Es ist eine halbe Stunde vor Mitternacht und heute hatten wir uns vorgenommen, mit Berluc in den Mai zu tanzen. Fast hätten wir es geschafft, aber in DD hat um 22.00 Uhr Ruhe zu herrschen und so mussten wir schweren Herzens schon früher nachhause gehen.
Aber Spaß hat es gemacht, eine tolle Mugge zum Neustädter Frühling.
Unser Forum war mit reichlich Fans angetreten, um die Berlucer zu feiern.
Einige von unserer Mannschaft waren dabei, als ich mit Berluc erste Bekanntschaft schloss – 2007 in Dresden zum Stadtfest. Viel Zeit ist vergangen, aber die Band fasziniert mich immer noch.
Wenn die Herren die Parole ausgeben „Hallo Erde, hier ist Alpha“ dann geht man bereitwillig mit auf Mission, wohl wissend, hier kann mal man einige Zeit komplett abschalten vom Alltag und Hardrock mit Augenzwinkern ist angesagt.
Schon vor der Mugge hatten wir Gelegenheit, mit der Band die neusten Neuigkeiten durchzuhecheln.
Den Liebling der Damenwelt, Tino Schultheis (Bass), vertritt in diesem Jahr Uwe Carsten.
Er ist kein Unbekannter, hat schon 1981 mal bei Berluc gespielt. Natürlich wurde er kritisch beäugt.
Aber dazu bestand kein Anlass, schon nach dem ersten Satzwechsel mit ihm war mir klar, die haben einen absoluten Profi eingekauft. Er ist so fanfreundlich wie die anderen Vier auch.
Gespannt wartete ich ab, wie er so auf der Bühne agiert. Also, er tat so, als hätte er sein ganzes Leben nichts anders gemacht, als bei Berluc zu spielen. Konnte mit Uwe Carsten einige Worte wechseln und meine Vermutung war richtig. Er spielt Wochenende für Wochenende, aber in einer Berliner Partyband. Jedenfalls sind so die wichtigsten Konzerte für dieses Jahr gesichert.
Nach Sachsen kommen sie wieder am 23.07.11 nach Limbach Oberfrohna. Sie bespielen auch wieder die Hanse Sail.
In Dresden erwartete Berluc eine schwierige Aufgabe. Stadtfeste haben die Spezifik, dass viel Publikum da ist, was die kostenlose Möglichkeit mal eben so nutzt, ohne direkt wegen der Band da zu sein. Man blieb auch größtenteils brav an den Tischen sitzen, aber nach einigen Titeln war zu beobachten, wie der Aha – Effekt einsetzte. Bei der Generation 45+ ist ja eigentlich im Hinterstübchen noch was da. Der Wiedererkennungseffekt setzte spätestens bei „Glaube an dich“ ein.
Immer mehr Leute begaben sich an den Bühnenrand. Plötzlich stand auch City- Conny neben mir und strahlte. Da sie erst wieder am Wochenende am heimischen Computer in Berlin, ich bekam ich hier den Auftrag, was auszurichten.
Sie meinte, dass sie von Berluc sehr begeistert ist, hätte sie vor 15 Jahren das letzte Mal gesehen.
Conny fiel auch besonders die Fanfreundlichkeit und die Power der Band auf.
Werden wir am Dienstag noch mal genau auswerten, wenn wir uns in DD treffen.
Auch zwei der neuen Titel von der 2010 erschienenen CD „Rocker von der Küste Nr.2“ waren im Programm. Absolut angetan hat es mir die „Achterbahn“. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden. Der Sänger Ronnie textet da: „Sei vom Alter nicht so feige, änder einfach dein Programm – spielst du nicht mehr die erste Geige, bläst du einfach auf dem Kamm.“
Die Parole ist doch gut, oder?
Nur einer verdirbt uns wieder die Preise. Nämlich der Chef Dietmar Ränker. Ich sehe es kommen, wenn die Rentenversicherung dahinter kommt, wird für uns alle noch das Rentenalter auf 72 hochgesetzt, denn er beweist, dass man auch in dem Alter noch total fit sein kann.
Jedenfalls hat es mir Spaß gemacht, am Goldenen Reiter.
Nur mit dem Kollegen Kundi müssen wir noch ein erstes Wort reden.
Herr Zimmermann erhält jetzt leider eine Abmahnung. Nicht nur, weil er sich eilig aus dem Staub machte, er äußerte sinngemäß: „Ich will jetzt noch zum Hexenfeuer in meiner Gemeinde – passt ihr mal auf, dass euch nichts passiert!“
Conny, wo is jetzt eigentlich unser Besen???