#1

RENFT am 21. 01. 2011 im Kesselhaus Singwitz

in RENFT 22.01.2011 03:22
von Kundi (gelöscht)
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5 Jahre oder mehr war RENFT nicht mehr im Kesselhaus Singwitz. Das war eine verdammt lange Zeit und seit damals ist so viel passiert. Zwar musste ich die ganze Zeit nicht auf RENFT-Konzerte verzichten, doch diese Muggen fanden dann eben in Berlin, Leipzig, Finsterwalde oder sonstwo in der Pampa statt. Doch das Kesselhaus Singwitz liegt quasi bei mir um die Ecke. Gestern waren Monster, Pitti, Delle und der Basskran endlich wieder hier und sie zeigten mal wieder, was RENFT anno 2011 noch so drauf hat und das ist bekanntlich eine ganze Menge. Renft rockte mit Spielfreude und sehr druckvoll. Natürlich hatten sie viele Klassiker im Gepäck und das Publikum dankte es der Band, denn für Singwitzer Verhältnisse war sogar so etwas wie Stimmung in dem Laden. Bericht folgt in den nächsten Tagen. Hier sind jetzt die ersten Fotos.

LG Kundi

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 22.01.2011 03:46 | nach oben springen

#2

RE: RENFT am 21. 01. 2011 im Kesselhaus Singwitz

in RENFT 22.01.2011 12:08
von axel (gelöscht)
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gefühlte 5 jahre, lieber Gundolf. es war meines wissens im november 2007 und es lag auch schnee, so wie gestern.
hoffentlich dauert es nun nicht wieder so lange, denn konzerte vor der haustür sind doch immer etwas besonderes.
heute geht es wieder auf die autobahn, aber das nehmen wir gerne in kauf, damit wir es hören:
willkommen bei renft!

wir sehn uns, freunde

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#3

RE: RENFT am 21. 01. 2011 im Kesselhaus Singwitz

in RENFT 22.01.2011 12:44
von Sonny | 1.752 Beiträge | 2059 Punkte

Danke für die Einladung, axel.
Einmal wird es sein, dass wir uns vor der Bühne bei Renft sehen.


*
Doch die Zeiten ändern sich. Ob wirs mögen oder nicht. Alles hat seine Zeit.

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#4

RE: RENFT am 21. 01. 2011 im Kesselhaus Singwitz

in RENFT 22.01.2011 17:41
von Kundi (gelöscht)
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Nur für Tina und meinen Lieblings-Axel habe ich mich so beeilt:

(Ost-)rockverrückter Wanderer kommst Du an einem Wochenende in die Gegend von Bautzen und suchst einen guten Liveschuppen, dann fahr nach Singwitz ins Kesselhaus. Vielleicht hast Du Glück und es ist zufällig eine Mugge angesagt. Hier haben sie fast alle schon gespielt unter anderem Berluc, Cäsar und die Spieler, Engerling, Jürgen Kerth, KLARtext, Monokel, Dirk Zöllner… und immer wieder auch RENFT. Im Kesselhaus gibt es keine nervende Security, keine überzogenen Preise und auch keine lustlosen und maulfaulen Servicekräfte. Ganz kurz gesagt, dieser Laden ist eine der besten Adressen für den Musikhungrigen hier im Einzugsgebiet. Solltest du denn Laden schon kennen, wirst du sowieso immer wieder mal hier einkehren und diese ersten Zeilen waren für dich „Holz in den Busch getragen“. Für alle anderen war es ein Tipp ;-).

Gestern hieß es nach einer längeren Pause endlich mal wieder „Willkommen bei RENFT“.
Trotz des ungemütlichen Wetters fanden doch eine Menge Leute den Weg in die alte Halle unweit der Spree. Erfreulicherweise waren es nicht nur die Altfans ab 45 + x Lebensjahre, sondern auch viele jüngere Besucher wollten mal eine Legende live erleben. Damals in der ersten Hälfte der siebziger Jahre war RENFT für viele Fans in der damaligen DDR die Band überhaupt. Die Jungs hätten das Zeug dazu gehabt, in dem 108 000 Quadratkilometer großen Land ganz groß herauszukommen und anderen Bands den Schneid abzukaufen. Doch die Mächtigen der damaligen Zeit fühlten sich von dieser Band beleidigt und bedroht, was zum staatlich verordneten Verbot der Band führte, welches bekanntlich bis 1990 anhielt. Doch Jugendliche haben ihren eigenen Kopf und durch dieses Verbot erreichten diese verknöcherten Funktionäre nur, dass RENFT zum Mythos wurde. Dieser Hauch des Verbotenen machte die Musik der Band für einen Haufen Leute erst richtig interessant
Aber RENFT ist in der jetzigen Zeit mehr als „nur“ eine Legende. Jawohl, das schreibe ich mit voller Absicht, denn was heute unter dem Namen RENFT agiert, ist nicht nur ein Sammelsurium von Musikern, die stumpf die alten Hits runterspielen. RENFT hat Schickschalsschläge wie keine andere Kapelle einstecken müssen, aber sie atmet und lebt noch immer. Sie trägt die Ergebnisse des künstlerischen Schaffens von RENFT und auch etwas vom Mythos durch ihre moderne, rockige Interpretation der Lieder in den Konzerten sogar ins Hier und Jetzt. Manche behaupten, das ist die beste Live-Band Deutschlands. Ob das so stimmt, möge jeder für sich entscheiden. Fakt ist aber, dass diese Formation auch für mich zu den besten Vertretern der Zunft gehört.

Es war etwa 21.30 Uhr als Thomas „Monster“ Schoppe, Gisbert „Pitti“ Piatkowski, Marcus „Basskran“ Schloussen und Delle Kriese mit „Was noch zu sagen wär '“ in das Konzert einstiegen und zu sagen hatten sie bis gegen 00.15 Uhr noch einiges. „Willkommen bei RENFT“ skandierte Monster, um gleich den Scherz folgen zu lassen, dass die Kapelle nicht RENFT, sondern aar-ie-en-eff-tie (englisch Aussprache der Buchstaben R, E, N, F, T) heißt. Das zeigte schon, dass der Zeremonienmeister der ehemaligen Jugendtanzformation gut gelaunt war. Gute Laune konnte man aber auch seinen Bandkollegen anmerken. Da lächelte der Herr Piatkowski mal bei einem Solo vor sich hin oder er tauschte mal ein Lächeln mit dem Basskran aus. Auch die Ansagen von Monster entlockte den Herren der Kapelle hier und da ein leichtes Grinsen.
Der Fahrplan dieses musikalischen Streifzuges durch die Jahrzehnte wichtiger deutscher Rockgeschichte bis zur Gegenwart war nahezu maßgeschneidert und viele dieser Songs sind absolut zeitlos. Wer kennt sie nicht, diese Klassiker wie das „Liebeslied“, „Wandersmann“, „Flüsse und Tränen“ und „Zwischen Liebe und Zorn“. Das Publikum ist ganz bei der Sache, es wird getanzt, mitgesungen und mitgerockt. Das will in dieser Gegend schon mal was heißen. Was Thomas Schoppe seiner Gesangstimme abverlangt, ist schon aller Ehren wert. Er schreit, röhrt, stöhnt die Worte leidenschaftlich ins Mikrofon und da darf der Schweiß nach wenigen Minuten ruhig in Strömen fließen. Mir persönlich haben es Monsters Gesangskünste besonders bei „So starb auch Neruda“ und „Als ich wie ein Vogel war“ angetan. Aber das ist bei mir von Konzert zu Konzert unterschiedlich. Auch sein von starken Gesten begleiteter Gesang bei „Zwischen Liebe und Zorn“ ist nicht ohne. Pitti Piatkowski stellt Monster bei der Bandvorstellung immer als DIE Rockstimme Deutschlands vor und er hat wohl recht damit.

Apropos Pitti, der aktuelle Sound der Band wird ja sehr von Klampfe des Herrn Piatkowski dominiert. Immer leicht vor und zurück tänzelnd entlockt er seiner Gitarre die schönsten Töne. Der Mann hat Phantasie und bei RENFT auch die musikalische Freiheit, den Titeln gitarrenmäßig seinen Stempel aufzudrücken. Dabei kommen immer wieder interessante Sachen zum Vorschein - mal ein verspielter Schlenker hier, mal eine eingeflochtene Fremdmelodie von den Stones da. Von der aktuellen RENFT-Band geht musikalisch eine unsagbare Kraft aus. Da braucht es natürlich auch eine besonders kreative und perfekte Rhythmusgruppe. Marcus Schloussen und Delle Kriese erzeugen auf Bass und Schlagzeug das Gewittern und Donnergrollen, das einen Großteil der Wucht des Sounds ausmacht. Delle drischt wie ein Wildgewordener auf seine Becken und Trommeln, das man glauben könnte, er will diese mittels der Trommelstöcke kurz und klein schlagen. Der Basskran, dieser sanfte Riese, lässt seine Bassgitarren klein aussehen und seine großen Hände und Finger wirken für auf den ersten Blick für die Saiten bedrohlich. Doch statt sie zu zerreißen wie Bindfäden, zaubert er auf den Saiten die tiefen Töne. Dumpf, wabbernd und groovend singt der Bass seine Melodien. Wenn wir schon mal beim Singen sind, Marcus Schloussen überzeugte wieder als Sänger bei „Irgendwo dazwischen“, bei „Annette“ und beim „Apeltraum“ später sowieso.

Aus der Pause kehrte die Band unter anderem mit „Die Mauer“ und „Die Flut“ zurück. Ich kann es nicht anders sagen, aber wie Monster diese Lieder gesanglich meisterte und dabei die schwierigen hohen Töne traf, war schon ganz großes Kino. Es folgten auch noch unter anderem „Was mir fehlt“, die „Rockballade vom kleinen Otto“, und „Ermutigung“. Selbstverständlich durfte das die 100 LPG-Gänse hütende „Gänselieschen“ nicht fehlen.
Dann wollten uns die Herren als Abschluss noch ein „Lied auf dem Weg“ mitgeben. Es hat aber niemand Lust schon zu gehen und so wurden stürmisch Zugaben gefordert. Der bereits angesprochene „Apeltraum“ wurde vom Basskran mit einem kleinen Gruß an Cäsar da oben im „Rockerhimmel“ beendet. Mehr Worte brauchte es auch nicht. „Wer die Rose ehrt“ mit Pittis unheimlicher „Keyboard-Gitarre“ wurde auch noch gespielt. Dazu spare ich mir heute mal einen persönlichen Kommentar. Es war ein wunderschönes Konzert und ich hoffe, der Veranstalter liest das hier auch und die RENFT’ler können ihr Versprechen halten, im nächsten Jahr wieder das Kesselhaus in Singwitz zu beehren.

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 23.01.2011 11:06 | nach oben springen


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