In Antwort auf:
Maschine konnte es auch sehr gut erklären, warum nicht "Unplugged", sondern die CD "Akustisch" heisst.
In der heutigen Zeit kann man auch bei "leisen" Titeln nicht mehr auf Kabel und Technik verzichten. Unplugged wäre ja im Eigentlichen solch ein Fall.
Das Zitat von Bernd stamt zwar aus dem Thread zur Freiberg-PK, aber meine Antwort passt doch besser hierher:
Bleibt trotzdem Etikettenschwindel, denn "akustisch" heißt ja zumindest, dass ausschließlich "akustische" Instrumente verwendet werden.
Aber Bimbo spielt wie gehabt seinen E-Bass, Meyer seine vollelektronischen Keyboards, und dafür, dass zumindest auf E-Gitarren verzichtet wird, kommt ja u.a. sogar noch ein zweites Keyboard-Set als Verstärkung dazu.
Und so ist es in der Summe immer noch laut genug, dass auch Klaus seine Felle ohne große Abstriche am sonst Gewohnten bearbeiten kann.
Nicht, dass ich vom Ergebnis nicht begeistert wäre, aber ein bisschen eine Mogelpackung ist es schon, denn auf so eine Besetzung sind viele der sonst "laut" gespielten Arrangements ja viel leichter übertragbar, als wenn man sich einen Kopf machen müsste, wie z.B. bestimmte Keyboard-Parts von Klavier, Akkordeon und Percussion (Xylophon u.ä.) übernommen werden können, oder wie sich der leisere Naturklang eines Kontrabasses auf den dann natürlich auch sparsameren Einsatz des Schlagzeugs auswirkt.
In letzter Konsequenz hätte das nicht nur komplett andere, viel ungewöhnlichere Arrangements, sondern sicher auch ein völlig anderes Programm zur Folge.
Vor dieser kreativen Herausforderung haben sie ein bisschen gekniffen, und rein pragmatisch ist das ja auch verständlich, denn es ging vermutlich in erster Linie lediglich darum ein Format zu finden, mit dem auch kleinere Säle bespielt werden können, um auch in den (überwiegend westlichen) Gegenden live präsent zu bleiben, wo der "normale" Konzertaufwand sich wirtschaftlich nicht rentieren würde.
Diesen eingesparten Aufwand mit einem viel größeren an Probenzeit zu bezahlen, weil jeder völlig neue Parts einstudieren und dann auf der Bühne immer überlegen muss, welche Variante gerade gefragt ist, wäre so gesehen natürlich einfach unvernünftig - da käme die gut geölte und bestens eingespielte PUHDYS-Maschinerie vermutlich hin und wieder kräftig ins stottern.
Insofern soll das gar kein Vorwurf sein. Trotzdem ist es gerade das, was ich mir eigentlich unter dem Projekt "Akustik-Tour" vorgestellt und erhofft hatte.
Über das großartige neue Live-Dokument freue ich mich trotzdem, und so bleibt ja immer noch die Hoffnung auf eine "REAL AKUSTIK"-Tour zum 50. Jubiläum.
Da sollten sie dann unbedingt auch "Hören und sehen" spielen, das ist doch dafür wie gemacht!