satirisches zum Fest mit dem Titel „Penetrant Besinnlich“, was meiner besseren Hälfte so gefiel, dass er sich sofort die gleichnamige CD kaufen musste.
Roger Stein hat eine sehr angenehme und charmante Art mit dem Publikum umzugehen.
Wir haben ihn sicher nicht das letzte Mal getroffen.
Programmpunkt Zwei waren die Melankomiker Zwei, ein Liederkabarett aus Leipzig. Da der zweite Mann von Jürgen Denkewitz ausgefallen war, griff Peter Braukmann zur Gitarre und gab vortrefflich den Ersatzmann. Die Beiden machten lustiges und skurriles, spiegelten die alltäglichen Pleiten Pech und Pannen wieder und machten, dass wir drüber lachen können.
Für uns Saunafans hatten brachten sie den besten Saunasong aller Zeiten, haben uns köstlich amüsiert.
Nach der Pause, über die Herr Braukmann demokratisch abstimmen ließ, kam WunderbunTd mit ihrem Rio Reiser Programm. Das Publikum war nicht unbedingt Rio – kundig, ließ sich aber bereitwillig mit auf die Reise nehmen und bedachte das Trio mit viel Beifall. Durch die ruhige Atmosphäre in dem Theaterkeller, konnte man diesmal jede musikalische Nuance hören und die nicht alltägliche Instrumentalisierung kam so richtig zum Tragen. Norbert Jäger und Jens Lommatzsch schufen mit den Percussions für die Reiser Lieder einen bezaubernden Klangteppich, das muss man einfach gehört haben, kann man nicht beschreiben.
Ich glaube, alle, die an diesem 2. Advent das Kaffekränzchen mit dem Konzertkeller vertauschten, werden die Entscheidung nicht bereut haben.

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zuletzt bearbeitet 08.12.2010 18:30 | nach oben springen

#2

RE: Abschlusskonzert der Meißner Drossel mit WunderbunTd, Roger Stein und den Melankomikern Zwei

in Off-Topic 11.12.2010 23:18
von kkMEI (gelöscht)
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Wünsche allseits besinnliche Stunden - Karla

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#3

RE: Abschlusskonzert der Meißner Drossel mit WunderbunTd, Roger Stein und den Melankomikern Zwei

in Off-Topic 14.12.2010 16:39
von PM | 4.235 Beiträge | 5060 Punkte

Als bekennende Saunafanin hab ich mir hier besonders eins gelacht :


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